Uesu Gewog

ས་དམར་
Uesu Gewog

Basisdaten
Staat Bhutan
Distrikt Haa
ISO 3166-2 BT-13
Koordinaten: 27° 20′ N, 89° 19′ O

Uesu Gewog (Üsu, Dzongkha: དབུས་སུ་, dbus su) ist einer von sechs Gewogs (Block) im Dzongkhag Haa in Bhutan.[1] Der Name bedeutet „Zentral-Gewog“. 2002 wurden 67,7 km² und 199 Haushalte gezählt.[2]

Geographie

Der Gewog grenzt an Katsho (N), Lungnyi Gewog im Dzongkhag Paro (O), Naja Gewog (S) und Sama Gewog (S).

Klöster

Im Gewog befinden sich zahlreiche buddhistische Klöster:

Lhakhang Karpo

Lhakhang Karpo, der „Weiße Tempel“, soll ursprünglich im 7. Jahrhundert unter dem tibetischen Herrscher Songtsen Gampo gegründet worden sein. Er liegt nahe der Hauptstraße, weniger als einen Kilometer südlich des Wangchuck Lhodzong. In diesem Tempel tagt üblicherweise die Mönchsgemeinschaft von Haa.

2011 wurde Lhakhang Karpo umfassend restauriert und wiederaufgebaut. Die Mönchsquartiere rund um den Haupttempel wurden komplett neu errichtet.

Lhakhang Nagpo

Lhakhang Nagpo, der „Schwarze Tempel“, liegt etwas oberhalb des Lhakhang Karpo und wurde zur gleichen Zeit wie dieser errichtet. Im Inneren des Tempels befindet sich ein kleines Becken, das mit dem buddhistischen Schutzgott Mahākāla in Verbindung gebracht wird.

Einer Legende zufolge gingen Lichtstrahlen vom Körper Chogyal Songtsen Gampos an diesen Ort aus. Dort, wo die hellen Strahlen einfielen, wurde Lhakhang Karpo errichtet, dort, wo die dunklen Strahlen einfielen, Lhakhang Nagpo. Einer anderen Legende zufolge flogen eine weiße und eine schwarze Taube, Erscheinungen Songtsen Gampos, von Tibet hierher und landeten an der Stelle, wo die beiden Tempel erbaut wurden. Eine dritte Überlieferung besagt, dass diese Tempel von drei Gruppen von Menschen errichtet wurden, die aus den nahegelegenen Drei-Brüder-Hügeln von Haa, bekannt als Miri Phünsum, stammten.[3]

Shelkardra

Shelkardra, „weißer Kristallfelsen“, gilt als heiliger Ort des Padmasambhava. Er liegt in der Nähe des Dorfes Lungtso, hinter dem heiligen Hügel des Avalokiteshvara, dem zentralen Hügel des Miri Phünsum. Jigme Tenzin, die sechste Inkarnation des Shabdrung Ngawang Namgyel, lebte in seiner Jugend in dem hier gelegenen Tempel.

Einzelnachweise

  1. Chiwogs in Haa. (PDF) Election Commission, Government of Bhutan, 2011, archiviert vom Original am 2. Oktober 2011; abgerufen am 28. Juli 2011 (englisch).
  2. Uesu Gewog Ninth Plan (2002–2007). Haa Dzongkhag Royal Government of Bhutan, abgerufen am 25. August 2010 (englisch).
  3. Lopen Thinley Kunzang, Khenpo Rigzin Wangchuck, Karma Wangdi, Sonam Tenzin: Seeds of Faith: A Comprehensive Guide to the Sacred Places of Bhutan. vol. 1 KMT Publishers 2008. ISBN 99936-22-42-7