Villa Wizemann

Die Villa Wizemann ist ein Wohnhaus in der Stadt Nagold im baden-württembergischen Landkreis Calw. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Es steht südwestlich des Stadtkerns am Fuße des Lembergs vis-à-vis der Kirche St. Petrus und Paulus in der Moltkestraße (Hausnummer 1).

Der dreigeschossige Bau in Hang- und Ecklage weist ein Sockelgeschoss aus Werkstein, ein verputztes Erdgeschoss und ein Obergeschoss mit Zierfachwerk auf. Der Dachstuhl ist als Walmdach ausgeführt. An der südwestlichen Ecke befindet sich ein auffälliger, zweigeschossiger Eckerker mit spitzem Zeltdach. Im Nordosten schließt ein dreigeschossiger Anbau an.

Die Villa wurde nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Lang im Jahr 1905 für das Baugeschäft Beutler und Trescher errichtet. Die Bauherren kamen beide 1906 bei der Hirsch-Katastrophe ums Leben. 1911 wurde es vom Altensteiger Rosshaarspinnerei-Besitzer Karl Wizemann erworben. Nach dessen Geschäftsaufgabe erfolgte in den 1950er Jahren die Umgestaltung der Rosshaarspinnerei zum reinen Wohnhaus.

Das Gebäude ist nach Einschätzung des Landesamts für Denkmalpflege „ein anschauliches Beispiel für späthistoristisches Zierfachwerk und die damals übliche malerische Auffassung der Gebäudekomposition. Es hat stadtbaugeschichtliche Bedeutung.“[1]

Einzelnachweise

  1. Informationen zum Objekt Nr. 96970297. In: Layer WMS LAD Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 31. Oktober 2025.

Koordinaten: 48° 32′ 49,4″ N, 8° 43′ 6,4″ O