Vanessa Zobel

Vanessa Zobel (* 8. Februar 1988 in Bremervörde) ist eine deutsche Politikerin (CDU).[1] Sie ist seit März 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.[1][2]

Leben

Vanessa Zobel besuchte von 2005 bis 2007 die Stader Privatschule, die sie mit der Fachhochschulreife abschloss. Ab 2007 absolvierte sie ihre Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Commerzbank in Stade, die sie 2009 abschloss. Der Commerzbank blieb sie bis Dezember 2021 treu. Ab Januar 2022 arbeitete sie bis zu ihrem Einzug in den Deutschen Bundestag in der Privatkundenberatung bei der Volksbank Osterholz Bremervörde. Zobel ist mit einem Berufssoldaten verheiratet. Sie leben mit ihren beiden Kindern in Mehedorf.

Ihre Eltern betreiben ein Autohaus mit angeschlossener Kfz-Werkstatt in Bremervörde.[3][4]

Politik

2016 trat Zobel der CDU bei. Im selben Jahr zog sie in den Stadtrat von Bremervörde ein und wurde Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Mehedorf. Seit 2021 ist sie außerdem stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bremervörde. Zusätzlich ist Zobel Beisitzerin im Vorstand des CDU-Kreisverbandes Rotenburg (Wümme).

Im Jahr 2024 wurde Zobel zur CDU-Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2025 im Bundestagswahlkreis Stade I – Rotenburg II gewählt, außerdem erhielt sie den 15. Platz auf der Landesliste der CDU in Niedersachsen.[5] Während des Wahlkampfes lag ihr Fokus in den Politikbereichen Finanzen, Wirtschaft und Verteidigung. Die Wahl gewann sie direkt mit 36,3 % der abgegebenen Erststimmen.[6]

Im Bundestag ist Zobel ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen Haushalt, Finanzen und Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen.

Politische Positionen

Zobel bezeichnet sich als Mitglied der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU (MIT) und setzt sich für marktwirtschaftliche Prinzipien ein.

Sie kritisiert bürokratische Hindernisse im Baurecht und bei Genehmigungsverfahren für Energieprojekte und fordert eine Dezentralisierung von Entscheidungsprozessen auf kommunale Ebene.[3][2]

Energiepolitik

Zobel sieht Biomasse als flexible, grundlastfähige Energiequelle die eine zentrale Rolle in der Energiewende spielen kann, insbesondere während sogenannter Dunkelflauten. Sie arbeitet an einem „Biomassepaket 2.0“ für auslaufende Altanlagen und setzt sich für Bürokratieabbau sowie verbesserte Netzanschlussbedingungen für Biogasanlagenbetreiber ein.[3][2] Sie befürwortet den Ausbau von Windenergie und sieht Biomasse als komplementäre Ergänzung zu Wind- und Solarenergie.[4][2]

Als Berichterstatterin für Bidirektionales Laden setzt sie sich außerdem für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und Smart Meter, sowie den Abbau rechtlicher Hürden wie der Doppelbesteuerung, ein.

Einzelnachweise

  1. a b Biografie der Abgeordneten Vanessa Zobel, MdB. In: Bundestag. Deutscher Bundestag, 23. Februar 2025, abgerufen am 23. Februar 2025.
  2. a b c d Patrick Pehl: Vanessa Zobel möchte Garantien für Bioenergie. In: Agrarzeitung. Deutscher Fachverlag, 2. Oktober 2025, archiviert vom Original; abgerufen am 3. Oktober 2025.
  3. a b c Patrick Pehl: „Biomasse ist unser Erneuerbaren-Schnellboot“. In: agrarzeitung. Nr. 40. dfv Mediengruppe, 2. Oktober 2025, ISSN 1869-9707, S. 4–5 (archive.org).
  4. a b Patrick Pehl: Vanessa Zobel (CDU) möchte Garantien für Bioenergie. In: agrarzeitung.de. Deutscher Fachverlag, Berlin 1. Oktober 2025 (agrarzeitung.de [abgerufen am 2. Oktober 2025]).
  5. CDU Niedersachsen: Bundestagskandidaten 2025 (Niedersachsen, CDU). In: Homepage der CDU Niedersachsen. Abgerufen am 23. Februar 2025.
  6. Wahlergebnis (Erststimmen) für die Bundestagswahl 2025. In: Votemanager. Abgerufen am 23. Februar 2025.