Umberto Galimberti
Umberto Galimberti (* 2. Mai 1942 in Monza) ist ein italienischer Philosoph.[1]
Leben
Galimberti begann 1976 mit dem Unterrichten von Kulturanthropologie.[2] Später widmete er sich der Geschichtsphilosophie, die er ab 1983 lehrte.[2]
1999 wurde er zum ordentlichen Professor an der renommierten Universität Venedig ernannt.[2]
Er übersetzte mehrere Werke des Deutsch-Schweizer Psychiater Karl Jaspers und des Deutschen Philosophen Martin Heidegger.[3]
Als junger Mann lebte Galimberti zeitweise in Basel, um Jaspers’ Gedankengut eingehender zu studieren.[3]
Er war außerdem Schüler des italienischen Philosophen Emanuele Severino,[1] der für die Interpretation des Denkens des alten griechischen Philosophen Parmenides in Italien bekannt ist.
Zu seinen weiteren Interessen zählen Moralphilosophie, dynamische Psychologie und das Denken des Psychiater Carl Gustav Jung.[3]
Er verfasste und verfasst weiterhin zahlreiche Leitartikel für eine der wichtigsten italienischen Tageszeitungen, La Repubblica.[3]
Lehre
Der Philosoph vertritt im Wesentlichen die Ansicht, dass die Menschen – insbesondere seit dem 20. Jahrhundert – in gewisser Weise „Sklaven“ der Technik und der Technologie sind.[1]
Er behauptet jedoch auch, dass die Philosophie der tragischen Existenz der Menschheit wieder einen Sinn verleihen kann.[1]
Um, so der italienische Schriftsteller, ihren Sinn im Kosmos wiederzuentdecken, muss die Menschheit zum altgriechischen Ideal der Weisheit zurückkehren und religiöse Konzepte wie Transzendenz oder das Dogma der Inkarnation Jesu Christi vollständig aufgeben.[1]
Werke, die ins Deutsche übersetzt wurden
- Umberto Galimberti, Die Seele. Eine Kulturgeschichte der Innerlichkeit. Übersetz von Ille Atem, Turia + Kant, Wien 2005, ISBN 978-3-85132-268-2.
- Umberto Galimberti, Die Sache mit der Liebe. Eine philosophische Gebrauchsanweisung. Übersetz von Annette Kopetzki, C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54791-1.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Galimberti, Umberto - Enciclopedia. Abgerufen am 21. November 2025 (italienisch).
- ↑ a b c Umberto Galimberti - Feltrinelli Editore. Archiviert vom am 19. Mai 2025; abgerufen am 21. November 2025 (italienisch).
- ↑ a b c d Umberto Galimberti. In: Festival della Dignità Umana. Abgerufen am 21. November 2025 (italienisch).