Verband deutscher Unternehmerinnen

Verband deutscher Unternehmerinnen
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 1954 in Köln
Sitz Berlin
Präsidentin Christina Diem-Puello
Mitglieder 1.800
Website www.vdu.de

Der Verband der Unternehmerinnen in Deutschland e. V. (VdU) vertritt seit 1954 als Wirtschaftsverband branchenübergreifend die Interessen von Unternehmerinnen in Politik und Gesellschaft. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

Geschichte

Der VdU wurde 1954 von der Stahlunternehmerin Käte Ahlmann gemeinsam mit 30 weiteren Unternehmerinnen zunächst als Vereinigung von Unternehmerinnen (VvU) in Köln gegründet. Als Vorbild dienten dabei französische Unternehmerinnen, die sich acht Jahre zuvor zu einer eigenen Interessenvertretung zusammengeschlossen hatten. 1991 erfolgte im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands die Umbenennung in Verband deutscher Unternehmerinnen e. V.[1] 2025 erfolgte eine weitere Umbenennung in Verband der Unternehmerinnen in Deutschland e. V. (VdU).[2]

2001 gründeten Mitglieder des VdU die Käte Ahlmann Stiftung mit dem Ziel, junge Unternehmerinnen individuell und über einen längeren Zeitraum zu begleiten und zu fördern. Die Stiftung bietet ein Mentoringprogramm für Unternehmerinnen nach der Gründungs- und in der Wachstumsphase an.[3] Das Gesprächsformat VdU Tea Time bringt seit 2013 regelmäßig Politiker und Unternehmerinnen zu einem Austausch über aktuelle politische Themen bei einer englischen Tea Time zusammen.

Positionen und Forderungen

Neben der Stärkung von Akzeptanz, Gleichstellung und öffentlicher Wahrnehmung der Frau als Unternehmerin sollen erfolgreiche Unternehmerinnen als Vorbilder sichtbar werden. Außerdem sollen in der Politik tätige Unternehmerinnen unterstützt werden. Tätigkeitsschwerpunkte werden bei der Wirtschaftspolitik, der Gleichstellung, MINT & Bildung, der Unternehmensnachfolge und dem Kapitalzugang gesetzt.[3]

Regelmäßig befragt der VdU seine rund 1.800 Mitglieder zu aktuellen Themen, um ein Bild von den Entwicklungen in deren Unternehmen zu und ihren Einschätzungen zu regulatorischen Vorhaben zu erhalten.[4]

Aktuelle Positionspapiere betreffen neben Arbeitsmarkt-, Steuer- und Infrastrukturthemen den Bürokratieabbau, die Digitalisierung und den Arbeitskräftemangel.[5]

Organisation und Führung

Der Bundesvorstand vertritt den Verband nach außen und nimmt die Interessen der Mitglieder in der Öffentlichkeit wahr. Organisatorisch ist der VdU in 15 Landesverbände gegliedert. Seit Oktober 2020 ist Evelyne de Gruyter Geschäftsführerin des VdU.[6] Im Mai 2024 wurde Christina Diem-Puello, Geschäftsführerin der DD Deutsche Dienstrad GmbH, zur neuen Verbandspräsidentin gewählt.[7]

Drei Kommissionen dienen der Mitwirkung der Mitglieder an zentralen Themen des VdU und unterstützen die Aktivitäten des Bundesvorstands.[8]

  • Wirtschaftskommission: Erarbeitung von wirtschafts- und arbeitspolitischen Positionen
  • MINT-Kommission: Unterstützung von Frauen in MINT-Berufen und in Führungspositionen
  • Internationale Kommission: Vertretung des VdU auf internationaler Ebene

Literatur

  • Julia Weisberg, Claudia Große-Leege (Text): Verband deutscher Unternehmerinnen. Unternehmerinnen aus Leidenschaft, Broschüre ca. DIN A6, hrsg. vom Verband deutscher Unternehmerinnen e. V., Berlin: Januar 2014
  • Claudia Große-Leege, Viola Maguerre, Julia Weisberg (Red.): 60 Jahre VdU. Jahresversammlung der Unternehmerinnen. Jubiläumsmagazin, hrsg. vom Verband deutscher Unternehmerinnen e. V., Berlin: 2014
  • Silvia Mazura, Julia Weisberg, Claudia Große-Leege: „Blick zurück, Blick nach vorn“. 60 Jahre Verband deutscher Unternehmerinnen. Hrsg. vom Verband deutscher Unternehmerinnen e. V., Berlin: 2014

Einzelnachweise

  1. VdU Historie. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  2. VdU - News: Unser Verband trägt einen neuen Namen. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  3. a b VdU - Über uns. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  4. VdU - Themen: Wirtschaft und Arbeit. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  5. VdU - Positionspapiere. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  6. Dominik Bath: Evelyne de Gruyter: Kämpferin für mehr Frauen in der Wirtschaft. 22. August 2021, abgerufen am 22. Januar 2025.
  7. VdU - Bundesvorstand. Abgerufen am 22. Januar 2025.
  8. VdU - Kommissionen. Abgerufen am 22. Januar 2025.