Württembergische Train-Abteilung Nr. 13

Die Württembergische Train-Abteilung Nr. 13 war die Train-Abteilung des XIII. Armee-Korps der württembergischen Armee.

Geschichte

Aufgabe des Heeresfuhrwesens, für das in Württemberg zu Anfang des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung Train aufkam, war die Bespannung für die Fahrzeuge der Truppe für die Proviant-, Sanitäts- und Munitionswagen bereitzustellen und damit die Versorgung der kämpfenden Truppe zu gewährleisten.

Zunächst Teil der Artillerie, wurde der Train 1855 ein selbständiger Truppenteil, aus dem 1871 das Württ. Train-Bataillon Nr. 13 gebildet wurde. Die mit dem Trainbataillon verbundenen Traindepots wurden 1912 organisatorisch selbständig und das Bataillon am 1. April 1914 in Württ. Train-Abteilung Nr. 13 umbenannt.

Im Ersten Weltkrieg erfuhr der Train schnell wachsende Bedeutung. Durch zahlreiche Neuaufstellungen und Umorganisationen erwuchsen aus den vier 1914 bestehenden Eskadronen der Trainabteilung im Laufe des Krieges 134 Kolonnen und andere Traineinheiten.[1]

Die Ausbildung des Ersatzes oblag nach Kriegsausbruch zunächst der Württ. Train-Ersatz-Abteilung Nr. 13 in Ludwigsburg. Ab 1915 wurde hinter der Front das Württ. Train-Rekrutendepot Nr. 3 errichtet, das den Nachersatz aus der Ersatzabteilung unter kriegsmäßigen Bedingungen vervollständigte.

Der Verband unterstand dem Kommandeur der 26. Feldartillerie-Brigade (1. Königlich Württembergische) der 26. Division (1. Königlich Württembergische), der die Befugnisse eines Train-Inspekteurs und des Kommandeurs des Trains ausübte und in dieser Funktion dem Kommandierenden General direkt unterstellt war. Friedensstandort war Ludwigsburg.[2]

Die Tradition der Abteilung übernahm in der Reichswehr die 4. Eskadron der 5. Fahr-Abteilung in Ludwigsburg.[3]

Kommandeure

Nr. Name Datum der Ernennung
1. Major Jakob von Acker 13. November 1871
2. Major Otto von Schönlin 14. Juni 1880
3. Major Freiherr Ernst von Gültlingen 13. Oktober 1883
4. Major Ernst Justi 19. August 1891
5. Major Eduard von Sonntag 19. März 1896
6. Major Otto von Renner 15. Juni 1898
7. Major Max Hofmann 22. April 1902
8. Major Karl Maistré 18. Oktober 1902
9. Major Max Kade 28. August 1906
10. Major Detlof von Eickstedt 3. Mai 1910
11. Major August Braunbeck 20. November 1913

Siehe auch

Literatur

  • Generalkommando XIII. (k.w.) A.K.: Taschen-Rangliste des XIII. Armee-Korps. Stand 1. November 1912. Druckerei des Generalkommandos XIII. (K.W.) A.K., Stuttgart 1912.
  • Wolfgang Läpple: Schwäbisches Potsdam – Die Garnison Ludwigsburg von den Anfängen bis zur Auflösung. Band 1, Stadt Ludwigsburg, Ludwigsburg 2009, ISBN 3-00-014212-6, S. 358ff.
  • Rittmeyer, Geschichte des Württembergischen Trainbataillons Nr. 13 und des Traindepots XIII. (Königlich Württembergisches) Armeekorps, Ludwigsburg, 1901.
  • Max Xylander, Das Heer-Wesen der Staaten des deutschen Bundes, Kapitel Königreich Württemberg, Kollmann, Augsburg, 1842, S. 324–396.

Einzelnachweise

  1. Joachim Fischer: Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. M-Bestände des Militärarchivs. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1983, S. 88ff.
  2. Wolfgang Läpple: Schwäbisches Potsdam – Die Garnison Ludwigsburg von den Anfängen bis zur Auflösung. Band 1, 2009, S. 358ff.
  3. Hans-Joachim Harder: Militärgeschichtliches Handbuch Baden-Württemberg. Hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt. Kohlhammer, Stuttgart 1987, S. 122.