Ursula Lillig
Ursula Lillig (* 2. September 1938 in Magdeburg; † 16. Juni 2004 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Biografie
Ursula Lillig arbeitete von etwa 1954 bis 1957 am Stadttheater in Mainz.[1][2] Danach war sie an weiteren Bühnen tätig, spielte aber auch in Kino- und Fernsehfilme mit. Einem breiten Publikum wurde sie in der Hauptrolle als Leutnant Helga Legrelle, verantwortlich für die Raumüberwachung des Raumschiffs Orion, in der 1965 hergestellten Fernsehserie Raumpatrouille bekannt.
Zwischen 1968 und 1977 wohnte sie in Berlin, Steglitzer Damm 86a, und lebte dort zusammen mit dem Bildhauer und Bühnenbildner Manuel Diez-Rollan (1924–2009),[3] Vater des Bildhauers Manuel Donato Diez. Anschließend verzogen Lillig und Diez-Rollan nach Frankfurt am Main, wo sie erneut am Theater tätig wurde.
Weitere Film- und Fernsehrollen hatte sie in Der Schlaf der Gerechten, Bis zum Ende aller Tage, In einem Jahr mit 13 Monden oder Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit.
Daneben war Ursula Lillig in der Synchronisation tätig. Sie erlag im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden.
Filmografie
- 1958: Was ihr wollt (Fernsehfilm)
- 1958: Der Tod auf dem Rummelplatz (Fernsehfilm)
- 1958: Unser Herr Vater (Fernsehfilm)
- 1959: Der zerbrochene Krug (Fernsehfilm)
- 1961: Adieu, Prinzessin (dreiteiliger Fernsehfilm)
- 1961: Bis zum Ende aller Tage
- 1962: Der Schlaf der Gerechten (Fernsehfilm)
- 1963: Ein besserer Herr (Fernsehfilm)
- 1966: Raumpatrouille (Fernsehserie, sieben Folgen)
- 1968: Das Kriminalmuseum (Fernsehserie, Folge: Die Reifenspur)
- 1969: Attentat auf den Mächtigen (Fernsehfilm)
- 1971–1973: Drüben bei Lehmanns (Fernsehserie, sechs Folgen)
- 1978: In einem Jahr mit 13 Monden
- 1981: Irrgarten – Marco Ruschiz’ Fahrt zu den Wolken (Fernsehfilm)
- 1985: Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit
- 1993: Der große Bellheim (Fernseh-Mehrteiler)
- 1994: Happy Birthday Bavaria – 75 Jahre Bavaria Filmstudios (Unterhaltungssendung)
- 1997: Polizeiruf 110: Feuertod (Fernsehreihe)
- 2003: Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino
Hörspiele
- 1959: Faust 2 (Dryas) – Regie: Gustaf Gründgens mit Will Quadflieg
- 1961: Flavio – Regie: Günter Siebert, mit Gustav Rothe, Walter Jokisch, Eberhard Gagern
- 1962: Die Kartothek (Die Muntere) – Regie: Horst Loebe, mit Günther Tabor, Ehmi Bessel, Werner Hinz
- 1962: Wie gut, daß Du ein Mordskerl bist (Jean) – Regie: Günter Siebert, mit Günther Schramm, Walter Jokisch, Günther Stoll
- 1962: Nah ist und schwer zu fassen der Gott (Giuliana) – Regie: Gert Westphal, mit Volker Brandt, Herbert Stass, Günther Schramm
- 1965: Abgrund (Lisa) – Regie: Erich Köhler, mit Jürgen Thormann, Dorothea Wieck
- 1978: Für eine Mark und acht (Frau im Radio) – Regie: Hermann Treusch, mit Michael Benn, Florentin Groll, Sven Christian Habich
- 1978: Protokoll einer Sitzung – Regie: Hermann Treusch, mit Vadim Glowna, Heinz-Werner Kraehkamp, Heide Simon
- 1981: Opa ist einfach Zucker (Mutter Brösel) – Regie: Gisela Corves, mit Heinrich Sauer, Stefan Viering, Sabine Sumera
- 1986: Liebe (Betrunkene Frau) – Regie: Hans Drawe, mit Bettina Spier, Tayfun Bademsoy, Brigitte Grothum
- 1987: Die Tagesmutter (Frau Steinberg) – Regie: Eran Baniel, mit Maria Wimmer, Donata Höffer, Fritz Lichtenhahn
- 1988: Rekordversuch – Regie: Hans Drawe, mit Klaus Wildbolz, Werner Kreindl, Evelyn Hamann
- 1989: Nicht mit mir – Regie: Burkhard Schmid, mit Heinz Meier
- 1989: Der VHS-Kurs – Regie: Ferdinand Ludwig, mit Hans Kemner, Siemen Rühaak, Wolfgang Höper
- 1992: Geschichte eines Flusses – Regie: Burkhard Schmid, mit Wolfgang Reinsch, Karoline Naab, Jan Munoz
- 1992: Sonntagsausflug der Familie Fisch – Regie: Burkhard Schmid, mit Jörg Ratjen, Marianne Mosa, Helmut Winkelmann
- 1994: Altersvorsorge – Regie: Marlene Renner, mit Eva Garg, Ulrike Bliefert
- 1995: Auf der anderen Seite – Regie: Marlene Renner, mit Gunda Aurich, Anne Schmidt-Krayer, Eva Garg
- 1995: Gabriels Message – Regie: Burkhard Schmid, mit Michael Quast, Jörg Ratjen, Wolfram Koch
Weblinks
- Ursula Lillig bei IMDb
- Ursula Lillig in der Synchrondatenbank von Arne Kaul
Einzelnachweise
- ↑ Adressbuch für den Stadtkreis Mainz [1953/54]. Band 63. Mainz 1954, S. 215.
- ↑ Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch, Spielzeit 1957/58. Band 66, 1958, ISSN 0070-4431, S. 287.
- ↑ Landespostdirektion Berlin (Hrsg.): Amtliches Fernsprechbuch 1 für den Bezirk der Landespostdirektion Berlin, Ausgaben 1968–1977. Berlin.