Verlag der Jugendinternationale

Der Verlag der Jugendinternationale war in der Weimarer Republik ein kommunistischer Buch- und Zeitschriftenverlag mit Sitz in der Feurigstraße in Berlin-Schöneberg. Er wurde 1919 von der Kommunistischen Jugendinternationale (KJI) gegründet und beendete seine Tätigkeit 1931.

Der Verlag publizierte eine bedeutende Zahl von belletristischen Büchern, wobei das Schwergewicht bei sowjetischen Autoren lag. Es gab u. a. die Reihen Internationale Jugendbücherei und Kleine Jugendbücherei.

Außerdem publizierte er politische Texte, u. a. 1920 Rosa Luxemburgs Briefe aus dem Gefängnis und 1931 Karl Liebknecht Ein Gedenkbuch, Reden und Aufsätze Lenins, Flugschriften und Dokumente aus der Arbeit der KJI und die deutschsprachige Ausgabe der Zeitschrift Jugend-Internationale.

Verlagsleiter war von 1921 bis 1930 Fritz Schälike. Zu den Mitarbeitern des Verlags gehörten zeitweilig u. a. Maria Leitner und Rudolf Thunig.

Der Verlag ließ, zumindest zeitweise, in der Berliner Druckerei von Walter Grützmacher drucken.

Es gab auch in Wien einen Sitz des Verlags unter dem Namen Verlag der Jugendinternationale (Egon Grünberg & Co), in dem u. a. Erich Wendt arbeitete.[1]

Bücher des Verlags wurden im NS-Staat verboten und bei der Bücherverbrennung 1933 vernichtet.[2]

Autoren, von denen der Verlag Werke publizierte (unvollständig)

Illustratoren und Buchgestalter des Verlags (unvollständig)

Einzelnachweise

  1. Hexmann, Friedrich (Hg.): Jugend.. | Antiquariat günstig. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
  2. Verlag der Jugendinternationale - Verlag | VERBRANNTE und VERBANNTE. Abgerufen am 31. Oktober 2025.