True Haunting – Wahre Horrorgeschichten
| Serie | |
| Titel | True Haunting – Wahre Horrorgeschichten |
|---|---|
| Originaltitel | True Haunting |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Mystery, Doku-Serie |
| Erscheinungsjahre | seit 2025 |
| Länge | 35-40 Minuten |
| Episoden | 5 in 1 Staffel |
| Produktionsunternehmen | Raw TV, Atomic Monster |
| Idee | James Wan |
| Regie |
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| Produktion | Melissa McLean |
| Musik |
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| Schnitt |
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| Premiere | 7. Okt. 2025 auf Netflix |
| Deutschsprachige Premiere | 7. Okt. 2025 auf Netflix |
| Besetzung | |
Der Horror in Erie Hall
Dieses Haus hat mich ermordet
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True Haunting – Wahre Horrorgeschichten ist eine US-amerikanische Mystery-Miniserie. Sie wurde am 7. Oktober 2025 auf Netflix veröffentlicht. In der Dokuserie werden gespielte Szenen mit Interviews und echten Aufnahmen kombiniert. Die Serie ist damit eine Mischung aus Dokumentarfilm und Horrordrama. Sie wurde von Raw TV (All3Media) und Atomic Monster produziert.
Hintergrund
Die Idee zur Serie stammt von Regisseur James Wan, der auch als ausführender Produzent mit seiner Produktionsfirma Atomic Monster auftritt. Die Serie behandelt zwei übernatürliche Phänomene, die sich in den USA zugetragen haben sollen. Der erste Fall spielt in einem College in New York, der zweite Fall behandelt ein viktorianisches Geisterhaus. Der erste Fall ist über die Geisterjäger Ed und Lorraine Warren mit dem Conjuring-Universum von Wan verbunden.[1][2][3]
Die Serie wurde am 7. Oktober 2025 komplett auf Netflix veröffentlicht und gehört zur Halloween-Reihe des Netzwerks.
Handlung
1. Staffel
Die Serie ist zweigeteilt. Die beiden vorgestellten Fälle sollen auf wahren Begebenheiten beruhen. Dementsprechend wird mit den damaligen Protagonisten Interviews geführt. jedoch befindet sich vor allen Episoden auch eine Texttafel, die erwähnt, dass einige Szenen dramaturgisch bearbeitet wurden, um mehr Spannung zu erzeugen. tatsächlich befinden sich in allen Episoden auch typische Elemente aus Wans Filmen, unter anderem CGI-erstellte Schatten und Monster und die für Wans Filme typischen Jump-Scares.[4]
Der Horror in Eerie Hall
Die ersten drei Episoden tragen den Titel Der Horror in Eerie Hall. Regie führte Neil Rawles.
Der College-Stipendiant und Läufer Chris Di Cesare zieht 1984 in ein Wohnheim der State University of New York in Geneseo, Upstate New York, und findet dort rasch Freunde. Er und sein Mitbewohner Paul richten sich ein Zimmer mit Zwischendecke ein, das sie auch für kleine Partys nutzen. Es vergeht jedoch nur wenig Zeit, bis er anfängt, Stimmen zu hören und unheimliche Wesen zu sehen. zunächst nur in seinem Zimmer, dann aber auch beim Laufen. Er ist überzeugt, dass es spukt und vertraut sich seinen besten Freunden an. Als es zu einer übernatürlichen Begegnung kommt, zieht Paul überraschend und ohne Bescheid zu sagen aus. Chris bleibt alleine zurück. Seine Leistungen fallen ab und er wird immer mehr zum Außenseiter, da die Spukgeschichte sich auf dem Campus verbreitet. Mit der Hilfe eines Priesters gelingt es ihm scheinbar, den Geist zu vertreiben und er bleibt einige Tage unbehelligt. Doch der Geist greift seine Schulfreundinnen Lind und Judy an.
Zusammen mit seinem Freund Jeff Ungar stößt er auf mehrere Vorfälle, doch er findet keine Lösung. Bis er schließlich seinen Vater anruft und dieser eine Nacht in seinem Zimmer verbringt. Auch bei ihm geschieht etwas merkwürdiges. Das Zimmer wird eiskalt und auch er hört eine Stimme. Beim Joggen finden sie schließlich eine Schrifttafel und Jeff recherchiert schließlich, das auf seiner täglichen Joggingrunde ein grausames Massaker während des Amerikanischen Bürgerkriegs stattgefunden hat. Am 13. September 1779 wurden an dieser Stelle Leutnant Thomas Boyd und Sergeant Michael Parker, die der Sullivan-Expedition angehörten, von Loyalisten unter dem Kommando von John Butler grausam hingerichtet. Chris stellt sich nun dem Geist und kann ihn so überzeugen, die Vergangenheit ruhen zu lassen und endlich zu gehen. Anschließend kann er sein Studium ohne weitere Zwischenfälle fortsetzen.
Dieses Haus hat mich ermordet
Die letzten beiden Episoden unter dem Titel Dieses Haus hat mich ermordet wurde von Luke Watson gedreht. Die Handlung war bereits Teil der Serie A Haunting (2006).
Das Pärchen April und Matt Miller zieht mit ihren beiden Söhnen in eine viktorianische Villa in Salt Lake City, die sie sich nur leisten können, weil sie baufällig ist und noch einiges daran gemacht werden muss. Insbesondere der jüngere Bruder erlebt unerklärliche Vorfälle. Ein Phantasiefreund sucht ihn heim, der scheinbar früher in dem Haus gelebt haben soll. Nachdem dies zunächst als Spinnerei abgetan wird, reicht Matts Gehalt als Bauunternehmer nicht mehr aus. April muss Telefondienst für einen Escort-Service übernehmen und Matt beaufsichtigt die Kinder alleine. Auch er wird von geistern heimgesucht. Bei Renovierungsarbeiten stößt er auf einen geheimen Raum, in dem an der Wand die Worte „This house murdered me“ geschrieben stehen. Der Geisterterror geht so weit, dass sie aus ihrem Haus ausziehen und in einem Hotel unterkommen.
Sie rufen zwei Geisterjäger an, die die Villa einen Monat lang untersuchen und auf merkwürdige Stimmen stoßen. Schließlich recherchieren sie die Familiengeschichte der Vorbesitzer und engagieren eine Hellseherin, die diese scheinbar bestätigt. Eine fromme Mormonenfamilie habe in dem Haus gelebt. Doch der Vater der Familie sei geisteskrank gewesen und habe die Kinder versteckt. Vor ihrem tauffähigen Alter habe er sie getötet und im Ofen verbrannt. Zusammen mit der Hellseherin nehmen sie eine Reinigung des Hauses vor und die Geister sind erlöst. Sie verkaufen das Haus und die Familie berichtet, das danach keine merkwürdigen Vorfälle mehr vorgekommen seien.
Veröffentlichung
Die fünf Episoden wurden am 7. Oktober 2025 weltweit in Gänze auf Netflix veröffentlicht. Sie erreichte in der Veröffentlichungswoche mehrfach die Spitzenplatzierungen der Netflix-Charts.[5]
Rezeption
John Anderson schrieb auf der Website des Wall Street Journals über die Serie: „True Haunting zeig[e] nicht nur das Talent der beiden Regisseure und die Horrorphilosophie von Herrn Wan, sondern berühr[e] auch die sehr empfindlichen Bereiche, die heute zwischen Dokumentarfilm, Mockumentary und Reality-TV liegen. Wären wir überrascht, wenn sich herausstellen würde, dass die beiden Filme nach einem Drehbuch gedreht wurden, ausschließlich mit Schauspielern besetzt sind und ausschließlich auf der Fantasie eines Drehbuchautors basieren? Diese Ungewissheit macht einen nur noch nervöser.“[6]
Oliver Armknecht schreibt auf seiner Seite Film-rezensionen.de die Serie „nimmt mutmaßliche echte unheimliche Erlebnisse und lässt diese nachstellen. Das hat oft nicht wirklich etwas von einer Dokumentation. Als Schauergeschichte ist das aber schon ganz okay geworden, der Zielgruppe dürfte das reichen.“[7]
Episodenliste
| Nr. | Deutscher Titel | Originaltitel | Erstausstrahlung Vereinigte Staaten | Deutschsprachige Erstausstrahlung (D) | Regie |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Der Horror in Erie Hall: Teil 1 | Eerie Hall Part 1 | 7. Okt. 2025 | 7. Okt. 2025 | Neil Rawles |
| 2 | Der Horror in Erie Hall: Teil 2 | Eerie Hall Part 2 | 7. Okt. 2025 | 7. Okt. 2025 | Neil Rawles |
| 3 | Der Horror in Erie Hall: Teil 3 | Eerie Hall Part 3 | 7. Okt. 2025 | 7. Okt. 2025 | Neil Rawles |
| 4 | Dieses Haus hat mich ermordet: Teil 1 | This House Murdered Me: Part 1 | 7. Okt. 2025 | 7. Okt. 2025 | Luke Watson |
| 5 | Dieses Haus hat mich ermordet: Teil 2 | This House Murdered Me: Part 2 | 7. Okt. 2025 | 7. Okt. 2025 | Luke Watson |
Weblinks
- True Haunting – Wahre Horrorgeschichten bei Fernsehserien.de
- True Haunting – Wahre Horrorgeschichten bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Krutika Mallikarjuna: Time to Sleep with the Lights On: The Docuseries True Haunting Is Out Now. In: Netflix.com. 8. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ John Anderson: ‘True Haunting’ Review: James Wan’s Ghost Stories on Netflix. 2. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Wahre Horrorgeschichten: Neue Serie vom „Saw“-Macher ab jetzt bei Netflix. 8. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ True Haunting: Netflix and James Wan Redefine True-Story Documentary Horror. 6. Oktober 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Netflix's 'True Haunting': All About the Chilling Supernatural Events That Took Place Inside Erie Hall. In: People Magazine. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ John Anderson: ‘True Haunting’ Review: James Wan’s Ghost Stories on Netflix. 2. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Oliver Armknecht: True Haunting: Wahre Horrorgeschichten – Staffel 1 | Film-Rezensionen.de. 7. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.