Mira-Kletterratte
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Mira-Kletterratte (Tylomys mirae) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Tylomys mirae | ||||||||||||
| Thomas, 1899 |
Die Mira-Kletterratte (Tylomys mirae) ist ein im nördlichen Südamerika verbreitetes Nagetier in der Gattung der Kletterratten. Das Typusexemplar wurde in Ecuador am Río Mira gefunden.[1]
Unterarten und Verbreitung
In mindestens einer Abhandlung werden zwei Unterarten unterschieden.[2]
- T. m. mirae, am Pazifischen Ozean im nördlichen Ecuador und in Kolumbien.
- T. m. bogotensis, in Kolumbien zwischen den zwei Hauptgebirgsketten.
Merkmale
Mit einer durchschnittlichen Kopf-Rumpf-Länge von 230 mm, einer Schwanzlänge von etwa 265 mm und einem Gewicht von 200 bis 255 g ist das Tier leicht größer als andere Gattungsmitglieder. Nur wenige Exemplare der Nacktschwanz-Kletterratte (Tylomys nudicaudus) können größer sein. Die grauen Haare des oberseitigen Fells haben eine rehkitzfarbene Tönung. Die Unterseite ist mit weißem bis cremefarbenen Fell bedeckt. An den braunen Hinterfüßen sind weiße Zehen vorhanden. Die Mira-Kletterratte besitzt einen braunen Schwanz mit weißer Spitze. Typisch für den Kopf sind große graue Ohren, dir nackt sind. Der Schädel ist an der Hirnschale und an den Schläfen abgeflacht. Der Schwanz ist direkt am Körper nackt und weiter hinten befinden sich an jeder Schuppe schwarze Haare. Der Übergang zur hellen Unterseite ist fließend. Das Tier hat recht kleine Molaren.[2][3]
Lebensweise
Die Art lebt im Hügelland und in den tiefen Lagen der Anden zwischen 50 und 1300 Meter Höhe. Sie bewohnt tropische immergrüne Wälder mit einem dichten Unterwuchs aus Sträuchern sowie Wolken- und Nebelwälder. Das Tier kann gut und schnell in Bäumen klettern und erreicht so 30 Meter über dem Grund. In den Baumkronen befinden sich oft Kletterpflanzen und Epiphyten.[4] Die Mira-Kletterratte wird auch häufig in Büschen neben Felsen gesichtet. Soweit bekannt findet die Nahrungssuche nachts statt. Am Tage wird in einer Felsspalte, einer Baumhöhle in Bodennähe oder in einem Erdloch geruht. Dieses Nagetier frisst Früchte und junge Triebe von verschiedenen Pflanzen. Ein Wurf enthält ein bis drei Neugeborene.[2]
Gefährdung
Regional ist der Bestand durch Waldrodungen bedroht. Gelegentlich wird die Kletterratte zur Selbstversorgung mit Fleisch oder zum Verkauf gejagt. Der Rückgang der Gesamtpopulation ist moderat. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).[4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Tylomys mirae).
- ↑ a b c Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 7 - Rodents II. Lynx Edicions, 2017, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 535–536 (englisch, Tylomys mirae).
- ↑ Patton, Pardiñas & D’Elía: Mammals of South America. Band II. University of Chicago Press, 2015, ISBN 0-226-28240-6, S. 687 (Tylomys mirae).
- ↑ a b Tylomys mirae in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: Naylor, L. & Roach, N., 2016. Abgerufen am 15. Januar 2026.