Unbeugsam im Gulag
| Film | |
| Titel | Frosia. Unbeugsam im Gulag |
|---|---|
| Originaltitel | Frosia. Une femme libre au goulag |
| Produktionsland | Frankreich |
| Originalsprache | Französisch |
| Erscheinungsjahr | 2024 |
| Länge | 59 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Squaw |
| Stab | |
| Regie | Anne Georget |
| Drehbuch | Anne Georget, nach den Aufzeichnungen von Ewfrossinija Kersnowskaja |
| Musik | Olivier Bodin, Benoît Daniel |
| Schnitt | Tania Goldenberg |
| Besetzung | |
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Frosia. Unbeugsam im Gulag (Originaltitel Frosia. Une femme libre au goulag) ist ein französischer animierter Dokumentarfilm von Anne Georget von 2024 über die Erlebnisse von Jewfrossinija Kersnowskaja in sowjetischen Gulags in den 1940er und 1950er Jahren. Er ist fast ausschließlich mit deren kolorierten Zeichnungen gestaltet.
Inhalt
Der Film erzählt über die Erlebnisse von Jewfrossinija Kersnowskaja in verschiedenen sowjetischen Lagern in Sibirien von ihrer Verhaftung 1941 bis kurz nach der Entlassung zur Zwangsarbeit 1953. Er schildert das Leben unter härtesten äußeren Bedingungen, mit schwerer körperlicher Arbeit, Willkür von Verantwortlichen, einer mehrmonatigen Flucht, einer lebensbedrohlichen Situation kurz vor dem Sterben, zwei beabsichtigten Selbstmorden und einer starken Zähigkeit und Willensstärke der Verurteilten. Er berichtet über Grausamkeiten und die Hilfe von Menschen, die sie in verschiedenen Situationen erfahren hatte.
Hintergründe
1941 war die 33-jährige Jewfrossinija (Euphrosyne) Kersnowskaja vom Geheimdienst NKWD nach dem sowjetischen Einmarsch in das rumänische Bessarabien verhaftet worden, weil sie aus einer russischen Adelsfamilie stammte. Sie wurde in mehrere Gulags geschickt und mehrfach zu langjähriger Lagerhaft verurteilt.
Von 1964 bis 1968 hielt sie ihre Erlebnisse in einem ausführlichen Tagebuch mit 680 kolorierten Zeichnungen fest. Dieses wurde seit 1990 mehrfach in russischer, englischer, französischer und deutscher Sprache publiziert, es gab auch zwei russische Dokumentarfilme darüber.
Die französische Dokumentarfilmregisseurin Anne Georget gestaltete diesen Film fast ausschließlich mit den Zeichnungen von Jewfrossinija Kersnowskaja (mit einigen wenigen animierten Veränderungen) und Zitaten aus deren Aufzeichnungen.
Er wurde 2024 beim Festival international du Film d’Histoire in Pessac gezeigt und am 15. und 16. März 2025 beim Festival international du film sur l’Art in Montreal und Quebec in Kanada.[1] Am 11. November 2025 gab es die deutsche Fernsehpremiere auf Arte.[2] Der Film ist bis zum 8. Dezember 2026 in der Mediathek von arte zu sehen.
Der Filmdienst bezeichnete ihn als sehenswert.[3]
Weblinks
- Frosia. Unbeugsam im Gulag Arte
- Frosia. Unbeugsam im Gulag Filmdienst
- Frosia Film
Einzelnachweise
- ↑ Frosia, une femme libre au goulag FIFA, 2025
- ↑ Unbeugsam im Gulag Fernsehserien, mit Sendeterminen
- ↑ Unbeugsam im Gulag Filmdienst