Untermanndorf

Untermanndorf
Gemeinde Reckendorf
Koordinaten: 50° 2′ N, 10° 50′ O
Höhe: 253 m ü. NHN
Einwohner: 17 (1. Jan. 2025)[1]
Postleitzahl: 96182
Vorwahl: 09544

Untermanndorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Reckendorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Untermanndorf liegt in der Gemarkung Laimbach.[3]

Geografie

Der Weiler Untermanndorf bildet mit dem Dorf Obermanndorf im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese liegt auf freier Flur am linken Ufer der Baunach. Durch den Ort verläuft die Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach. Es gibt einen Bedarfshalt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Obermanndorf (0,3 km westlich) bzw. nach Zeitzenhof (0,7 km südöstlich).[4]

Geschichte

Manndorf dürfte wohl spätestens im 8./9. Jahrhundert entstanden sein. Der Ortsname bedeutet ‚Dorf des Manno‘ oder ‚Mann(lehen)dorf‘. Die Unterscheidung in „Ober-“ und „Unter-“ ist erst seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts belegt.[5]

Untermanndorf bildete mit Obermanndorf eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Untermanndorf aus 5 Anwesen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Medlitz aus. Alleiniger Grundherr waren Freiherren von Rotenhan zu Rentweinshof.[6]

Im Jahre 1802 kam Untermanndorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Untermanndorf der Ruralgemeinde Laimbach zugewiesen. Drei Anwesen unterstanden bis 1848 dem Patrimonialgericht Gereuth.[7] Am 1. Juli 1971 wurde die Untermanndorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Reckendorf eingemeindet.[8]

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001852 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002025
Einwohner 13 30 33 35 26 25 24 26 35 23 21 13  *17
Häuser[9] 2 6 6 4 4 4 4 4 4
Quelle [7] [7] [7] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

Religion

Untermanndorf ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind bis heute nach Heilige Dreifaltigkeit (Rentweinsdorf) gepfarrt. Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt,[19] seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Nikolaus (Reckendorf) zuständig.[14]

Literatur

Fußnoten

  1. a b Einwohnerzahlen der Gemeinde Reckendorf mit Ortsteilen. In: reckendorf.de. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
  2. Gemeinde Reckendorf, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 3. Dezember 2025.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Dezember 2025.
  4. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. Untermanndorf auf der Website reckersdorf.de
  6. I. Maierhöfer: Ebern, S. 222.
  7. a b c d I. Maierhöfer: Ebern, S. 307.
  8. Reckendorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 3. Dezember 2025.
  9. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1142, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1296, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1230 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1308 (Digitalisat).
  14. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1343 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1176 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 860 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 291 (Digitalisat).
  19. I. Maierhöfer: Ebern, S. 208.