Unserfrau-Altweitra
Unserfrau-Altweitra
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|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Land: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Gmünd | |
| Kfz-Kennzeichen: | GD | |
| Hauptort: | Unserfrau | |
| Fläche: | 40,20 km² | |
| Koordinaten: | 48° 43′ N, 14° 54′ O | |
| Höhe: | 514 m ü. A. | |
| Einwohner: | 997 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3970 | |
| Vorwahl: | 02856 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 09 39 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Unserfrau 21 3970 Unserfrau | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Othmar Kowar (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (19 Mitglieder) |
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| Lage von Unserfrau-Altweitra im Bezirk Gmünd | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Unserfrau-Altweitra ist eine Gemeinde mit 997 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.
Geografie
Unserfrau-Altweitra liegt im westlichen Waldviertel, südlich von Gmünd an der Lainsitz. Die Fläche der Gemeinde umfasst 40,19 km². 45,17 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Über die Straße, welche Pyhrabruck in nordwestlicher Richtung verlässt, erreicht man die tschechische Nachbarstadt Nové Hrady (Gratzen).
Im Westen der Gemeinde fließt im Luigraben südlich von Pyhrabruck der Gratzenbach, der bei Nové Hrady in die Strobnitz mündet.
Gemeindegliederung
Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):
- Altweitra (257) mit der Siedlung Am Waller
- Heinrichs bei Weitra (197) mit Edenhof, Göllitzhof und Würgelhäusl
- Ober-Lembach (82)
- Pyhrabruck (50)
- Schagges (89)
- Ulrichs (89) mit Friedrichshof
- Unserfrau (233)
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altweitra, Heinreichs bei Weitra, Oberlembach, Pyhrabruck, Schagges, Ulrichs und Unserfrau.
Bei Heinrichs liegt eine Differenz zwischen dem Namen der Katastralgemeinde und jenem der Siedlung vor. Die Katastralgemeinde führt den Namen Heinreichs bei Weitra, während der Ort Heinrichs bei Weitra heißt.
Nachbargemeinden
| Nové Hrady (CZ) | ||
| Großdietmanns | ||
| Moorbad Harbach | Weitra |
Geschichte
Die Gemeinde Unserfrau-Altweitra wurde im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung zum Jahresbeginn 1971 durch Fusion der Gemeinden Altweitra, Heinrichs bei Weitra, Oberlembach, Pyhrabruck, Schagges, Ulrichs und Unserfrau gebildet.[2]
Einwohnerentwicklung
| Unserfrau-Altweitra: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.434 | |||
| 1880 | 1.481 | |||
| 1890 | 1.459 | |||
| 1900 | 1.455 | |||
| 1910 | 1.496 | |||
| 1923 | 1.375 | |||
| 1934 | 1.343 | |||
| 1939 | 1.225 | |||
| 1951 | 1.352 | |||
| 1961 | 1.195 | |||
| 1971 | 1.116 | |||
| 1981 | 1.019 | |||
| 1991 | 983 | |||
| 2001 | 1.016 | |||
| 2011 | 1.003 | |||
| 2021 | 1.008 | |||
| 2025 | 997 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Katholische Pfarrkirche Heinrichs bei Weitra Mariä Himmelfahrt
- Katholische Pfarrkirche Unserfrau Mariä Geburt: Die Mariä Geburt geweihte Pfarrkirche in Unserfrau ist eine ehemalige Wehranlage mit Ostturm. Sie beinhaltet unter anderem eine qualitätvolle Marienstatue von 1440, ein Sakramentshäuschen am Übergang von der Gotik zur Frührenaissance von 1525 und einen Christus an der Geißelsäule aus dem 18. Jahrhundert. Die später als Karner benützte Ursprungskapelle enthält qualitätvolle Fresken von 1520.
- Katholische Filialkirche Altweitra Hll. Peter und Paul
- Ortskapelle Oberlembach
- Ortskapelle Schagges
Wirtschaft und Infrastruktur
Nach einer Erhebung von 1999 gab es in Unserfrau-Altweitra 136 landwirtschaftliche Betriebe. Die Volkszählung von 2001 wies 23 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, 453 Erwerbstätige am Wohnort und eine Erwerbsquote von 46,85 % aus.
Verkehr
Durch das Ortsgebiet von Altweitra führt die Gmünder Straße (B 41), an die über eine kleinere Landstraße auch die Ortschaft Unserfrau angebunden ist.
Zwischen Unserfrau und Altweitra betreiben die Waldviertler Schmalspurbahnen die Halte- und Ladestelle Alt Weitra.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 3 SPÖ.
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP und 3 SPÖ.[3]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ.[4] (15 Mitglieder)
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 2 SPÖ und 2 Liste Pesendorfer.[5]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 2 SPÖ und 2 Unabhängige Bürgerliste.[6]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 2 SPÖ und 2 Unabhängige Bürgerliste.[7]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 2 SPÖ und 1 Unabhängige Bürgerliste.[8]
- Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 3 FPÖ und 1 SPÖ.[9]
Bürgermeister
- bis 2010 Rudolf Müllner (ÖVP)
- seit 2010 Otmar Kowar (ÖVP)[10]
Wappen
Das Wappen wurde 2004 verliehen. Blasonierung: „Geteilt von Gold und Grün, oben balkenweise zwei goldbebutzte, silberbespitzte rote Rosen, unten eine silberne Kartoffelblüte, erhöht um einen silbernen Wellenbalken.“[11]
Wappenerklärung: Die beiden roten Rosen in der oberen Hälfte des Wappens stehen für die beiden Pfarrkirchen Mariä Geburt in Unserfrau und Mariä Himmelfahrt in Heinreichs, während die weiße Blüte in der unteren Hälfte an den von Maria Theresia angeordneten Anbau der Erdäpfel in Pyhrabruck, dem ersten im Kaisertum Österreich, erinnert. Die silberne Welle steht für die Lainsitz, die goldene Tingierung im Wappen symbolisiert den Getreideanbau, die grüne den Waldreichtum.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- 2016: Ernst Skrička (1946–2020), Grafiker und Maler[12]
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Ambros Ebhart (* 1952), Abt des Stiftes Kremsmünster seit 2007
Literatur
- Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg: Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 42–43,1192–1194.
- Franz Eppel: Das Waldviertel, seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. Salzburg 1989, ISBN 3-900173-01-X.
Weblinks
- 30939 – Unserfrau-Altweitra. Gemeindedaten der Statistik Austria
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF) , abgerufen am 3. Mai 2024
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Unserfrau-Altweitra. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 3. Juni 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Unserfrau-Altweitra. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 3. Juni 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Unserfrau-Altweitra. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 3. Juni 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Unserfrau-Altweitra. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 3. Juni 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Unserfrau-Altweitra. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 26. April 2019.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Unserfrau-Altweitra. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 3. Juni 2020.
- ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2025 in Unserfrau-Altweitra. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2025, abgerufen am 19. Februar 2025.
- ↑ Führung. In: Website der Gemeinde Unserfrau-Altweitra. Abgerufen am 14. Januar 2021.
- ↑ Gedächtnis des Landes – Orte: Unserfrau. Niederösterreichische Museum BetriebsgesmbH, abgerufen am 16. November 2022.
- ↑ Karin Pollak: Trauer um Künstler Ernst Skrička. In: noen.at. 23. Juni 2020, abgerufen am 4. März 2021.