Volksbank Eisenberg
| Volksbank Eisenberg eG | |
|---|---|
| Staat | Deutschland |
| Sitz | Martin-Luther-Straße 2 07607 Eisenberg |
| Rechtsform | eingetragene Genossenschaft |
| Bankleitzahl | 830 944 94[1] |
| BIC | GENO DEF1 ESN[1] |
| Gründung | 21. Januar 1868 |
| Verband | Genoverband e. V. |
| Website | volksbankeisenberg.de |
| Geschäftsdaten 2022[2] | |
| Bilanzsumme | 539,5 Mio. EUR |
| Einlagen | 486,1 Mio. EUR |
| Kundenkredite | 180,0 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | 50 |
| Geschäftsstellen | 4 |
| Mitglieder | 3.119 |
| Leitung | |
| Vorstand | Katrin Spindler Thomas Meyer Toni Scheller |
| Aufsichtsrat | Jacqueline Daute (Vors.) |
| Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland | |
Die Volksbank Eisenberg eG ist eine deutsche Genossenschaftsbank mit Sitz in der thüringischen Kreisstadt Eisenberg.
Geschichte
Am 21. Januar 1868 ersuchten 30 Eisenberger Bürger das zuständige Ministerium in Altenburg, die Gründung des Credit- und Spar-Verein zu Eisenberg S.-A. zu genehmigen. Nach Erteilung der Erlaubnis fand am 25. April 1868 die erste Generalversammlung statt. Zunächst wurde die Tätigkeit in der Rechtsform einer Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung in den Privaträumen des Kassierers Konstantin Schöne aufgenommen. Der Stammanteil für neue Mitglieder betrug 25 Taler. Bis 1882 wuchs die Mitgliederzahl auf über 400 und der Geschäftsanteil betrug mittlerweile 150 Goldmark. Im Jahre 1897 erfolgte die Umwandlung in eine Genossenschaft, 1904 in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. 1909 erfolgte die Umbenennung in Eisenberger Bank e.G.m.b.H., 1913 bezog die Bank ihr eigenes Gebäude. Ihren damaligen Namen Volksbank Eisenberg eGmbH erhielt die Bank 1941.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden alle Banken 1945 in der SBZ auf Befehl der SMAD zunächst geschlossen. Im Frühjahr 1946 wurde die Bank als Bank für Handwerk und Gewerbe Eisenberg eGmbH wieder eröffnet. 1953 erfolgte die Verschmelzung mit der Bank für Handwerk und Gewerbe Crossen eGmbH mit dem Sitz in Crossen und 1973 mit der Genossenschaftsbank Bad Klosterlausnitz eGmbH mit dem Sitz in Bad Klosterlausnitz zur Genossenschaftsbank für Handwerk und Gewerbe Eisenberg eG. Nach der Wende wurde das Bankwesen der DDR im Zuge der Währungsunion aufgehoben und die Bank in Volksbank Eisenberg eingetragene Genossenschaft umbenannt.
Im Jahr 1992 fusionierte die Volksbank Eisenberg eingetragene Genossenschaft mit der Raiffeisenbank und Handelsgenossenschaft eG Eisenberg mit dem Sitz in Eisenberg zur Volks- und Raiffeisenbank Eisenberg eG. Mit Eintragung vom 13. November 1997 erfolgte die Umfirmierung in Volksbank Eisenberg eG.
Im Jahr 1995 wurde die Marke Eisenberg Direkt eingeführt, unter der das Geschäft als Direktbank betrieben wurde.
Rechtsverhältnisse
Die Volksbank Eisenberg eG ist im Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Jena unter GnR 200076 eingetragen.
Sicherungseinrichtung
Die Volksbank Eisenberg eG ist der amtlich anerkannten Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. angeschlossen.
Geschäftsausrichtung
Die Volksbank Eisenberg eG betreibt das Universalbankgeschäft. Im Verbundgeschäft arbeitet sie mit der DZ Bank, R+V Versicherung, Bausparkasse Schwäbisch Hall, Teambank, VR Leasing, DZ Hyp und der Union Investment zusammen.
Geschäftsgebiet
Das Geschäftsgebiet liegt im Norden und Osten des Saale-Holzland-Kreises.
An diesen Orten betreibt die Bank personenbesetzte Filialen:
- Eisenberg (Hauptstelle, jur. Sitz und eine Geschäftsstelle)
- Bad Klosterlausnitz (Geschäftsstelle)
- Bürgel (Geschäftsstelle)
- Schkölen (Geschäftsstelle)
Ethikbank
Die Ethikbank wurde 2002 als Direktbank und Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg eG gegründet. Sie arbeitet nach festen sozial‑ökologischen Kriterien und schließt unter anderem Investitionen in Rüstungsindustrie, Kernenergie, Kinderarbeit sowie bestimmte Staaten aus. Unternehmen und Länder werden dafür regelmäßig anhand externer Nachhaltigkeitsanalysen bewertet.
Zwischen 2006 und 2007 erweiterte die Bank ihr Angebot, erreichte erstmals die Gewinnzone und nahm das Kreditgeschäft auf. Die Bank veröffentlicht ihre Anlage- und Kreditentscheidungen online und stellt damit umfangreiche Transparenzinformationen bereit.
Entwicklung:
- 2007–2014: Anstieg der Kontenzahl von rund 6.700 auf rund 22.900[3][4]
- 2007–2016: Wachstum der Einlagen und Kredite von ca. 65 Mio. Euro auf ca. 242 Mio. Euro[5]
- 2007–2022: Wachstum der Mitarbeitendenzahl von 7 auf 57 (Maximum: 79 im Jahr 2019)[6][7]
Die Bank bietet unter anderem ein online geführtes Konto für Personen in finanziellen Schwierigkeiten sowie Kredite für ökologische Modernisierungen an. Zudem veröffentlicht sie ein eigenes Kundenmagazin.
Weblinks
- Volksbank Eisenberg in der Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- Website der Volksbank Eisenberg eG
Einzelnachweise
- ↑ a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
- ↑ Zahlen & Fakten per 31.12.2023
- ↑ Zahlen und Fakten - Stand März 2010 ( vom 23. Mai 2010 im Internet Archive)
- ↑ Zahlen und Fakten - Vergleich Dezember 2013 / Dezember 2014 ( vom 9. Februar 2016 im Internet Archive)
- ↑ Zahlen und Fakten - Vergleich Dezember 2015 / Dezember 2016 ( vom 20. Juni 2017 im Internet Archive)
- ↑ Zahlen und Fakten - Vergleich Dezember 2019 / Dezember 2020 ( vom 21. Dezember 2021 im Internet Archive)
- ↑ Zahlen und Fakten - Vergleich Dezember 2021 / Dezember 2022 ( vom 20. Mai 2024 im Internet Archive)
Koordinaten: 50° 58′ 9,7″ N, 11° 53′ 57,4″ O