Vorderburg (Rettenberg)
Vorderburg Gemeinde Rettenberg
| |
|---|---|
| Koordinaten: | 47° 37′ N, 10° 20′ O |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 87549 |
| Vorwahl: | 08327 |
Vorderburg ist ein Gemeindeteil (Pfarrdorf) und eine Gemarkung von Rettenberg, einer Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Oberallgäu.
Geographie
Vorderburg liegt ca. 5 Kilometer nordöstlich von Rettenburg.
Die Gemarkung Vorderburg (097976) umfasst 14,320 km² und hat 565 Einwohner.[1]
Geschichte
Der ursprüngliche Name des Orts ist Rettenberg vor der Burg (gemeint ist hier die Burg Rettenberg). Die Bezeichnung Rettenberg stand ursprünglich für zwei etwa fünf Kilometer entfernte Orte. Zur Unterscheidung wurde der Name des heutigen Ortes Rettenberg mit dem der Pfarrei zu Stephans-Rettenberg ergänzt und das andere Dorf mit Rettenberg vor der Burg bezeichnet. Daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert der Name Vorderburg, der seit 1905 die amtliche Bezeichnung ist.
Die Saalkirche St. Blasius in Rettenberg besteht aus einem 1737 unter der Leitung von Balthasar Suiter erbauten Langhaus, einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten und einem Chorflankenturm aus dem 13. Jahrhundert an der Nordwand des Chors, der nach Plänen von Georg Jakob Schneider 1903 mit einem Geschoss aufgestockt wurde.
Die mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 gegründeten Gemeinden Untermaiselstein, das diesen Namen erst am 26. Februar 1927 erhielt (vorher Maiselstein)[2], und Vorderburg kamen am 1. Mai 1978 zu Rettenberg.[3] Zur Gemeinde Vorderburg zählten zu dieser Zeit folgende Orte:
- Acker
- Batzers
- Bitterlis
- Brackenberg
- Brosisellegg
- Emmereis
- Gerats
- Großdorf
- Keller
- Morgen
- Rieder
Sehenswürdigkeiten
Kirchen und Kapellen
- Kirche St. Blasius
- Kapelle Herz Jesu (privat errichtet) – erbaut 1954 durch Hansjörg Bernhard.
- Kapelle Christus in der Rast
Sonstige Bauwerke
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Vorderburg
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gemarkung Vorderburg (Rettenberg) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 571.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 795 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).