U.S. Space & Rocket Center
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Huntsville, Alabama |
| Art |
Raumfahrtmuseum
|
| Gründungsdatum | 30. November 1965 |
| Eröffnung | 17. März 1970 |
| Besucheranzahl (jährlich) | 584.000 (2013) |
| Betreiber |
State of Alabama
|
| Website | |
Das US Space & Rocket Center in Huntsville, Alabama ist ein Museum, das vom Bundesstaat Alabama betrieben wird und Raketen, Raumfahrtserrungenschaften und Artefakte des US-Raumfahrtprogramms ausstellt.
Das Zentrum wurde 1970, kurz nach der Mondlandung von Apollo 12, der zweiten bemannten Mission zum Mond, eröffnet. Es präsentiert Ausrüstung des Apollo-Programms, darunter die Apollo-16-Kapsel, eine interaktive Wissenschaftsausstellung, Ausstellungen zum Space Shuttle sowie Raketen und Flugzeuge der US-Armee. Das Zentrum hat über 1.500 permanente Exponate zur Raketen- und Raumfahrtforschung sowie zahlreiche wechselnde Ausstellungen.
Lage
Das Zentrum ist auf einem Gelände des Redstone Arsenals neben dem Botanischen Garten von Huntsville an der Ausfahrt 15 der Interstate 565. Vom Zentrum werden Bustouren zum nahegelegenen Marshall Space Flight Center der NASA angeboten.[1]
Ausstellungsstücke
Das U.S. Space & Rocket Center zeigt mehr als 1500 Exponate rund um die Geschichte der Raumfahrt. Die Ausstellung umfasst Raketen, Triebwerke, Raumfahrzeuge, Simulatoren und interaktive Stationen.[2]
Raketen und Raumfahrzeuge
- V1 (Flugbombe), deutscher militärisch eingesetzter Marschflugkörper
- V2 (Rakete), erste ballistische Boden-Boden-Rakete
- Redstone (Rakete), erste US-amerikanische ballistische Rakete
- PGM-19 Jupiter, US-amerikanische Mittelstreckenrakete
- Mercury-Redstone Launch Vehicle, Trägerrakete für die ersten bemannten Mercury-Flüge
- Juno II, US-amerikanische Mittelstreckenrakete
- Saturn I Block II (SA-D5), US-amerikanische Trägerrakete für Raumfahrt
- Saturn V (SA-500D)
- Pathfinder, Nachbildung der Space Shuttle-Orbiter aus Stahl und Holz
- Space Shuttle External Tank
- Space Shuttle Solid Rocket Booster
- Skylab, erstes Modell der ersten US-amerikanische Weltraumstation
- Apollo 16 Kommandomodul
- Apollo-Mondlandefähre, Nachbildung der Mondlandefähre
- Lunar Roving Vehicle, Mondauto
- Orion (Raumschiff), zwei Modelle des neuen NASA-Raumschiffs für zukünftige Missionen
- Bigelow Aerospace Modul, Modell eines aufblasbaren Weltraum-Tourismus-Haus
- Nike (Rakete), erste US-amerikanische Flugabwehrraketenserie
- MIM-23 Hawk, Boden-Luft-Rakete
- MGR-1 Honest John, Kurzstreckenrakete
- MGM-5 Corporal, Kurzstreckenrakete
- MIM-104 Patriot, Flugabwehrraketen
Raketentriebwerke
- F-1 (Raketentriebwerk), Triebwerk der ersten Saturn-V-Stufe
- J-2 (Raketentriebwerk), Triebwerk der zweiten und dritten Saturn-V-Stufe
- V-2-Triebwerk, deutsches Originaltriebwerk aus den 1940er Jahren
- NERVA, nuklearthermisches Raketentriebwerk (Prototyp)
- Space Shuttle Main Engine, Haupttriebwerk des Space Shuttle
Simulatoren und weitere Exponate
- Space Shot, Raketenstart-Simulator mit bis zu 4 g und kurzer Schwerelosigkeit
- G-Force, Zentrifuge mit bis zu 3 g Beschleunigung
- Project Mercury-Simulator, Original-Trainingskapsel
- Project-Gemini-Simulator, Trainingsmodell
- Windkanal
- Apollo-Trainer: begehbare Nachbildung des Kommandoteils
- Grab des Weltraumaffens Miss Baker
Geschichte
Das U.S. Space & Rocket Center wurde von Wernher von Braun, dem Leiter des US-Mondlandeprogramms, vorgeschlagen. Im Jahr 1960 wurden die Planungen für das Museum begonnen. Nach einer erfolgreichen Volksabstimmung am 30. November 1965 konnte durch eine Landspende der U.S. Army mit dem Bau begonnen werden. Das Museum eröffnete am 17. März 1970 mit einer Mondlandschaft, Raketenexponaten und Hubschraubern.[3][4][5]
Es gelang dem damaligen Direktor Edward O. Buckbee, den Saturn-V-Testträger SA-500D sowie eine aufgerichtete Saturn I in das Museum zu holen.[6][7]
1982 war das Museum Hauptsponsor des US-Pavillons auf der Weltausstellung 1982 und eröffnete im selben Jahr das Spacedome-IMAX-Kino, das 2019 zu einem Planetarium umgebaut wurde.[7]
Ende der 1990er geriet das Zentrum unter Direktor Mike Wing durch Fehlmanagement in Geldprobleme. Nach seinem Rücktritt 1999 übernahm Larry Capps die Leitung, reduzierte die Schulden und ließ das Davidson Center for Space Exploration mit der restaurierten Saturn V errichten.[7]
Von 2010 bis 2019 leitete Deborah Barnhart. Sie kümmerte sich um die Finanzen und brachte neue Ausstellungsstücke rund um das Orion-Raumschiff nach Huntsville.[7]
Seit Februar 2021 steht das Museum unter der Leitung von Kimberly Robinson.[7][8]
Weblinks
- Offizielle Website (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Weg: U.S. Space & Rocket Center (477340414). 10. April 2023, abgerufen am 11. November 2025.
- ↑ U.S. Space & Rocket Center. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. November 2025.
- ↑ When the Germans, and Rockets, Came to Town (Published 2007). 31. Dezember 2007 (nytimes.com [abgerufen am 11. November 2025]).
- ↑ United States Space and Rocket Center. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2012; abgerufen am 11. November 2025.
- ↑ German Rocketeers in the Heart of Dixie: Making Sense of the Nazi Past during the Civil Rights Era 9780300213454. Abgerufen am 11. November 2025 (englisch).
- ↑ History and Overview | U.S. Space & Rocket Center. Abgerufen am 11. November 2025.
- ↑ a b c d e U.S. Space & Rocket Center. In: Encyclopedia of Alabama. Abgerufen am 11. November 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ deutschlandfunk.de: US Space & Rocket Center - Auf den Spuren der Reise zum Mond. 24. Juli 2016, abgerufen am 11. November 2025.