Käthe und ich: Verhängnisvolle Liebe

Folge 12 der Reihe Käthe und ich
Titel Verhängnisvolle Liebe
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 88 Minuten
Produktions­unternehmen Bavaria Fiction GmbH
Regie Oliver Liliensiek
Drehbuch Brigitte Müller
Produktion Astrid Holz
Ronald Mühlfellner
Brigitte Müller
Kamera Jochen Braune
Schnitt Tobias Peper
Premiere 26. Sep. 2025 auf Das Erste
Besetzung
Chronologie

Verhängnisvolle Liebe ist ein deutscher Fernsehfilm von Oliver Liliensiek aus dem Jahr 2024. Es handelt sich um die zwölfte Folge der ARD-Reihe Käthe und ich. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 26. September 2025 auf dem Sendeplatz Endlich Freitag im Ersten.

Handlung

Nachdem Eric nach Berlin gegangen ist, macht sich Pauls Mutter Helga Winter mit einem Betrieb für häusliche Krankenpflege selbständig. Einer ihrer ersten Patienten ist der Polizist Tayfun Bulut, dem sie einen Verband entfernt. Paul fällt sofort auf, dass er ein Auge auf Helga geworfen hat.

Da bekommt Paul Besuch von seiner Bekannten Leonie, die von ihrem Ehemann Aljoscha erpresst wird, von dem sie sich vor acht Wochen getrennt hat. Sie soll sich von ihrem neuen Partner Timo, der wie sie im Kindergarten arbeitet, trennen. Andernfalls würde er Nacktfotos von ihr veröffentlichen. Leonie bittet Paul, mit Aljoscha zu reden.

Als Paul Leonies Handtasche findet, fährt er zu ihr, um ihr die Handtasche zurückzubringen. Als Paul bei Leonie vorfährt, weigert Käthe sich zunächst, mit zu Leonie hereinzukommen. Als er bei Leonie klingelt, trifft er zu seiner Überraschung auf Erina. Vergeblich versucht er, Erina wieder aus dem Kopf zu bekommen.

Paul trifft sich mit Aljoscha, der kurz vor seiner Ernennung zum Oberstaatsanwalt steht, und konfrontiert ihn mit Leonies Vorwürfen. Dieser bestreitet die Vorwürfe und erzählt, Leonie habe sich verändert; sie habe einen Wutausbruch nach dem anderen und erzähle Lügengeschichten. Die Persönlichkeitsveränderungen hätten mit der Geburt der Tochter Martha eingesetzt. Paul hat mehrere Vermutungen, was mit Leonie los sein könnte, zum Beispiel eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Er kann nicht ihr Psychologe sein, weil er eine persönliche Bindung zu Leonie hat, verspricht Aljoscha aber, zwischen den beiden zu vermitteln.

Wieder zuhause angekommen, trifft er auf Erina, die zu Besuch gekommen ist, und erklärt ihr, dass er keinen Kontakt mehr will. Er hätte vor zwei Jahren mit ihr reden wollen, als sie die gemeinsame Ehe mit einem Satz beendet hat.

Als Paul zu Leonie unterwegs ist, ruft er bei seiner Mutter an, weil er in der Zeitung einen Fahndungsaufruf liest und Tayfun Bulut für einen Verbrecher hält. Seine Mutter weist Paul darauf hin, dass er die Bildunterschriften verwechselt hat. Als Paul den Kindergarten erreicht, in dem Leonie arbeitet, sieht er Erina bei der Kunsttherapie mit einem Kind. Trotz Pauls Einwand, Aljoscha würde sich mit einer Veröffentlichung der Nacktfotos selbst schaden, bleibt Leonie bei der Behauptung, Aljoscha wolle sie erpressen; Aljoscha habe es zuletzt am Morgen versucht, als sie auf dem Weg zur Arbeit gewesen sei. Aljoscha hingegen sagt, er sei zu dieser Uhrzeit in einem Videotelefonat mit anderen Staatsbeamten gewesen. Paul legt Aljoscha ans Herz, dass unabhängig von der Diagnose er und Leonie professionelle Hilfe von außen brauchen. Wie Aljoscha sagt, habe auch die enge Freundschaft zwischen Leonie und Erina mit Marthas Geburt angefangen. Für Erina sei Martha wie ein eigenes Kind.

Zuhause angekommen, erfährt Paul, dass Helga und Tayfun sich zum Square Dance verabredet haben. Als Paul Erina zu sich bittet, um über Leonie zu reden, nutzt Helga die Gelegenheit, sich von Erina ein paar Square-Dance-Schritte zeigen zu lassen. Aljoscha habe, so Erina, vor Marthas Geburt keine Zeit für sie gehabt und Leonie hatte vergeblich gehofft, dass sich dies mit Marthas Geburt ändert. Am Ende des Gesprächs wirft Paul Erina vor, dass sie ihn seit dem Autounfall aus ihrem Leben ausgeschlossen hat; er sehe in ihr nur fünf Jahre verlorene Lebenszeit. Nach dem Square Dance sind Helga und Tayfun per Du.

Aljoscha bekommt von Leonie die Nachricht, dass sie mit Timo Schluss gemacht hat; sie bittet ihn, die Fotos zu löschen.

Pauls Mutter redet Paul ins Gewissen, warum er sich bei Erina für die Verletzungen in ihrer Beziehung rächen will. Rache sei das dümmste aller Gefühle. Paul macht mit Erina einen Waldspaziergang und erklärt ihr, was ihn damals verletzt hat: Er habe um sie gekämpft und wollte in ihr Leben, sie habe ihn mit nur einem Satz verlassen, und als er sie aufsuchen wollte, habe sie einen neuen Freund gehabt. Erina erklärt, dass der Mann von damals nur ein guter Freund gewesen sei und sie ihm Eric vorgestellt habe, weil die beiden gut zusammenpassen würden; sie habe Paul verlassen, um ihm die Möglichkeit zu geben, mit einer anderen Frau eine Familie zu gründen, und weil sie Angst gehabt habe, dass er sie deswegen verlässt.

Inzwischen beantragt Aljoscha, nachdem Leonie bei ihrem letzten Zusammentreffen vor dem Kindergarten einen Zusammenbruch gehabt habe, das alleinige Sorgerecht für Martha; um Pauls Vermutung überprüfen zu lassen, hat er ein psychologisches Gutachten in Auftrag gegeben und dem Gutachter Pauls Vermutungen mitgeteilt. Paul hat ein schlechtes Gewissen, dass durch seine Mitschuld Leonie das Sorgerecht für ihre Tochter verlieren könnte. Tayfun hat eine Idee, wie man Aljoscha auf den Zahn fühlen könnte. Erina erzählt Paul, dass kurz vorher der Opferverband Leonie geraten hat, ihren Chef frühzeitig über die Erpressung zu informieren, um den Druck herauszunehmen. Trotzdem sei Leonie gekündigt worden. Erina macht sich Sorgen, dass Aljoscha Leonie nach dem Psychiatrie-Aufenthalt jetzt erst recht Martha wegnehmen könnte. Erina vermutet, dass es Aljoscha um verletzte Eitelkeit ging, weil die Kindergärtnerin den Oberstaatsanwalt wegen eines Kindergärtners verlassen hat. Das Sorgerecht hätte Aljoscha beantragt, weil sie nach der Trennung von Timo nicht zu ihm zurückgekehrt sei.

Tayfun treibt ein Video auf, das zufällig von einer Überwachungskamera aufgenommen wurde und das nahelegt, dass Aljoscha Leonie vor dem Kindergarten bedroht hat, obwohl er zu der Zeit angeblich das Videotelefonat geführt hat. Da die Beweise für eine Hausdurchsuchung noch nicht ausreichen, schlägt Tayfun vor, dass Leonie Aljoscha dazu bringen soll, die Erpressung zu gestehen. Paul und Tayfun hören das Gespräch mit.

Paul bittet Leonie erfolgreich um Verzeihung, weil er voreingenommen war, als sie seine Hilfe gebraucht hat. Erina bittet Paul um eine zweite Chance. Aus Angst, nochmal von ihr verlassen zu werden, will er es nicht nochmal mit ihr versuchen.

Am nächsten Morgen stellt Paul irritiert fest, dass Käthe verschwunden ist. Tayfun leitet eine Fahndung nach Käthe ein. Als Paul auf der Suche nach Käthe durch den Wald läuft, ruft ihn Erina an, weil Käthe bei ihr ist.

Auch der Durchsuchungsbeschluss war erfolgreich: Es gibt Hinweise, dass Aljoscha das Alibi mit dem Videotelefonat gefälscht hat und sich bereits seit Wochen über Borderline informiert hat.

Als Paul Käthe bei Erina abholt, nimmt er auch Erina, die eigentlich nach Berlin zurückfahren wollte, mit zu sich nach Hause.

Rezeption

Einschaltquote

Die Erstausstrahlung am 26. September 2025 im Ersten wurde von 3,41 Millionen Zuschauern gesehen, was einem Marktanteil von 15,4 % entspricht.[1]

Kritiken

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm zeigten mit dem Daumen nach oben und vergaben für Humor und Spannung je einen, für Anspruch zwei von drei möglichen Punkten. Das Fazit lautete: „Spielt wieder elegant auf der Klaviatur der Emotionen“.[2]

Einzelnachweise

  1. Primetime-Check: Freitag 26. September 2025 auf Quotenmeter.de, abgerufen am 27. September 2025.
  2. Käthe und ich: Verhängnisvolle Liebe. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 27. September 2025.