Vorgassen (Adelsgeschlecht)
Die Vorgassen, genannt Hagedorn, waren ein Basler Adelsgeschlecht, das unter anderem im Besitz des Schlosses Grenzach war.
Das Geschlecht ist nicht mit dem gleichnamigen Geschlecht aus Basel zu verwechseln, das in Silber eine rote schräg aufwärts gerichtete Lanzenspitze im Wappen führte. Ausserdem ist es nicht mit denen von Hagendorn zu verwechseln, deren Wappen wie folgt blasoniert ist: Gespalten, rechts drei Längsreihen zu 18 Plätzen schwarz und rot geschacht, links rot.
Geschichte
Ritter Heinrich Vorgassen, genannt der Hagedorn, verlieh am 23. Dezember 1320 seinem Nachbarn, dem Amtmann Johannes, eine Juchart Reben zu Basel (zer mindren Basil in dem Banne vorgassen) als Erblehen um sechs Schilling jährlichen Zins, einen jährlichen Hahn zu Wisung und einen Schilling Pfennige als Ersatzleistung.[1] Heinrich war im Jahre 1323 Pfleger des Spitals in Basel.
Franz Vorgassen hatte um 1383 Mannlehen in Auggen, später hatte dort auch Frentzelin Vorgassen, genannt Hagedorn, ein Mannlehen. Letzterer starb vor 1403.
Dessen Sohn, der Richter Franz Hagedorn aus Egringen, empfing im Jahre 1403 das ererbte Rappoltstein’sche Lehn. Am 18. Juni 1408 verkaufte Franz Haus und Burg mit Gerichtsrechten zu Egringen für 150 Goldgulden an den Junker und Edelknecht Claus Goltz und seine Frau Anna Vasantin von Säckingen. Im Jahre 1415 existierten mehrere Mitglieder des Geschlechts namens Franz Hagedorn, vor allem in Basel.[2]
Schloss Grenzach befand sich um 1315 im Besitz des Geschlechts, 1445 fand man den Achtburger Peter von Hegenheim als Besitzer vor.[3]
Wappen
Blasonierung: In rot zwei silberne Pfähle.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Heinrich Vorgassen, genannt der Hagendorn, Ritter, verleiht als Erblehen 1 Juchart Reben, gelegen «zer mindren Basil in dem Banne vorgassen» neben genanntem Nachbarn, dem Johannes, dem Ammann der mindren Stadt um 6 Schilling jährlichen Zins, 1 Hahn jährlich ze Wisunge u. 1 Schilling Pfennige ze Erschatze. Staatsarchiv Basel-Stadt, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Maren Siegmann: Egringen – Burg, ehemalige. In: museum.de. 2025, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ August Bernoulli: Die Eroberung des Steins zu Rheinfelden. H. Georg’s Buchhandlung, Basel 1881, S. 10.
- ↑ Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch. Hrsg.: Badische Historische Kommission. Band 1. Heidelberg 1898, S. 379, 382, 519.