Ulla Isaksson

Ulla Isaksson (* 12. Juni 1916 in Stockholm, Schweden; † 24. April 2000 ebenda)[1] war eine schwedische Autorin und Drehbuchautorin.

Leben

Ulla Isaksson war die Tochter des Verwalters Knut Lundberg und Greta Brasch. Sie wuchs in einer Familie der oberen Mittelschicht auf und machte 1937 ihr Abitur[2] und debütierte 1940 als Schriftstellerin.[3]

Die erste Verfilmung eines Werks von Isaksson war Kvinnohuset (1952).[4] Isakssons Novelle Det vänliga, värdiga aus dem Jahr 1954 wurde 1958 von Ingmar Bergman unter dem Titel Nära livet verfilmt. Dies führte dazu, dass Bergman sie beauftragte, das Drehbuch für den Film Jungfrukällan (1960) zu schreiben. Ihr Roman Klänningen wurde 1964 von Vilgot Sjöman verfilmt. Paradistorg wurde 1977 unter der Regie von Gunnel Lindblom verfilmt, und Bergman drehte 1986 einen Fernsehfilm nach dem Roman De två saliga aus dem Jahr 1962.

Zusammen mit ihrem Mann Erik Hjalmar Linder schrieb Isaksson eine zweiteilige Biografie über die Schriftstellerin und Journalistin Elin Wägner, Elin Wägner, amazon med två bröst, 1882–1922, Bonniers 1977, und Elin Wägner, dotter av moder jord, 1922–1949, Bonniers 1980.[5] 1994 erschien Ulla Isakssons autobiografisches Werk Boken om E,[3] in dem sie beschreibt, wie ihr Ehemann Erik Hjalmar Linder an Alzheimer erkrankte. Boken om E wurde 2001 unter der Regie von Bille August unter dem Titel En sång för Martin verfilmt.

Ulla Isaksson war von 1938 bis 1963 mit David Isaksson verheiratet und ab 1963 mit dem Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Erik Hjalmar Linder.[6] Aus ihrer ersten Ehe hatte sie zwei Söhne: Hans Isaksson (1942–2015) und Gunnar Isaksson (1946–2010).[2]1940 begann sie mit ihrem Roman Trädet.[7]

1978 erhielt sie einen Ehrendoktor in Philosophie.[8] 1995 wurde sie mit dem Selma-Lagerlöf-Preis ausgezeichnet und 1999 mit dem Sonderpreis der Samfundet De Nio.[9]

Isaksson starb 2000 im Alter von 83 Jahren.

Werke

  • Trädet (1940)
  • I denna natt (1942)
  • Avkrukmakarens hand (1945)
  • Ytterst i havet (1950)
  • Kvinnohuset (1952)
  • Dödens faster (1954)
  • Dit du icke vill (1956)
  • Nära livet (Nahe dem Leben) (1958)
  • Klänningen (1959)
  • Jungfrukällan (Die Jungfrauenquelle) (1960)
  • Siska (1962)
  • De två saliga (Die Gesegneten) (1962)
  • Våra torsdagar (1964)
  • Klockan (1966)
  • Amanda eller den blå spårvagnen (1969)
  • Paradistorg (Ein Paradies) (1973)
  • Kvinnor (1975)
  • Elin Wägner 1882–1922 (1977), mit Erik Hjalmar Linder.
  • Elin Wägner 1922–1949 (1980), mit Erik Hjalmar Linder.
  • Återfunnet (1982), Bonniers julbok
  • Födelsedagen (1988)
  • Begriper du inte att jag älskar dig? (1988)
  • Chefen fru Ingeborg (1993)
  • Boken om E (1994)
  • En sång för Martin (2001)

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Porträt von Ulla Isaksson. In: ingmarbergman.se. Abgerufen am 2. August 2018 (englisch).
  2. skbl.se - Ulla Margareta Isaksson. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (schwedisch).
  3. a b Ulla Isaksson. In: Albert Bonniers Förlag. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
  4. Herbert Kårlin: Literaturgeschichte Schwedens: Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau. In: Literaturgeschichte Schwedens. 23. April 2013, abgerufen am 12. Oktober 2025.
  5. Isaksson, Ulla. In: Nordic Women's Literature. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (sv-SE).
  6. Isaksson, Ulla. In: Nordic Women's Literature. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (sv-SE).
  7. 628 (Vem är Vem? / Stor-Stockholm 1962). Abgerufen am 12. Oktober 2025 (schwedisch).
  8. Porträt von Ulla Isaksson. In: nordicwomensliterature.net. Abgerufen am 2. August 2018 (englisch).
  9. Ulla Isaksson und ein Blick in die Seele der Frau. Abgerufen am 2. August 2018.