Uruk-Warka-Sammlung Heidelberg

Die Uruk-Warka-Sammlung ist eine Sammlung von Funden der archäologischen Ausgrabungen in Uruk, heute Warka, im Südirak. Als Leihgabe des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) befindet sie sich in der Universität Heidelberg. Die Sammlung ist zurzeit nicht öffentlich ausgestellt und nur auf Voranmeldung zugänglich.

Die Funde der Uruk-Warka-Sammlung stammen vor allem aus Grabungskampagnen des DAI zwischen 1953/54 und 1968/69, als aufgrund von Fundteilung unter dem damaligen Ordinarius Adam Falkenstein viele Gegenstände an das orientalische Institut der Universität gelangten. Diese Gegenstände entstammen einem Zeitraum von sechs Jahrtausenden (frühes Chalkolithikum bis Sassanidenzeit) und bestehen aus Skulpturen, Baudekorationen, Metallgegenständen, Keramik, Siegel und Siegelabrollungen sowie Schmuck. Einige dieser Gegenstände stellen weltweite Unikate dar. Ein besonderer Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Zeugnissen der Schriftgeschichte, die teilweise auch von anderen Fundorten stammen und die Entwicklung von Schrift vom frühen 4. Jahrtausend vor Christus bis zum Ende der Keilschrift in den letzten Jahrhunderten vor Christus nachzeichnen. Nach den Sammlungen des British Museum, des Louvre und des Vorderasiatischen Museums Berlin ist die Heidelberger Uruk-Warka-Sammlung die viertgrößte und -bedeutendste Sammlung ihrer Art in Europa.

Erstmals wurden die Funde der Uruk-Warka-Sammlung zwischen dem 600. Gründungsjubiläum der Universität 1986 und dem 39. Rencontre Assyriologique Internationale in Heidelberg 1992 gezeigt; der Zugang war jedoch auf Fachpersonal beschränkt. Seit 1995 war die Ausstellung an zwei Tagen pro Woche für die Allgemeinheit geöffnet, ist jedoch seit Anfang der 2010er Jahre aufgrund langwieriger Umbauarbeiten wieder nur noch zu Lehr- und Forschungszwecken zugänglich.[1] Nach der Wiedereröffnung soll die Sammlung nach Voranmeldung auch wieder für die Allgemeinheit geöffnet werden.[2]

Personal

Die wissenschaftliche Leitung obliegt üblicherweise der Professur mit Schwerpunkt Sumerologie.

Direktoren

Kuratoren

Einzelnachweise

  1. Geschichte der Uruk-Warka-Sammlung - Heidelberg Zentrum Kulturelles Erbe. Abgerufen am 17. Januar 2026.
  2. Weitere Informationen - Heidelberg Zentrum Kulturelles Erbe. Abgerufen am 17. Januar 2026.
  3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den altertumswissenschaftlichen Sammlungen im HCCH. Abgerufen am 25. Mai 2019.

Koordinaten: 49° 24′ 41,8″ N, 8° 42′ 21,8″ O