Universitätsmuseum Hamburg
| Daten | |
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| Ort | Hamburg |
| Art |
Hochschul- und Wissenschaftsmuseum
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| Eröffnung | 2019 |
| Betreiber | |
| Website | |
Das Universitätsmuseum Hamburg ist ein Museum der Universität Hamburg mit Sitz im Hauptgebäude an der Edmund-Siemers-Allee im Stadtteil Rotherbaum. Es dokumentiert die Geschichte der Universität sowie die Entwicklung von Forschung, Lehre und Hochschulkultur seit der Gründung 1919. Das Museum ist zugleich ein Ort der Wissenschaftskommunikation und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen zu aktuellen Forschungsthemen.
Geschichte
Das Universitätsmuseum befindet sich im historischen Hauptgebäude, das 1911 als „Vorlesungsgebäude am Dammtor“ errichtet wurde, acht Jahre vor der offiziellen Gründung der Universität Hamburg im Jahr 1919.[1] Das Museum entstand aus den universitären Sammlungen und Archiven und wurde 2019 im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Universität Hamburg“ eröffnet.[2]
Ausstellung und Themen
Dauerausstellung
Die Dauerausstellung „100! Geschichte und Gegenwart der Universität Hamburg“ präsentiert über 300 Exponate aus mehr als einem Jahrhundert Universitätsgeschichte. Sie behandelt unter anderem:
- die Gründungsphase der Universität,
- ihre Entwicklung in der Weimarer Republik,
- die Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus,
- die studentischen Proteste der 1960er Jahre
sowie aktuelle Forschungsprojekte und gesellschaftliche Themen wie Kolonialgeschichte, Wissenschaft und Stadtgesellschaft.[1] Die Ausstellung ist barrierefrei und kann auch über einen digitalen Rundgang erkundet werden.[3]
Sonder- und Wechselausstellungen
Das Museum zeigt regelmäßig thematische Sonderausstellungen, die häufig in Kooperation mit Studierenden, Forschenden und externen Künstlerinnen und Künstlern entstehen. Beispiele:
- Traces of Empires (2024): Ausstellung zur kolonialen Geschichte der Philippinen und ihrer Wahrnehmung in Europa.[4]
- Portraits of Climate (2024/2025): Kunst- und Forschungsprojekt des Exzellenzclusters Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS), das künstlerische Perspektiven auf Klimaforschung präsentiert.[5]
Vermittlungsangebote
Das Museum bietet regelmäßige Führungen, thematische Workshops und partizipative Schulprojekte an. Ein besonderes Format ist das Projekt „Forschungsrap #seeyouagain“, das Wissenschaftskommunikation und Popkultur verbindet.[1]
Architektur
Das Universitätsmuseum befindet sich im ersten Obergeschoss des historischen Hauptgebäudes der Universität Hamburg, das nach Plänen von Albert Erbe erbaut wurde. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist ein bedeutendes Beispiel wilhelminischer Bildungsarchitektur.[6]
Bedeutung
Das Universitätsmuseum Hamburg gilt als zentrale Einrichtung zur Darstellung der Wissenschafts- und Hochschulgeschichte in Norddeutschland. Es erfüllt Aufgaben der kulturellen Bildung, der Forschungskommunikation und des Wissenstransfers. Durch innovative Ausstellungsformate und interdisziplinäre Projekte hat das Museum überregionale Beachtung gefunden.[7] Auch im Rahmen städtischer Kulturveranstaltungen wie „#seeforfree“ oder der Langen Nacht der Museen ist es regelmäßig vertreten.[8]
Literatur
- Universität Hamburg (Hrsg.): 100! Geschichte und Gegenwart der Universität Hamburg. Ausstellungskatalog, Hamburg 2019.
- Universität Hamburg (Hrsg.): Jahresbericht 2022. Online abrufbar unter uni-hamburg.de.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Universitätsmuseum Hamburg – Universität Hamburg
- ↑ Kultur A–Z: Universitätsmuseum Hamburg
- ↑ Hamburg Tourismus: Universitätsmuseum Hamburg
- ↑ Universität Hamburg – Pressemitteilung zur Ausstellung „Traces of Empires“
- ↑ Universität Hamburg – „Portraits of Climate“
- ↑ Hamburg.de – Branchenbuch-Eintrag zum Universitätsmuseum
- ↑ Informationsdienst Wissenschaft – Kunst aus Klimaforschung
- ↑ Universität Hamburg – Pressemitteilung zum Aktionstag #seeforfree