Turnhalle Lindenstraße 3
Die Turnhalle Lindenstraße 3 in der niedersächsischen Stadt Rotenburg (Wümme), Elise-Averdieck-Straße, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird sie als Bildnerische Werkstatt und Kunstgalerie der Rotenburger Werke der Inneren Mission genutzt.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Rotenburg (Wümme)).
Geschichte und Beschreibung
Rotenburg entstand um 1195. Es gehört zum heutigen Landkreis Rotenburg (Wümme).
Das eingeschossige, traufständige, neogotische und verklinkerte Gebäude in Backstein mit ziegelgedecktem Satteldach wurde 1894 (Inschrift) erbaut. Die Fassaden sind durch eine Ziegelgliederung mit vertikalen Lisenen und horizontalen Bändern sowie rundbogige Fenster gestaltet. Im giebelständigen Risalit an der Straße wird das Symbol der Turnerei mit den vier „F“ und ein Spruchband gezeigt, mit dem Turnerwahlspruch von „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn, mit den Worten: „Es blühe frisch fromm fröhlich frei / Die edle deutsche Turnerei!“. Neben dem Risalit wurde ein Anbau mit Pultdach angefügt. Die Turnhalle entstand nach dem Bau der Schule von 1876, die schräg gegenüber denselben neogotischen Stil zeigt.[1]
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… orts-, bau- und kunstgeschichtlicher, gebäudetypischer, straßen- und ortsbildprägender Zeugniswert ….“
Die Turnhalle der Schule dient seit den 1980er Jahren der Bildnerischen Werkstatt in den Rotenburger Werken der Inneren Mission (bis 1996 Rotenburger Anstalten), Lindenstraße 14, die 1880 gegründet wurde und eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen ist. Die Bildnerische Werkstatt entwickelte sich zu einem regional und überregional wirkenden Ort künstlerischer Produktion, bestehend aus Atelier und Werkstatt.
Einzelnachweise
Koordinaten: 53° 6′ 29,9″ N, 9° 24′ 24,6″ O