Ursulinenkloster Duderstadt

Das Ursulinenkloster Duderstadt ist ein Kloster der Ursulinen in Duderstadt im südlichen Niedersachsen in der Diözese Hildesheim.

Geschichte

Im Jahre 1700 wurde das Kloster in Duderstadt von Erfurter Ursulinen gegründet. Es sollte der Erziehung und Bildung junger Mädchen im nördlichen Eichsfeld dienen.

Zwischen 1735 und 1740 wurde das Kloster erweitert. Das Kloster besteht heute aus mehreren Gebäudeteilen: dem Konventgebäude, der 1889–1890 neu erbauten Liebfrauenkirche, einem Gästebereich und einem Garten. Die mit der Kirche verbundenen Klostergebäude wurden im Fachwerkstil errichtet.[1] Während des Kulturkampfes wurde das Kloster von 1875 bis 1887 geschlossen. Im Zweiten Weltkrieg war im Kloster von 1941 bis 1945 ein Lazarett untergebracht.

Beim letzten Umbau der Liebfrauenkirche[2] im Jahr 2007 wurden in den Fundamenten der Apsis die Gebeine der Gründerin und ersten Oberin des Duderstädter Konvents Mutter Clara-Eugenia von Ebelsbach, wieder aufgefunden. Jetzt haben sie im Apsisraum den ihnen zukommenden Ruheraum als Grablege.[3]

Im Gästebereich können Gäste am Klosterleben auf Zeit teilhaben, Seminare besuchen und Tagungen ausrichten. Zudem finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Vorträge statt.[4]

2015 hat der Konvent das gesamte Kloster in eine Stiftung umgewandelt. Oberin ist Sr. Barbara Wien OSU.[1]

Der Verein zur Förderung des Ursulinenklosters Duderstadt e.V. ist ein Freundeskreis, der sich die Aufgaben und Anliegen des Klosters in Duderstadt zu eigen macht und mitgestalten will.

Literatur

  • Festschrift aus Anlaß der 250 Jahrfeier der Gründung des Ursulinerinnenklosters zu Duderstadt. Verlag Mecke Duderstadt 1950.
  • Liebfrauenkirche Duderstadt, Konvent der Ursulinen, Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2008. ISBN 978-3-936617-96-2
  • Justina Kaboth, Thomas Scharf-Wrede: Das Ursulinenkloster Duderstadt in Geschichte und Gegenwart. Hildesheimer Chronik, Band 6, Hildesheim/Bielefeld 2000.
  • Justina Kaboth: Es kommt oft anders, als man denkt : die Auswirkungen der Bismarckschen Kulturkampfgesetze auf den Duderstädter Ursulinenkonvent. Hildesheimer Chronik, Band 20, Verlag Bernward Hildesheim 2011.
Commons: Ursulinenkloster (Duderstadt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Die Geschichte der Ursulinen in Duderstadt
  2. Klosterkirche Liebfrauen des Ursulinenkonvents
  3. Sr. Justina Kaboth OSU: Liebfrauenkirche Duderstadt, 2008, Seite 9
  4. Ursulinenkloster Duderstadt / Aktuelles

Koordinaten: 51° 30′ 32″ N, 10° 15′ 22,7″ O