Viktor Schönbächler

Viktor Schönbächler OSB (* 8. März 1913 in Einsiedeln; † 18. Januar 1996) war ein Schweizer Benediktinerpater und Abt des Klosters Disentis.

Leben

Johann Baptist Schönbächler war der Sohn des Winterthurer Försters Baptist Schönbächler-Kälin. Nach Gymnasialstudien in Disentis und Engelberg, der Profess 1935, der Priesterweihe 1938 und 1940 dem Dr. theol. am Anselmianum war er Lehrer für Latein, Griechisch und Stenographie an der Klosterschule Disentis, zudem unterrichtete er am theologischen Hausstudium Dogmatik und Exegese. 1963 wählte ihn der Konvent zum Abt. Große bauliche Aufgaben kamen auf ihn zu: Infolge der Anlage eines Stausees auf dem Lukmanierpass gerieten Kapelle und Hospiz unter Wasser. Das neue Hospiz konnte 1965 in Betrieb genommen werden, die Kapelle war zwei Jahre später fertig. Auch die Schule brauchte ein neues Gebäude.[1]

1988 trat er von seinem Amt als Abt zurück. Von 1967 bis 1985 war er Vizepräses in der Schweizerischen Benediktinerkongregation.

Schriften (Auswahl)

  • Die Stellung der Psalmen zum alttestamentlichen Opferkult. Freiburg in der Schweiz 1941, OCLC 8748601.

Einzelnachweise

  1. Iso Müller: Geschichte der Abtei Disentis. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Benziger, Zürich, Köln 1971, ISBN 3-545-37074-7, S. 230.
VorgängerAmtNachfolger
Beda HophanAbt von Disentis
1963–1988
Pankraz Winiker