Venus im Pelz (1994)
| Film | |
| Titel | Venus im Pelz |
|---|---|
| Originaltitel | Venus in Furs |
| Produktionsland | Niederlande |
| Originalsprache | Niederländisch, Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1994 |
| Länge | 70 Minuten |
| Altersfreigabe | |
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| Regie |
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| Drehbuch |
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| Produktion | Victor Nieuwenhuijs |
| Kamera | Victor Nieuwenhuijs |
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Venus im Pelz (Originaltitel: Venus in Furs) ist ein 1994 in den Niederlanden entstandener Spielfilm nach der Novelle Venus im Pelz von Leopold von Sacher-Masoch. Regie führten die niederländischen Independent-Filmemacher Victor Nieuwenhuijs und Maartje Seyferth.
Handlung
Zu Beginn des Films befinden wir uns im Bett mit dem Protagonisten Severin von Kusiemski und seiner Freundin Wanda von Dunajew. Die beiden schließen einen Vertrag, in dem sich Severin verpflichtet, Wanda nach Belieben zu dienen. Er verrichtet seine Hausarbeiten freudig, bis ihm Bügeln, Gartenarbeit und Bodenwischen nicht mehr genug Befriedigung verschaffen. Severin fordert seine Herrin zu einer ordentlichen Tracht Prügel heraus. Anfangs schlägt sie mit Überzeugung zu, doch bald wird klar, dass sie lieber gekuschelt werden möchte. Aus Liebe spielt sie jedoch weiterhin mit.[2]
Veröffentlichung
Der Film lief im Jahr 1994 auf dem Dutch Film Festival im Wettbewerb[3] sowie auf dem São Paulo International Film Festival.[4] Außerdem wurde er auf dem Internationalen Filmfest in St. Petersburg gezeigt und dort mit dem Preis für Kreativität und Professionalismus ausgezeichnet.[5]
Der Kinostart in den Niederlanden war am 16. März 1995.[4] In Deutschland lief der Film ebenfalls im Kino, zudem erschien der Film am 1. November 1999 auf DVD mit Untertiteln.[1]
Kritik
Der film-dienst bezeichnete den Film als „thematisch werkgetreue Adaption“. Der Film entwickle „bildliche Tableaus, die dem beschriebenen Ritual entsprechen und den Stellenwert der Fantasie für den Masochismus herausstellen“. Gelegentlich schieße der „kulturhistorische Kommentar dabei übers Ziel hinaus“.[6]
Die Filmwebsite kino.de sprach von einer „stilisierten, modernen Fassung“ des Romans, „der das Konzept des Masochismus in die Kulturdebatte einführte“. Was in der Luggi-Waldleitner-Produktion mit Laura Antonelli aus dem Jahr 1968 noch „anti-patriachalisch [sic] und sexualliberal sein sollte“, sei „heute der reinen Phantasie mit Extremwerten gewichen“. Die „durchkomponierte Schwarzweißphotographie, die zwischen Helmut Newton und Robert Mapplethorpe eigene Schattenwege geht“, binde die Aufmerksamkeit, „was den erotischen Ritualen nicht durchgehend gelingt“.[5]
Weblinks
- Venus im Pelz bei IMDb
- Venus im Pelz in der Online-Filmdatenbank
- Screenshots aus dem Film
- Interview mit den Filmemachern (niederländisch)
- Venus im Pelz auf der Website des deutschen DVD-Verleihers zum Film ( vom 13. Oktober 2014 im Internet Archive)
Einzelnachweise
- ↑ a b Angaben zur deutschen DVD-Ausgabe, Online-Filmdatenbank, abgerufen am 8. Oktober 2014.
- ↑ Bart van der Put: Venus in Furs. In: Filmkrant. 31. Januar 1994, abgerufen am 16. Januar 2026 (niederländisch).
- ↑ Derek Elley: Review: ‘Venus in Furs’. Variety, 10. Oktober 1994, abgerufen am 8. Oktober 2014 (englisch).
- ↑ a b Release Info. Venus im Pelz (1994). Internet Movie Database, abgerufen am 8. Oktober 2014.
- ↑ a b Venus im Pelz. In: Kino.de. Abgerufen am 8. Oktober 2014.
- ↑ Venus im Pelz. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 8. Oktober 2014.