Urbano Fieschi

Urbano Fieschi (* im 15. Jahrhundert; † 1524) war ein italienischer Bischof in Frankreich und Italien.

Er ist nicht zu verwechseln mit seinem gleichnamigen Onkel, der von 1472 bis 1485 Bischof von Frejus war.

Leben und Karriere

Urbano II. Fieschi entstammte dem genuesischen Adelsgeschlecht der Fieschi. Er war der Neffe des Kardinals Niccolò Fieschi, seit 1495 Bischof von Fréjus. Am 5. November 1511 trat der Kardinal zugunsten seines Neffen als Bischof von Fréjus zurück, was seit 1507 geplant war. Da Urbano noch nicht das für einen Bischof kirchenrechtlich vorgeschriebene Alter erreicht hatte, trug er zwar den Titel „Gewählter Bischof von Fréjus“, die Amtsgewalt lag jedoch ab dem 12. Oktober 1512 in den Händen des Generalvikars Jean-Baptiste de Nigris († 1515).[1]

Noch im selben Jahr 1512 wurde Urbano Fieschi, wiederum als Nachfolger seines Onkels, Kommendatarabt der Abteien Selvamonda[2] bei Arezzo und San Vigilio in Siena. Am 4. November 1517 erbte er von seinem Onkel zusätzlich zum Bistum Fréjus noch das Erzbistum Ravenna. Am 26. April 1523 waren beide Prälaten in Fréjus anwesend.[3] Er starb 1524. Sein Geburtstag ist nicht bekannt. Ob er je zum Bischof geweiht wurde, ist nicht gesichert.

Literatur

  • Hippolyte Espitalier (1844–1905): Les évêques de Fréjus du XIIIe à la fin du XVIIIe Siècle. Draguignan 1898, S. 139–146. (online)

Einzelnachweise

  1. https://www.chapitre-frejus-toulon.fr/index.php/son-histoire/liste-des-chanoines-de-frejus/2-uncategorised/765-famille-de-nigris
  2. Laurent Henri Cottineau: Répertoire topo-bibliographique des abbayes et prieurés. 3 Bde. Protat, Mâcon 1939–1970. Nachdruck: Brepols, Turnhout 1995, Spalte 3000
  3. Espitalier 1898, S. 145