Vinciguerria
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Vinciguerria attenuata, die Typusart der Gattung | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Familie | ||||||||||||
| Vinciguerriidae | ||||||||||||
| Chang, 2025 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Vinciguerria | ||||||||||||
| Jordan & Evermann, 1896 |
Vinciguerria ist eine Gattung sehr kleiner Tiefseefische aus der Ordnung Maulstachler (Stomiiformes), die in allen Weltmeeren vorkommt. Sie gilt als eine der individuenreichsten Wirbeltiergattungen der Welt.
Merkmale
Vinciguerria-Arten haben einen schlanken, langgestreckten Körper und erreichen eine maximale Länge von 4,5 bis 8 Zentimeter. Ihre Augen sind normal entwickelt oder leicht röhrenförmig. Die Fettflosse ist kurz und befindet sich über dem hinteren Rand der Afterflosse. Die Basis der Afterflosse ist kürzer oder gleich lang wie die Basis der Rückenflosse. Die Afterflosse beginnt unter der Mitte oder dem Ende der Rückenflossenbasis. Die Bauchflossen stehen etwas vor dem Ansatz der Rückenflosse. Der Körper ist mit mehreren Reihen gut ausgebildeter Leuchtorgane ausgestattet. Auf der Prämaxillare und an der Spitze des Unterkiefers stehen die Zähne in einer Reihe. Der Gaumen ist bezahnt, die Zunge ist unbezahnt.[1]
Arten
Es gibt fünf Arten:[2]
- Vinciguerria attenuata (Cocco, 1838)
- Vinciguerria lucetia (Garman, 1899)
- Vinciguerria mabahiss Johnson & Feltes, 1984
- Vinciguerria nimbaria (Jordan & Williams, 1895)
- Vinciguerria poweriae (Cocco, 1838)
Systematik
Die Gattung Vinciguerria wurde 1896 durch die US-amerikanischen Ichthyologen David Starr Jordan und Barton Warren Evermann eingeführt und nach dem italienischen Ichthyologen Decio Vinciguerria benannt. Sie wurde 1974 durch den US-amerikanischen Ichthyologen Stanley H. Weitzman in die Familie der Leuchtfische (Phosichthyidae) gestellt,[3] für die jedoch keine morphologischen Apomorphien angegeben wurden und die sich in morphologischen Untersuchungen als Paraphylum herausgestellt hat.[4][5] Vinciguerria ist die basale Schwestergruppe einer von allen anderen Maulstachlern gebildeten Klade und wurde deshalb Ende 2025 in die eigenständige, monotypische Familie Vinciguerriidae verschoben.[6]
Einzelnachweise
- ↑ Margaret Mary Smith, Phillip C. Heemstra (Hrsg.): Smiths’ Sea Fishes. Springer-Verlag, Berlin 1986, ISBN 978-0-387-16851-7, S. 245 u. 246.
- ↑ Vinciguerria auf Fishbase.org (englisch)
- ↑ Stanley H. Weitzman (1974): Osteology and evolutionary relationships of the Sternoptychidae with a new classification of stomiatoid families. Bulletin of the American Museum of Natural History 153:327–478.
- ↑ W. L. Fink (1984): Stomiiformes: relationships. In: H. G. Moser, W. J. Richards, D. M. Cohen, M. P. Fahay, J. A.W. Kendall und S. L. Richardson, Hrsg. Ontogeny and systematics of fishes. Gainesville: American Society of Ichthyologists and Herpetologists. S. 181–184.
- ↑ A. S. Harold und S. H. Weitzman (1996): Interrelationships of stomiiform fishes. In: M. L. J. Stiassny, L. R. Parenti und G. D. Johnson, Hrsg. Interrelationships of Fishes. San Diego: Academic Press. S. 333–353.
- ↑ Solomon Chang, Zach Heiple, Delson Hays, Fernando Melendez-Vazquez, Casey Lee, Benjamin W. Frable, John Pogonoski, Christopher M. Martinez, Ricardo Betancur-R und Dahiana Arcila (2025): Genome-wide Phylogeny reshapes our Understanding of the Evolution of Deep-sea Dragonfishes, bristlemouths, viperfishes, and allies (Stomiiformes). BMC Ecology and Evolution, 25, 111. doi: 10.1186/s12862-025-02453-0