Ulrike von Stenglin
Ulrike Freifrau von Stenglin, geb. Seidemann[1] (* 7. Januar 1982 in Berlin),[2] ist eine deutsche Verlagsleiterin und -lektorin. Bekanntheit erlangte sie u. a. mit Stellungnahmen zur Frage sprachlich angemessener Übersetzungen.[3]
Werdegang
Ulrike von Stenglin studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Hamburg und Bordeaux. Während dieser Zeit arbeitete sie als studentische Hilfskraft bei verschiedenen Verlagen.[4] Nach dem Studium kam Ulrike von Stenglin 2008 zum Sachbuchlektorat beim Ullstein Verlag.[5] Im Oktober 2015 übernahm sie dort die Programmleitung und verantwortete unter anderem die Neugründung des Verlagsbereiches Ullstein Fünf.[5] Von 2018 bis 2023 arbeitete Ulrike von Stenglin beim Carl Hanser Verlag und baute dort den Verlagsbereich hanserblau auf.[6][7][8][9]
Im Sommer 2023 wurde bekannt, dass sie zur Bonnier-Verlagsgruppe wechselt, um dort den neuen Gutkind-Verlag als eigenständiges Tochterunternehmen aufzubauen.[10][11] Im Juli 2023 wurde der Verlag gegründet und Ulrike von Stenglin trat als Verlagsleiterin ein.[2] Bereits 2024 startete die Veröffentlichung von Belletristik und Sachbüchern.[12] Den Vertrieb übernehmen die Ullstein Buchverlage zusammen mit Zeitfracht und Bookwire in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.[13]
Neben ihrer Tätigkeit als Verlagsleiterin und Lektorin ist Ulrike von Stenglin vereinzelt als freie Autorin tätig. So schrieb sie u. a. als Gastautorin einen Beitrag für die Kolumne „10 nach 8“ bei der Wochenzeitung Die Zeit.[14]
Familie
Ulrike von Stenglin ist mit Matthias Freiherr von Stenglin (* 1982), dem Sohn des Diplomaten Carl Andreas Freiherr von Stenglin, verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.[1][15]
Einzelnachweise
- ↑ a b Traueranzeige Katrin von Brunn, abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ a b Auszug aus dem Handelsregister Amtsgericht Charlottenburg vom 1. Dezember 2025 (HRB 255035 B)
- ↑ Patric Seibel: Wie verletzend darf Sprache in der Literatur sein? Norddeutscher Rundfunk, Beitrag vom 12. Mai 2022 ( vom 8. April 2021 im Internet Archive)
- ↑ Pierrot Raschdorff: Studienführer Politik: Was man wissen muss, bevor man Politikwissenschaft studiert. Eden Books, 2015, ISBN 978-3-944296470 , Kapitel 10.5.
- ↑ a b Ulrike von Stenglin neue Programmleiterin. In: Börsenblatt. Abgerufen am 7. August 2018.
- ↑ Verlagsleiterin Ulrike von Stenglin im Interview: „Bücher bilden die unschöne Realität ab“. 15. Oktober 2020, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Ulrike von Stenglin dockt bei Hanser an. In: Börsenblatt. 10. November 2017, abgerufen am 7. August 2018.
- ↑ Ulrike von Stenglin wechselt zu Hanser. In: buchreport. 10. November 2017, abgerufen am 7. August 2018.
- ↑ Hanser eröffnet neuen Verlagsteil hanserblau ( vom 7. August 2018 im Internet Archive)
- ↑ Ulrike von Stenglin soll für Bonnier neuen Gutkind Verlag aufbauen – BuchMarkt. Abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Ulrike von Stenglin baut „Gutkind“ auf. Abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ „Ich habe alle Möglichkeiten“, abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Gutkind vertreibt über Ullstein, abgerufen am 1. Dezember 2024.
- ↑ Ulrike von Stenglin: Einbürgerungen: Die verlorene Heimat war immer präsent. In: Die Zeit. 20. Oktober 2020, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Traueranzeige Carl Andreas Freiherr von Stenglin, abgerufen am 2. Dezember 2025.