Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR
| Film | |
| Titel | Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2019 |
| Länge | 117 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Barbara Wallbraun |
| Drehbuch | Barbara Wallbraun |
| Produktion | Volker Zobelt, René Frotscher, Thomas Jeschner (Producer) |
| Musik | Martin Kohlstedt |
| Kamera | Anne Misselwitz, Julia Hönemann |
| Schnitt | Jana Teuchert |
Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR ist ein deutscher Dokumentarfilm der Regisseurin Barbara Wallbraun aus dem Jahr 2019.
Inhalt
Der Dokumentarfilm begleitet sechs Protagonistinnen, die in Groß- und Kleinstädten der DDR aufwuchsen und lebten. Die Frauen lassen das Publikum an ihrem damaligen Lebensalltag teilhaben, an ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der SED und dem Gesetz, insgesamt der Suche nach dem persönlichen (Liebes)Glück. Er zeigt die Einsamkeit von Außenseiterinnen, die gesellschaftliche Tabuisierung von Homosexualität, den Zwang zur Konformität und die Anpassung in einem repressiven Staat.
Produktion und Veröffentlichung
Produziert wurde der Film von der Sunday Filmproduktions GmbH aus Halle/Saale in Koproduktion mit der Redaktion ZDF – Das kleine Fernsehspiel. Am 20. Oktober 2019 feierte der Film bei den Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg Premiere und gewann im Rahmen dessen den Publikumspreis „DOKULA“ für den besten Dokumentarfilm. Weiterhin lief Uferfrauen auf mehreren nationalen und internationalen Festivals. Unter anderem auf dem Perlen – Queer Film Festival in Hannover, wo Uferfrauen mit dem 5. QueerScope-Debütfilmpreis ausgezeichnet wurde.[2]
Der Film wurde für den 58. Grimme Preis 2022 in der Kategorie Wettbewerb Information & Kultur nominiert.[3]
In Deutschland wird Uferfrauen beim Deutschen Verleih Salzgeber veröffentlicht.[4]
Presse
Beatrice Behn schreibt im Sissymag über die Notwendigkeit Geschichte festzuhalten. Aus den einzelnen Geschichten, die sich an den Leben der Protagonistinnen entlang erzählen, wird ein dichtes Netz aus Geschichten, die "zu einer gemeinsamen kollektiven lesbischen und feministischen Erfahrung werden." Und betont, dass Uferfrauen einen Emanzipationsprozess innerhalb eines repressiven Systems nachzeichnet, der große Wichtigkeit für die Zukunft der queeren Bewegung haben wird.[5]
„Ein wichtiges Zeitdokument – und eine Blaupause für die Zukunft“[6] – Missy Magazin
„Uferfrauen – ein Film der Mut machen will, für sich selbst und ein gleichberechtigtes, freies Leben einzustehen.“[7] – NDR Kulturjournal
„Einer von vielen bewegenden Momenten dieses eindringlichen Werkes, das einen wichtigen Beitrag zur lesbischen Geschichtsschreibung leistet und fraglos einen Höhepunkt des Festivals darstellt.“[8] – Tagesspiegel
„Eine dramatische Wucht“[9] – Spiegel Online
Weblinks
- Offizielle Website
- Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR bei IMDb
- Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR bei filmportal.de
- Uferfrauen beim deutschen Verleih Salzgeber
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Dezember 2019; Prüfnummer: 194 175 K).
- ↑ Perlen – Queer Film Festival Hannover. Abgerufen am 18. September 2020.
- ↑ Nominierungen – Grimme-Preis. Abgerufen am 26. Februar 2022.
- ↑ Uferfrauen / Salzgeber. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Beatrice Behn: Uferfrauen – Lesbisches L(i)eben in der DDR – sissy. SissyMag, 30. Mai 2022, abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Erste Küsse. In: Missy Magazine. 18. März 2020, abgerufen am 18. September 2020 (deutsch).
- ↑ NDR: „Uferfrauen“: Unerwünschte Liebe in der DDR. Abgerufen am 18. September 2020.
- ↑ Butch trifft Babysitterin. Abgerufen am 18. September 2020.
- ↑ Matthias Dell: Dokumentarfilm über lesbisches Leben in der DDR: Ihre Liebe, ihr Leben – Der Spiegel – Kultur. Der Spiegel, abgerufen am 18. September 2020.