Villanueva (Zacatecas)
| Villanueva (Zacatecas) | |||
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| Koordinaten | 22° 21′ 20″ N, 102° 53′ 3″ W | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Mexiko | ||
| Zacatecas | |||
| Municipio | Villanueva | ||
| Stadtgründung | 1692 | ||
| Einwohner | 13.641 (2020) | ||
| – im Ballungsraum | 31.558 | ||
| Detaildaten | |||
| Fläche | 6,9 km² | ||
| Bevölkerungsdichte | 1.977 Ew./km2 | ||
| Höhe | 1900 m | ||
| Postleitzahl | 99900 | ||
| Website | |||
| Villanueva – Iglesia San Judas Tadeo | |||
| La Quemada – Saal der Säulen | |||
Villanueva („Neustadt“) ist eine Kleinstadt mit ca. 14.000 Einwohnern und der Hauptort einer aus mehreren Dörfern und Haziendas bestehenden Gemeinde (municipio) von etwa 32.000 Einwohnern im mexikanischen Bundesstaat Zacatecas. Im Jahr 2023 wurde Villanueva wegen seines kolonialzeitlichen Stadtbilds in die Liste der Pueblos Mágicos aufgenommen.[1]
Lage und Klima
Die Stadt Villanueva liegt an einem nur selten wasserführenden Fluss im Süden des Bundesstaats Zacatecas ca. 665 km (Fahrtstrecke) nordwestlich von Mexiko-Stadt in einer mittleren Höhe von ca. 1900 m; die Großstadt Zacatecas befindet sich gut 60 km nordöstlich. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 600 mm/Jahr) fällt ganz überwiegend im Sommerhalbjahr.
Bevölkerung
| Jahr | 2000 | 2020 |
| Einwohner | 11.057 | 13.641[2] |
Der leichte aber stetige Bevölkerungszuwachs der Stadt beruht im Wesentlichen auf der immer noch anhaltenden Zuwanderung von Familien aus den Dörfern der Umgebung.
Wirtschaft
Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden in der Umgebung des Ortes Erze abgebaut; andere Siedler gründeten große Haziendas. Die Viehzucht (Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine) spielt heute die wichtigste Rolle im Leben der Gemeinde; daneben sind auch der Anbau von Getreide (Mais, Weizen, Gerste) und der Obst- und Gemüseanbau (Bohnen, Chilis, Tomaten, Kaktusfeigen, Pfirsiche, Birnen, Feigen etc.) von Bedeutung. In der Stadt selbst haben sich Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister aller Art angesiedelt.
Geschichte
Bis etwa um das Jahr 1000 gehörte die Gegend zum Gebiet kriegerischer Nomadenstämme. Untersuchungen der präspanischen Stätte La Quemada haben keine belastbaren Datierungen erbracht. Der im Jahr 1692 unter dem Namen Villagutierre del Águila gegründete Ort lag etwas abseits der großen Handelswege.
Sehenswürdigkeiten
- Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in barockem Stil erbaute Kirche San Judas Tadeo trägt das Patrozinium des Apostels Judas Thaddäus.
- außerhalb
- Die ca. 500 bis 600 km von den Zentren der präspanischen zentralmexikanischen Hochkulturen entfernte archäologische Stätte La Quemada mitsamt ihrem Museum befindet sich etwa 11 km nördlich der Stadt. Sie wird von einigen Forschern mit der mythischen Stätte Chicomóztoc identifiziert, die regionalen Überlieferungen zufolge der Ursprung mehrerer mexikanischer Völker und deren Kulturen gewesen sein soll. Zu den beeindruckendsten Bauten der Anlage gehören der ehemalige „Saal der Säulen“ sowie ein Votivtempel.