Uta Graff
Uta Graff (* 1970 in Kiel) ist eine deutsche Architektin und Universitätsprofessorin.
Werdegang
Uta Graff studierte Architektur an der Technischen Universität Braunschweig und an der ETH Zürich und war als Architektin bei Peter Zumthor in der Schweiz und bei gmp Architekten von Gerkan Marg und Partner in Berlin tätig. Sie arbeitete als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Architektur der Universität der Künste Berlin (UdK) im Bereich Entwerfen und Städtebau bei Prof. Alfred Grazioli und im Bereich Stadterneuerung und Entwerfen bei Prof. Adolf Krischanitz und hatte verschiedene Lehraufträge im Studiengang Architektur der UdK inne. Als Gastprofessorin lehrte sie an der CDK im Chinesisch-Deutschen Masterstudiengang der China Academy of Art in Hangzhou, China, und am UNI.K, dem Studio für Klangkunst und Klangforschung der UdK Berlin. Von 2010 bis 2012 war Uta Graff Professorin im Studiengang Architektur der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg. Seit 2012 ist sie Ordinaria des Lehrstuhls für Entwerfen und Gestalten am Department of Architecture der TUM School of Engineering and Design der Technischen Universität München TUM.
Uta Graff ist Mitglied der Bayerischen Architekten Kammer und des Deutschen Werkbunds Bayern. Sie ist als Gutachterin und Mitglied in Berufungskommissionen an zahlreichen Hochschulen und Universitäten und als Jurymitglied bei Wettbewerbsverfahren tätig.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Ferdinand Ludwig und Dr. Katharina Voigt ist sie Initiatorin und Lead Editor der internationalen wissenschaftlichen Publikation Dimensions. Journal of Architectural Knowledge, die zweimal jährlich bei transcript erscheint.
Bauwerke
Als Projektleiterin bei Peter Zumthor:
- 2000: Schweizer Pavillon – Expo 2000, Hannover
In Partnerschaft mit Glass Kramer Löbbert:
Auszeichnungen und Preise
- 2014: Anerkennung – Gestaltungspreis der Wüstenrot Stiftung für envihab, Köln-Porz[1]
- 2014: Preis des Deutschen Stahlbaues für envihab, Köln-Porz[2]
- 2015: Anerkennung – Deutscher Architekturpreis für envihab, Köln-Porz[3]
- 2017: Kölner Architekturpreis für envihab, Köln-Porz[4]
Publikationen
- mit Ferdinand Ludwig, Katharina Voigt (Hg.): Dimensions. Journal of Architectural Knowledge.
- Querschnitt. Fachbereich Architektur - Technische Universität Braunschweig. Verlag das Beispiel Darmstadt 1995
- mit Universität der Künste Berlin (Hg.): Adolf Krischanitz: Architektur ist der Unterschied zwischen Architektur. Hatje Cantz, Ostfildern 2010 mit Beiträgen von Hermann Czech, Otto Kapfinger und Marcel Meili
- Skizze, Zeichnung, Modell. Elementare Werkzeuge des architektonischen Entwerfens. Aviso, Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst in Bayern. 2018 (1)
- In Material gedacht / Thinking through Material. mit Beiträgen von Andreas Bründler, Piero Bruno und Thomas Kröger, Edition Detail, München 2018, ISBN 978-3-95553-464-6
- mit Dietrich Fink, Nils Rosteck, Julian Wagner (Hg.): Architects on Architects. Hirmer Verlag, München 2019, Deutsche Ausgabe ISBN 978-3-7774-3309-7, Englische Ausgabe ISBN 978-3-7774-3504-6
- mit Katleen Nagel, Felix Zeitler (Hg.): Schwarze Räume. Ein architektonisches Phänomen / Black Spaces. An Architectural Phenomenon. mit Beiträgen von Donatella Fioretti, Astrid Staufer und Francesca Torzo. Edition Detail. 2020. ISBN 978-3-95553-512-4
- mit Ferdinand Ludwig, Katharina Voigt (Hrsg.): Research Perspectives in Architecture, Dimension. Journal of Architectural Knowledge, issue 01, transcript, 2021. (Digitalisat)
- mit Hannah Rochelt und Jonas Virsik (Hg.): Spuren. Lesarten von Landschaften und Räumen / Traces. Reading Landscape and Space. Edition Detail, München 2024. ISBN 978-3-95553-646-6
- mit Benita Meißner (Hg): Ressource Research Reset. Transformationen saktraler Räume. DG Kunstraum, 2025, ISBN 978-3-932322-64-8
Weblinks
- TU München: Offizielle Website zu Uta Graff
Einzelnachweise
- ↑ Gestaltungspreis - Baukultur in Deutschland. In: Wüstenrot Stiftung. 6. März 2015, abgerufen am 20. Mai 2022 (deutsch).
- ↑ BauNetz: Kubus von großer Klarheit - Deutscher Stahlbaupreis 2014 verliehen. 28. April 2014, abgerufen am 20. Mai 2022.
- ↑ Deutscher Architekturpreis 2015. Abgerufen am 20. Mai 2022.
- ↑ :envihab – Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. In: Kölner Architekturpreis. Abgerufen am 20. Mai 2022 (deutsch).