Tulbingerkogel (Gemeinde Tulbing)
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niederösterreich |
| Politischer Bezirk: | Bezirk Tulln (TU) |
| Höhe: | 450 m ü. A. |
| Postleitzahl: | 3001 |
| Vorwahl: | 02273 |
| Geographische Lage: | 48° 16′ N, 16° 9′ O |
Tulbingerkogel (früher auch Tulbinger Kogl) ist ein Dorf in der niederösterreichischen Marktgemeinde Tulbing.
Lage und Verkehr
Der Ort Tulbingerkogel liegt an der Südostflanke des gleichnamigen Tulbinger Kogels am nordwestlichen Rande des Wienerwaldes. Mit seinen 494 m ist der nach Tulbing benannte Berg die höchste Erhebung im Bezirk Tulln sowie der gesamten nordwestlichen Kante zum Tullnerfeld. Auf seinem Gipfel befindet sich die Leopold-Figl-Warte, die einen weiten Blick über das Tullnerfeld ermöglicht. Eine umfassende Aussicht auf rund 300 Berge der Ostalpen, inklusive Ötscher, Schneeberg und Großer Priel, sind vom Gipfel möglich.
Die Ortschaft Tulbingerkogel ist über die Buslinie 449 (Tulln – Mauerbach) in den öffentlichen Verkehr integriert. In Mauerbach besteht Anschluss zur Linie 450 Richtung Wien.
Die Bezirkshauptstadt Tulln an der Donau ist ca. 15 km entfernt. Zur Wiener Stadtgrenze (14. Bezirk – Penzing) sind es 8 km.
Geschichte
- Wahrscheinlich Standort von Römischen Leuchtfeuern
- Erste Besiedelung durch Forstarbeiter und später auch durch Steinbrucharbeiter
- 1529 (Erste Wiener Türkenbelagerung) versteckten sich die Bewohner Tulbings im Jammertal am Tulbingerkogel; ein krähender Hahn verriet ihr Versteck und alle fanden den Tod
- 1880–1890 wurden erste Wohnhäuser errichtet, die der Sommerfrische dienten
- Am jetzigen Standort des Berghotel Tulbingerkogel entstand ab 1880 aus einem Forsthaus allmählich ein Gasthaus
- 1930 wurde an selber Stelle ein Luxushotel (für damalige Verhältnisse) errichtet. Es gab acht Zimmer mit privater Dusche und alle Zimmer wurden vom Gang einzeln beheizt
- Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Tulbingerkogel ein Gastwirt, ein Steckererzeuger und einige Landwirte ansässig.[1]
- 1998 wurde der erste Internationale Sommelierweingarten, im Zuge der Sommelierweltmeisterschaft in Wien, eröffnet
Bauwerke
Auf dem 494 m hohen Tulbingerkogel befindet sich die Leopold-Figl-Warte. Diese wurde von Clemens Holzmeister entworfen und durch Gelder der Gemeinde Tulbing sowie des Landes Niederösterreich ermöglicht. Die feierliche Eröffnung fand im Jahr 1968 statt.
In der Ortschaft befindet sich eine römisch-katholische Kapelle.
Literatur
- Ig. Hornitschek: Der Tulbingerkogel und seine Umgebung. Natur- und Wanderbilder aus dem Wienerwalde. Hiezu fünf Bilder (…). In: Der Naturfreund, Jahrgang 1906, Nr. 5, 15. Mai 1906 (X. Jahrgang), S. 65–70. (online bei ANNO).
- Sepp Brauneis: Chronik der Gemeinde Tulbing. Gemeinde Tulbing, Tulbing 1987, OBV.
Einzelnachweise
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 477