Villa Schnitzler (Wiesbaden)
Die Villa Schnitzler ist ein historisches Wohngebäude in der Biebricher Allee 42 in Wiesbaden. Die 1902 fertiggestellte Villa wurde zunächst von ihrer Bauherrin Hermine Wintermeyer bewohnt und anschließend innerhalb der Familie an ihre Tochter und deren Ehemann weitergegeben. Diese vermachten das Gebäude testamentarisch der Stadt Wiesbaden. Seit 1973 dient die Villa als ein weiterer Standort der Volkshochschule (vhs) Wiesbaden. Das Gebäude steht als Teil der Gesamtanlage „Südliches Villengebiet“ unter Denkmalschutz.
Geschichte
Vor 1902 erhielt der Architekt Georg Schlink den Auftrag zum Bau einer Villa in der Biebricher Allee. Bauherrin war Hermine Wintermeyer, die das Gebäude nach der Fertigstellung im Jahr 1902 zunächst selbst bezog.
Zu einem späteren, nicht genau bekannten Zeitpunkt war die Villa der letzte frei gewählte Wohnort der beiden Schwestern Amalie Ullmann (geb. Honig) und Auguste Honig. Beide wurden im Jahr 1942 in das Konzentrationslager Treblinka deportiert und dort ermordet. Stolpersteine vor der Villa erinnern heute an ihr Leben und Schicksal.
Bis 1973 wurde die Villa vom Ehepaar Schnitzler bewohnt – Hermann Friedrich Schnitzler und Luise Schnitzler, eine Tochter der Bauherrin Hermine Wintermeyer. Das Ehepaar Schnitzler wurde zu den Eigentümern der Villa, die später auch nach ihnen benannt wurde.[1]
Seit 1973 ist die vhs Wiesbaden Hauptnutzer der Villa. Das Gebäude dient seither als Hauptsitz der Fachbereiche Politik und Gesellschaft sowie Kultur und Kreativität.[2]
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hallo von der Enz an den Rhein! 19. August 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
- ↑ Geschichte. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
Koordinaten: 50° 3′ 53,2″ N, 8° 14′ 29,9″ O