U-Bahnhof Volksdorf
| Volksdorf | |
|---|---|
| U-Bahnhof in Hamburg | |
Bahnhof Volksdorf mit dem südlichen Gleisvorfeld | |
| Basisdaten | |
| Stadtteil | Volksdorf |
| Eröffnet | 6. September 1920[1] |
| Neugestaltet | 1957, 1980, 1999 |
| Gleise (Bahnsteig) | 3 |
| Koordinaten | 53° 39′ 2″ N, 10° 9′ 47″ O |
| Nutzung | |
| Strecke(n) | Walddörferbahn |
| Linie(n) | |
| Umstiegsmöglichkeiten | 24, 268, 174, 375, 607[2] |
| Fahrgäste | 13.849 Ein- und Aussteiger (mo–fr, 2019)[3] |
Der U-Bahnhof Volksdorf ist ein Trennungsbahnhof im nordöstlichen Teil des Hamburger U-Bahn-Netzes im namensgebenden Stadtteil Volksdorf. Das Kürzel der Station bei der Betreiber-Gesellschaft Hamburger Hochbahn lautet „VF“.[1] Der U-Bahnhof hat werktäglich 13.849 Ein- und Aussteiger (mo–fr, 2019)[4].
Aufbau
Die Haltestelle Volksdorf befindet sich direkt westlich der parallel verlaufenden Claus-Ferck-Straße im gleichnamigen Hamburger Stadtteil. Sie ist Ausgangspunkt der beiden Nordost-Äste der U1, die sich aus Richtung Innenstadt kommend hier nach Ohlstedt bzw. Großhansdorf verzweigen. Der U-Bahnhof verfügt dazu über drei Gleise an zwei Bahnsteigen in Dammlage. Gleis 1 und 2 dienen dem Verkehr stadteinwärts, während das am östlich liegenden Seitenbahnsteig liegende Gleis 3 für den Betrieb stadtauswärts genutzt wird. Die drei Gleise werden überspannt von einer Bahnhofshalle. In sie führen aus einer Vorhalle auf Straßenebene am südlichen Ende der Bahnsteige jeweils feste Treppen, zum Bahnsteig der beiden stadteinwärtsführenden Gleise (1 und 2) führt seit 1980 auch eine Rolltreppe[5]. Später wurde zur barrierefreien Erreichbarkeit der beiden Bahnsteige jeweils ein Aufzug zwischen Straßenebene und Bahnsteig ergänzt, wobei derjenige zum stadtauswärtsführenden Gleis 3 vom Gehweg der Claus-Ferck-Straße außerhalb des Empfangsgebäudes zu erreichen ist.
Nördlich der Bahnsteige befindet sich das Überwerfungsbauwerk, hier führt das Gleis aus Richtung Großhansdorf über die Gleise von bzw. aus Richtung Ohlstedt und die beiden nördlichen Kehr- bzw. Abstellgleise, die nur von den Bahnsteiggleisen 2 und 3 erreichbar sind. Südlich der Bahnsteige gibt es weitere drei Abstellgleise zwischen den beiden Streckengleisen.
Südwestlich des Bahnhofs befindet sich ein P+R-Parkhaus.[6]
Geschichte
Der Bahnhof Volksdorf liegt an der Walddörferbahn, die die Stadt Hamburg ab 1912 in dieser Gegend parallel zu der bereits vor dem Ersten Weltkrieg gebauten Elektrischen Kleinbahn Alt-Rahlstedt–Volksdorf–Wohldorf errichten ließ. 1918 war der Bau abgeschlossen, doch fehlte zunächst (kriegsbedingt) die elektrische Ausrüstung zur Stromversorgung über die seitliche Stromschiene. Behelfsmäßig wurde am 12. September 1918 der Betrieb mit einer kleinen Dampflok aufgenommen. Diese war jedoch Kriegsbeute und musste bereits kurze Zeit später an Belgien zurückgegeben werden. Erst am 6. September 1920 konnte der elektrische Betrieb zwischen Volksdorf und Barmbek (bis zum 27. September 1946 Barmbeck) aufgenommen werden.[7] 1921 folgte die Strecke nach Großhansdorf über Ahrensburg. 1925 folgte schließlich der Ast nach Ohlstedt, bis dahin fuhr hier noch die Kleinbahn Alt-Rahlstedt–Volksdorf–Wohldorf, die dann bis Ohlstedt zurückgezogen wurde.
1957 wurde die Zugangshalle umfassend renoviert, dabei verlor sie die einst typische Fliesenverkleidung. Bei einem weiteren Umbau zwischen 1997 und 1999 wurden viele Änderungen des ersten Umbaus rückgängig gemacht, auch eine mit den originalen Kacheln verkleidete Stütze konnte wieder freigelegt werden.[7][8]
Buslinien
Der U-Bahnhof Volksdorf ist verknüpft mit dem Hamburger Busnetz. An der Station bestehen Übergangsmöglichkeiten zur tangentialen Metrobuslinie 24, zur Stadtbuslinie 174 über Bergstedt, Poppenbüttel und Hummelsbüttel nach Ohlsdorf, zur Ringlinie 375 durch den Stadtteil und zur nach Ahrensburg führenden VHH-Buslinie 269. In den Nächten auf Montage bis Freitage, wenn die U-Bahn Betriebsruhe hat, verbindet die Nachtbuslinie 607 Volksdorf mit der Hamburger Innenstadt über Poppenbüttel und Barmbek. In den Wochenend-Nächten verkehren neben der U-Bahn auch die Metrobuslinie 24 (nur Richtung Poppenbüttel, Langenhorn und Niendorf), die Buslinie 269 und die Buslinie 174 (nur bis Poppenbüttel).
| Linie | Verlauf |
|---|---|
| Norderstedt Mitte – Richtweg – Garstedt – Ochsenzoll – Kiwittsmoor – Langenhorn Nord – Langenhorn Markt – Fuhlsbüttel Nord – Fuhlsbüttel – Klein Borstel – Ohlsdorf – Sengelmannstraße (City Nord) – Alsterdorf – Lattenkamp (Sporthalle) – Hudtwalckerstraße – Kellinghusenstraße – Klosterstern – Hallerstraße – Stephansplatz (Oper/CCH) – Jungfernstieg – Meßberg – Steinstraße – Hauptbahnhof Süd – Lohmühlenstraße – Lübecker Straße – Wartenau – Ritterstraße – Wandsbeker Chaussee – Wandsbek Markt – Straßburger Straße – Alter Teichweg – Wandsbek-Gartenstadt – Trabrennbahn – Farmsen – Oldenfelde – Berne – Meiendorfer Weg – Volksdorf / Streckenast Ohlstedt – Buckhorn – Hoisbüttel – Ohlstedt \ Streckenast Großhansdorf – Buchenkamp – Ahrensburg West – Ahrensburg Ost – Schmalenbeck – Kiekut – Großhansdorf |
Weblinks
- Volksdorf auf hamburger-untergrundbahn.de ( vom 9. Juni 2017 im Internet Archive)
Einzelnachweise
- ↑ a b Haltestellennamen - Hamburger Hochbahn, fredriks.de, abgerufen am 1. Juni 2021
- ↑ Haltestelle Volksdorf, hvv.de, abgerufen am 15. Mai 2024
- ↑ HVV-Fahrgastzahlen im Transparenzportal Hamburg, veröffentlicht am 15. Oktober 2020, abgerufen am 9. April 2022
- ↑ HVV-Fahrgastzahlen im Transparenzportal Hamburg, veröffentlicht am 15. Oktober 2020, abgerufen am 9. April 2022
- ↑ U-Bahnhaltestelle Volksdorf modernisiert. In: Fahr mit uns, Kundenzeitschrift der HHA, Ausgabe 2/1980
- ↑ Park+Ride Anlagen im HVV, hvv.de, abgerufen am 17. März 2017
- ↑ a b Rolf-Fredrik Matthaei: Die Linie U1 der Hamburger Hochbahn: Volksdorf, abgerufen am 5. Februar 2019
- ↑ Ulrich Würdemann: U-Bahnhof Volksdorf (Hamburg), 2mecs.de, 27. Februar 2014, abgerufen am 5. Februar 2019