Viganella (Schiff)
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Bark VIGANELLA, Bristol 1904, La Trobe Picture Collection, State Library of Victoria
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Die Viganella wurde 1893 als Bark Anna Schwalbe auf der Stettiner Schiffbauanstalt & Schiffswerft A.G. (vormals Möller & Holberg), Stettin als einziges Stahlschiff für den Korrespondentreeder Heinrich Bauer aus Rostock gebaut.
Geschichte
Die Bark Anna Schwalbe (MDQK)[1] war 1893 der letzte Rostocker Neubau und wurde für den Eigenbedarf der Reederei Heinrich Bauer in Auftrag gegeben. Von 1893 bis 1900 war sie für die Reederei unter drei Kapitänen mit der Rostocker Flagge in der Atlantikfahrt nach Nord- und Südamerika, Port Natal, Bangkok und Rangoon in Fahrt. 1893–1897 Friedrich (Fritz) Niejahr, Wustrow 1897–1899 Heinrich Rahden, Rostock 1900–1900 Friedrich Niejahr, am 21. Dezember nach Sturz, tödlich verunglückt.
1900 wurde das Schiff für 127.000 Mark an die Hamburger Reederei Mentz, Decker & Co.[2] verkauft und wurde als vorletztes ihrer 10 Segelschiffe in der Flotte registriert.[3] Die Reederei wurde 1896 von den erfahrenen Reedereifachleuten aus Rostock, Helmuth Mentz jun., Helmuth Mentz sen. und dem Reeder Decker, in Hamburg gegründet. Die Bark wurde traditionsgemäß mit Vi beginnend, umbenannt in Viganella und wurde als Fracht-Segler im mittelamerikanische Westküste Equador, Nikaragua und Australien eingesetzt.
Nach dem Verlust der Schonerbark Vidar (RKNF) am 25. Oktober 1900 im Atlantik unter Kapitän Ernst Neckel (1858-1942) aus Schwerin übernahm er für die nächsten 12 Jahre die Bark Viganella. Die längste Fahrt von 1912 bis 1915, die sechste Fahrt dauerte fast 3 Jahre. Auf der Heimreise von Nikaragua nach Hamburg wurde die Viganella am 6. Januar 1915 westlich vom Englischen Kanal durch den britischen Panzerkreuzer der Cressy-Klasse Bacchante aufgebracht und musste in den Hafen von Plymouth einlaufen. Kapitän und Besatzung wurden interniert. Das Schiff wurde durch die Admiralität beschlagnahmt und danach als Prise im März 1915 an Norwegen an die A/S Transatlantic Motor Ship Co. (Chr. Hannevig), Horten verkauft und umbenannt in Trans I (WKGQ).
Am 9. April 1915 sollte es von Hull nach Trondheim mit Kohlefracht segeln und blieb bei der Überfahrt vermisst.[4] Es gab keine Überlebenden (Kapitän Ole Torgersen und 13 Mann).[5]
Schiffsmodell
Das Windjammer-Museum in Barth hat seit 2018 ein Schiffsmodell der Bark Viganella aus privatem Besitz des ehemaligen Schiffsjungen und späteren Schiffskapitän Max Reiss, in seinem Bestand.
Literatur
- Jürgen Meyer: Hamburgs Segelschiffe 1795–1945. Ed. Maritim © 1999 Edition Maritim GmbH ( Das Werk erschien 1971 unter demselben Titel im Verlag Egon Heinemann, Norderstedt), Hamburg 1999, ISBN 3-89225-400-1, S. 296.
- Jürgen Rabbel: Rostock's eiserne Segler. Hrsg.: INTERDRUCK Graphischer Großbetrieb Leipzig. © VEB Hinstorff Verlag, Rostock 1986, ISBN 3-356-00006-3, S. 224.
- Heinrich Rahden: Die Schiffe der Rostocker Handelsflotte 1800-1917. Hrsg.: Hans Arnold Gräbke. Carl Hinstorffs Verlag, Rostock 1941, S. 268 (uni-rostock.de).
- Bark Viganella, Neckel, E. Schiffsnachweis von 1905, Seite 17, Nr. 394
- Bark Viganella. Hamburg Ernst Neckel Deutsche Kauffahrtei- und Segelschiffe 1908, V Seite II. 177/178
- Norsk Maritimt Museum Bark Trans I, Digitalt Museum (englisch)
- Schiffsmakler 1896 - 1971 - Mentz, Decker & Co. Selbstverlag, Hamburg, 1971. Ca. 30 S. mit einigen Abb., kartoniert.
Weblinks
- Schiffsregister Viganella
- Verzeichnis der Hamburger Schiffe 1914, Deckblatt
- Schiffsregister Band V III 1.Jan 1897
- 1915 WKGO skiphistorie
- Ships Nostalgia 2024-05-08
- sjøhistorie.no norw. Schiffsarchiv
Einzelnachweise
- ↑ Die Schiffe der Rostocker Handelsflotte 1800-1917 Bark Anna Schwalbe, Reeder Heinrich Bauer, Nr. 81 S. 38
- ↑ Hamburger Reederei von 1896 bis 1915 mit Segelschiffen MDC Schiffsmakler GmbH & Co. KG - Internetpräsenz
- ↑ Jürgen Rabbel: Rostock's eiserne Segler. Hrsg.: INTERDRUCK Graphischer Großbetrieb Leipzig. © VEB Hinstorff Verlag, Rostock 1986, ISBN 3-356-00006-3, S. 98–101.
- ↑ Verlust der Trans I (ex. Viganella) am 9. April 1915 wrecksite.eu, copyright © 2001-2025 (englisch)
- ↑ Schiffsdaten Bark Trans I, norw. Archiv Sjøhistorie.no