Villa Zehnlinden

BW

Das Villa Zehnlinden, Luisental 26, in Bremen-Horn-Lehe, Ortsteil Lehe wurde zum Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Sie wird aktuell (2026) als zweites Gemeindehaus und Kindergarten der Horner Kirche genutzt.

Das Gebäude steht seit 2024 unter bremischem Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Das eingeschossige giebelständige verputzte und betont ländliche Gebäude mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach mit Uhlenloch wurde 1914 nach Plänen von Hermann Deetjen für den Bremer Kaufmann Max Ültzen (1870–1932) als Landhaus gebaut. Der Grundriss des Erdgeschosses erfolgte in typischer Art der Raumeinteilung eines Hallenhauses: Haupteingang am Giebel, langer Flur in Anlehnung an die landwirtschaftliche Tenne und quer zum Flur liegende Diele; dahinter weitere Wohnräume. Das Landhaus im Heimatschutz- und Reformstil steht beispielhaft für die städtebauliche Entwicklung des Ortsteils Lehe entlang der Bahnlinie und ist ein typischer Vertreter eines Sommersitzes, wie er von wohlhabenden Bremern in den Landgemeinden um Bremen errichtet wurde.

Eigentümer des Hauses waren danach von 1928 bis 1933 Kaufmann Friedrich Lahusen (1900–1961)[2], von 1934 bis 1967 Kaufmann und Kriegsverbrecher Hans Biebow (1902–1947) und seine Frau sowie ab 1967 die Evangelische Kirchengemeinde Horn.

Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… griff Deetjen auf das Vorbild traditioneller niederdeutscher Hallenhäuser zurück und übernahm u.a. deren charakteristische Dachform auf….“

Literatur

  • Evangelische Kirchengemeinde Horn (Hrsg.): 100 Jahre Villa Zehnlinden 1914–2014. Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Bremen-Horn. Bremen 2014.

Einzelnachweise

  1. Denkmaldatenbank des LfD
  2. Dietmar von Reeken: Lahusen. Eine Bremer Unternehmerdynastie, Bremen 1996.

Koordinaten: 53° 5′ 53,7″ N, 8° 52′ 51″ O