Untere Mark

Untere Mark bezeichnet ein Waldgebiet, eine Gemarkung und ein ehemaliges gemeindefreies Gebiet im oberfränkischen Landkreis Forchheim.

Gemarkung

Die Gemarkung hat eine Fläche von 1703,24 Hektar[1] und hat je einen Gemarkungsteil auf dem Gebiet der Stadt Forchheim und der Gemeinden Hallerndorf, Hausen und Heroldsbach.[2] Sie verteilte sich zum Stichtag 31. Dezember 2021 folgendermaßen auf die Gemeinden:

  • Stadt Forchheim (Gemarkungsteil 0): 439,3641 ha
  • Hallerndorf (Gemarkungsteil 1): 975,2873 ha
  • Hausen (Gemarkungsteil 2): 259,0345 ha
  • Heroldsbach (Gemarkungsteil 3): 30,0482 ha

Waldgebiet

Der Forst Untere Mark ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Westen der Stadt Forchheim, das sich aus dem Staatsforst Untere Mark, Forchheimer Stadtwald und Privatwald zusammensetzt. Das FFH-Gebiet 6231-371 („Waldgebiet Untere Mark“) nimmt 826,2 Hektar der Gemarkung ein und beherbergt verschiedene geschützte Arten, unter anderem Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Kammmolch, Steinkrebs, und Eremit.[3]

Dieses FFH-Gebiet umfasst die bayerischen Naturwaldflächen 4441, 4444, und 4452.

Gemeindefreies Gebiet

Die Untere Mark war ein gemeindefreies Gebiet mit dem AGS 09474451 und einer Fläche von zuletzt 1708,51 Hektar, das zum 1. Januar 1998 aufgelöst und in die Gemeinden Forchheim, Hallerndorf, Hausen und Heroldsbach eingegliedert wurde.

Geschichte

Die Bodendenkmäler in der Gemarkung beinhalten mehrere vorgeschichtliche Bestattungsplätze mit sichtbaren Grabhügeln sowie Pingenfelder und Steinbruchareale des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Ein geowissenschaftlich besonders wertvoller aufgelassener Steinbruch im Angulatensandstein wird im bayerischen Geotopkataster als Geotop 474A004 geführt und wurde als Typlokalität eines hier vorkommenden Sandsteins vorgeschlagen.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Untere Mark. Abgerufen am 8. November 2023.
  2. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.
  3. Waldgebiet Untere Mark. Bundesamt für Naturschutz, abgerufen am 31. Juli 2025.
  4. Wolfgang Schirmer: Forchheim-Sandstein in loco Angulaten-Sandstein. In: Geologische Blätter, 71, 1, 2023, S. 1–20; doi:10.23689/fidgeo-5684.

Koordinaten: 49° 43′ 58″ N, 11° 0′ 20″ O