Ula Martyn-Ellis
Ula Martyn-Ellis (* 1992 in Australien) ist eine deutsch-australische Musikerin (Gesang, Gitarre, Komposition).
Leben und Wirken
Martyn-Ellis wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf, ab dem zehnten Lebensjahr in Deutschland. Sie sang früh im Chor, erhielt zunächst Klavier- und Geigenunterricht, um dann zur Klarinette und letztlich zur E-Gitarre zu wechseln. Sie spielte in Jugendorchestern und Schulbands; auch schrieb sie eigene Lieder. Nach ihrem Schulabschluss besuchte sie Vorbereitungskurse am Sydney Conservatorium of Music und der Offenen Jazzhausschule in Köln. Von 2012 bis 2017 studierte sie Jazzgitarre und Musikpädagogik am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück bei Frank Wingold, Andreas Wahl, Niels Klein, Angelika Niescier und Christoph Hillmann.
Martyn-Ellis bildete mit Elsa Johanna Mohr und Lena-Larissa Senge das Vokal-Trio „Luah“, das zwischen Folk und Pop-Jazz angesiedelt ist und sich „eine eigene Nische mit sonnigen Vokalsätzen, folkigen Arrangements und jazzigen Harmonien erarbeitet [hat]. Dabei lassen sich Verwandschaften zur frühen Joni Mitchell herauslauschen, eine Prise akustisches Dream-Pop-Feeling kommt hinein, und die Würze entsteht durch Samba- und Bossa-Einstreuungen ins Repertoire.“[1] Auch gründete sie ihr Singer-Songwriter-Jazz-Trio Boy Who Ate the Sun, für das sie komponiert; dessen Debütalbum erschien im April 2021 bei Klaeng Records. Weiterhin gehörte sie zum Lukas Schwegmann Quintett und ist Mitglied im Sheen Trio der Klarinettistin Shabnam Parvaresh. Sie tourte mit diesen Ensembles durch Deutschland und trat international auf. Sie ist auch auf Alben von Lena-Larissa Senge zu hören.
Preise und Auszeichnungen
Mit dem Lukas Schwegmann Quintett gewann Martyn-Ellis 2018 den ersten Preis des „StudyUp Award“ der Hochschule Osnabrück. Mit Luah erhielt sie den Publikumspreis beim Jazz-Tube Festival Bonn 2019 und wurde 2023 für dessen Album Mo Vi Mento mit dem Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Album Vokal des Jahres“ ausgezeichnet.[2]
Diskographische Hinweise
- Luah: Sunlit (Timezone 2019)
- Boy Who Ate the Sun (Klaeng Records 2021, mit Calvin Lennig, Lukas Schwegmann)
- Luah: Mo Vi Mento (Ladies & Ladys 2022)
- Luah: Equilibrio (GLM 2025)[3]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Stefan Franzen: Luah. In: Jazzthing. 2019, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Das sind die Preisträger:innen! In: Deutscher Jazzpreis. 2023, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Stefan Pieper: Luah Equilibrio. In: nrwjazz.net. 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.