Uhudler-Verschwörung
| Film | |
| Titel | Uhudler-Verschwörung |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich |
| Originalsprache | Deutsch, Burgenlandkroatisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 90 Minuten |
| Altersempfehlung | ab 12 |
| Produktionsunternehmen | Mona Film |
| Stab | |
| Regie | Daniel Prochaska |
| Drehbuch | Stefan Hafner, Thomas Weingartner |
| Produktion | Thomas Hroch, Gerald Podgornig |
| Musik | Thomas Jarmer |
| Kamera | Adrian Bidron |
| Schnitt |
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| Besetzung | |
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| Chronologie | |
Eierkratz-Komplott →
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Uhudler-Verschwörung, Untertitel Ein Stinatz-Krimi, ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseur Daniel Prochaska. Das Drehbuch von Stefan Hafner und Thomas Weingartner basiert auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Thomas Stipsits, der neben Erika Deutinger, Linde Prelog und Erika Mottl auch eine Hauptrolle als Inspektor Sifkovits übernahm.[1] Nach Kopftuchmafia (2024) ist dies die zweite Verfilmung der Stinatz-Krimis von Thomas Stipsits.[2] Auf Arte soll der Film unter dem Titel Dorfkrimi – Die Uhudler Verschwörung veröffentlicht werden.
Handlung
Als Uhudler-Bauer Alois „Loisl“ Fabsits tot in seinem Weinkeller aufgefunden wird, vermutet man zunächst einen Gärgasunfall. Obwohl Inspektor Sifkovits von seinem Chef Oberst Taschner in Eisenstadt die Anweisung erhält, sich nicht einzumischen und sich stattdessen um einen Hühnerdiebstahl auf dem Hof von Edi und Kiki Brus zu kümmern, nimmt Sifkovits die Ermittlungen auf. Mit Informationen versorgen ihn seine Mutter Baba Sifkovits sowie Resl Grandits, während Hilda Resetarits auf Kur weilt. Dem Inspektor fällt eine Wunde am Kopf von Alois auf, die möglicherweise vom Sturz herrührt. Außerdem hat das Auto von Alois keinen Hagelschaden, obwohl es am Vortag gehagelt hat.
Christa Fabsits ist die Witwe des Opfers, Sifkovits hatte mit deren Tochter Bettina die Schule in Güssing besucht. Adrian Popescu war die rechte Hand des Opfers, mit ihm hatte er sich laut Christa vor seinem Tod getroffen. Von Popescu erfährt der Inspektor, dass sich das Opfer mit Konkurrenten Markus Schillinger gestritten hatte. Laut Christa ging es dabei um einen Weinkeller, den der Vater von Markus Schillinger an Alois Fabsits vererbt hatte. Kiki Brus gesteht Sifkovits, eifersüchtig auf die Hühner gewesen zu sein, weil sich ihr Mann Edi mehr um die Hühner als um sie gekümmert hat. Die Hühner hatte sie an den Wirten Javorics geliefert.
Sifkovits fällt auf, dass mit dem Gürtel des Opfers etwas nicht stimmt und dieser für einen Rechtshänder in die falsche Richtung eingefädelt war. Laut Christa war er auch kein Linkshänder. Fabsits hatte sich den Gürtel also nicht selbst angezogen. Ein Hochzeitsfoto von Adrian und Mariana Popescu identifiziert Sifkovits anhand der Schatten aus unterschiedlichen Richtungen als gefälscht, der Inspektor vermutet, dass die beiden nicht verheiratet sind. In der Urkunde für die Schenkung des Weinkellers fällt Baba auf, dass die Postleitzahl darauf zum Zeitpunkt der Ausstellung nicht korrekt war und die Urkunde damit ebenfalls gefälscht ist. Schillinger hatte dies herausgefunden und Loisl damit konfrontiert. Laut Sifkovits ist er aber nicht der Mörder, weil Schillinger Linkshänder ist.
Nach einem Hinweis seines bei der Bank angestellten Schwagers auf Zahlungen nach Cluj fährt Sifkovits nach Rumänien. Dort stößt er auf die Namen der Geschwister Eugen und Tereza Trifu, die unter dem Namen Adrian und Mariana Popescu in Stinatz leben. Deren Schwester Vali wird vermisst, seit sie als Kindermädchen für die Familie Fabsits tätig war. Laut Alois sei sie damals wegen Heimweh zurückgekehrt. Er hatte der Familie Trifu eine größere Geldsumme überwiesen. Sifkovits wird darauf von Mariana von hinten niedergeschlagen.
Die Obduktion ergibt, dass Alois nicht an den Gärgasen erstickt ist, sondern bereits tot war, als er in den Keller gelegt wurde. Alois ist an Herzstillstand ausgelöst durch pharmazeutische Wechselwirkung zweier Medikamente gestorben. Dr. Elke Glatz hatte Bettina Fabsits eine dissoziative Amnesie attestiert. In der Kfz-Grube der Familie Fabsits findet Sifkovits die Überreste von Vali Trifu. Die Geschwister Trifu/Popescu hatten herausgefunden, dass Alois das damals 15-jährige Au-pair-Mädchen Vali missbraucht, ermordet und in der Kfz-Grube einbetoniert hatte. Für ihr Schweigen musste Loisl ihnen größere Geldsummen überweisen. Die fehlenden Hagelschäden am Auto von Alois bringen Sifkovits zum Schluss, dass Bettina ihren Vater mit Medikamenten umgebracht hat, weil er sie ebenfalls als Kind missbraucht hat, sie sich aber lange nicht mehr daran erinnern konnte.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden vom 10. September bis zum 8. Oktober 2024 im Burgenland und in Wien statt.[3][4] Drehorte war unter anderem Stinatz sowie das Weingut Schützenhof in Deutsch-Schützen und die Neue Pfarrkirche Stegersbach.[5][6]
Produziert wurde der Film von der österreichischen Mona Film der Produzenten Thomas Hroch und Gerald Podgornig, beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und Arte, unterstützt wurde die Produktion von FISA+, dem Fernsehfonds Austria und vom Land Burgenland.[7][4]
Die Kamera führte Adrian Bidron, die Musik stammt von Garish-Sänger Thomas Jarmer. Die Montage verantworteten Alarich Lenz und Pia Huemer und das Casting Nicole Schmied. Das Kostümbild gestaltete Elisabeth Fritsche, das Szenenbild Alexandra Philhatsch, den Ton Thomas Szabolcs und das Maskenbild Kiky von Rebental, Andrea Soiron und Carmen Schneider.[7][3]
Nachdem Schauspielerin Linde Prelog krankheitsbedingt teilweise ausgefallen war, musste das Skript umgeschrieben werden. In der Filmhandlung ist die von ihr dargestellte Hilda Resetarits auf Kur.[8]
Im Mai 2025 starteten die Dreharbeiten für die Verfilmung des dritten Stinatz-Krimis Eierkratz-Komplott.[9][10]
Veröffentlichung
Premiere war am 30. März 2025 am Filmfestival Diagonale in Graz.[1][11] Am 16. Oktober 2025 wurde der Film im Dieselkino in Oberwart präsentiert.[8]
Auf ORF ON wurde der Film am 19. Oktober 2025 veröffentlicht und auf ORF 1 am 20. Oktober 2025 erstmals ausgestrahlt.[12]
Auf Arte wurde die Produktion unter dem Titel Dorfkrimi – Die Uhudler Verschwörung am 16. Jänner 2026 erstmals gezeigt, in der Arte-Mediathek wurde der Film am 9. Jänner 2026 veröffentlicht.[13][14]
Rezeption
Kritiken
Barbara Schuster schrieb auf the-spot-mediafilm.com, dass Stipsits mit einer wunderbar zurückhaltenden Art spiele und die ganze Figurenwelt Charme habe. Stipsits lasse seine Spieler um sich strahlen. Es seien die kleinen Gesten, die den Stinatz Krimi so unterhaltsam machten, der liebevolle Blick auf die Menschen.[15]
Volker Bergmeister vergab auf tittelbach.tv vier von sechs Sternen. Der Krimi unterhalte durch viele wunderbare Details, komme auf den ersten Blick als Komödie daher, entwickle sich dann aber zu einer Tragödie. Die große Stärke seien die kernig-kantigen Charaktere, selbst die Nebenfiguren seien fein gezeichnet. Und den ganzen Film durchziehe charmanter Lokalkolorit.[14]
Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Punkten. Die zweite Stinatz-Romanverfilmung kombiniere saubere Ermittlungen mit Humor, werde irgendwann aber auch überraschend tragisch. Das sei insgesamt interessanter als beim ersten Mal, selbst wenn die entscheidenden Hinweise erst sehr spät kämen.[16]
Quote
Die Erstausstrahlung auf ORF 1 am 20. Oktober 2025 sahen bis zu 1,025 Millionen und durchschnittlich 984.000 Zuschauer bei einem Marktanteil von 38 Prozent.[17]
Weblinks
- Uhudler-Verschwörung bei IMDb
- Uhudler-Verschwörung auf monafilm.tv
- Uhudler-Verschwörung bei crew united
- Uhudler Verschwörung – Ein Stinatz Krimi auf tv.ORF.at
- Uhudler Verschwörung auf ORF ON
- Uhudler-Verschwörung bei Fernsehserien.de
- Dorfkrimi – Die Uhudler Verschwörung auf arte.tv
Einzelnachweise
- ↑ a b Uhudler Verschwörung – Ein Stinatz Krimi. In: diagonale.at. Abgerufen am 14. März 2025.
- ↑ „Uhudler Verschwörung“ in Stinatz. In: ORF.at. 2. Oktober 2024, abgerufen am 14. März 2025.
- ↑ a b Uhudler-Verschwörung bei crew united, abgerufen am 15. März 2025.
- ↑ a b Thomas Stipsits wittert im ORF eine „Uhudler-Verschwörung“. In: ots.at. 12. September 2024, abgerufen am 14. März 2025.
- ↑ Das Weingut Schützenhof im Südburgenland wird versteigert. In: Die Presse. 23. September 2024, abgerufen am 14. März 2025.
- ↑ Thomas Stipsits wittert im ORF eine „Uhudler-Verschwörung“. In: ots.at. 12. September 2024, abgerufen am 14. März 2025.
- ↑ a b Uhudler-Verschwörung. In: monafilm.tv. Abgerufen am 14. März 2025.
- ↑ a b Mörderische Uhudler-Verschwörung im Dieselkino Oberwart. In: meinbezirk.at. 20. Oktober 2025, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- ↑ Martin Wurglits: Dreharbeiten für den dritten Stinatz-Krimi angelaufen. In: meinbezirk.at. 7. Mai 2025, abgerufen am 7. Mai 2025.
- ↑ Franco Schedl: „Eierkratz-Komplott“: Dritter „Stinatz Krimi“ wird verfilmt. In: film.at. 7. Mai 2025, abgerufen am 7. Mai 2025.
- ↑ Der ORF auf der Diagonale 2025. In: ORF.at. Abgerufen am 14. März 2025.
- ↑ Die Nominierten für die „KURIER ROMY 2025“ im ORF-Programm. In: ots.at. 20. September 2025, abgerufen am 20. September 2025.
- ↑ Ein Stinatz-Krimi. In: fernsehserien.de. 2. Januar 2026, abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ a b Volker Bergmeister: Dorfkrimi – Die Uhudler-Verschwörung. In: tittelbach.tv. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Barbara Schuster: REVIEW TV: „Uhudler Verschwörung – Ein Stinatz Krimi“. In: the-spot-mediafilm.com. 17. Oktober 2025, abgerufen am 17. Oktober 2025.
- ↑ Oliver Armknecht: Dorfkrimi: Die Uhudler Verschwörung. In: film-rezensionen.de. 16. Januar 2026, abgerufen am 16. Januar 2026.
- ↑ Bis zu 1,025 Millionen waren in ORF-1-Premiere gemeinsam mit Thomas Stipsits einer „Uhudler-Verschwörung“ auf der Spur. In: ORF.at. 21. Oktober 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025.