Trost und Rath – Das große Schlachten

Folge 2 der Reihe Trost und Rath
Titel Das große Schlachten
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Produktions­unternehmen Epo-Film
Regie Nikolaus Leytner
Drehbuch Nikolaus Leytner,
Anton Maria Aigner
Produktion
Musik Herwig Zamernik
Kamera Hermann Dunzendorfer
Schnitt Bettina Mazakarini
Premiere 20. Sep. 2025 auf ServusTV
Besetzung
Chronologie

Trost und Rath – Das große Schlachten ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2025 mit Michael Ostrowski als Armin Trost und Bea Brocks als Anette Rath, der unter der Regie von Nikolaus Leytner entstand. Nach Tanz mit dem Teufel ist dies der zweite Film der Reihe Trost und Rath. Das Drehbuch von Nikolaus Leytner und Anton Maria Aigner basiert auf Motiven des Kriminalromans Der Engel von Graz von Robert Preis.[1]

Handlung

Der Grazer Kommissar Armin Trost und seine Kollegin Annette Rath ermitteln in ihrem zweiten Fall. Weil Trost einen dreiwöchigen Urlaub geplant hat, soll Rath stattdessen mit dem „Graf“ genannten Reinhard Hinterher arbeiten. Aufgrund des hohen Urlaubsrückstandes von Trost wurde der Urlaub von Frau Sattmann genehmigt, obwohl er die Antragsfristen versäumt hatte. Vorgesetzter Balthasar Gierack lässt Trost auf Wunsch von Rath aus dem Urlaub zurückbeordern.

Nachdem die 30-jährige Journalistin und Gerichtsreporterin Alena Stadler ermordet auf einem Tennisplatz aufgefunden wird, stellt sich heraus, dass eine ähnliche Tat im Kapitel Der Herzerlreisser aus Übelbach in dem Bestseller Das große Schlachten, der die schlimmsten Verbrechen in der Geschichte der Steiermark beschreibt, zu finden ist. Die kürzlich veröffentlichte Schrift diente möglicherweise als Anleitung für einen Nachahmungstäter, wobei das Opfer im Gegensatz zum Buch keine Sexarbeiterin war. Hinterher hatte das Buch kürzlich Annette Rath geschenkt. Dem Opfer wurde das Herz entfernt, dieses wird in der in der Nähe liegenden Basilika gefunden. Das Herz wurde in Zeitungspapier eingewickelt, mit einem Artikel, der von Stadler verfasst wurde und in dem sie das Buch kritisiert hatte. In der Geschichte im Buch wurden die Herzen in Bibelseiten verpackt.

Von ihren Eltern erfährt Rath, dass Alena von einem ihrer Professoren, Cornelius Tadelmann, dem Autor des Buches, begrapscht wurde. Der Rektor hatte den Vorfall unter den Teppich gekehrt. Tadelmann hatte Stadler durchfallen lassen, sie hatte ihr Studium darauf abgebrochen. Möglicherweise wollte sie sich mit dem Zeitungsartikel an Tadelmann rächen. Für die Tatzeit hat der Professor kein Alibi. Hinterher macht sich auf die Suche nach einem Benutzer, der in einem Internet-Forum zum Buch unter dem Pseudonym Ripper Insiderwissen zum Fall schreibt.

Professor Migutsch hatte sich damals auf die Seite von Stadler und gegen Tadelmann gestellt, sowohl Tadelmann als auch Migutsch wollen Dekan werden. Migutsch kritisiert das Werk von Tadelmann als unwissenschaftlich. Stadler wollte ihren Fall neu aufrollen. Migutsch hat für die Tatzeit ebenfalls kein Alibi. Professor Tadelmann lebt in Scheidung von seiner Frau Sonja und ist mit der Studentin Sandra Schubert liiert. Bald darauf wird Migutsch ermordet aufgefunden, laut Gerichtsmediziner dürfte es sich um denselben Täter handeln. Migutsch ist an seiner eigenen Zunge erstickt, ein ähnlicher Fall findet sich bei einem Kaufmann aus Graz im Buch von Tadelmann, der wegen Verleumdung ermordet wurde.

Sonja Tadelmann hat die Scheidungsvereinbarung mit ihrem Mann nicht unterzeichnet, weil er die Rechte am Buch an einen amerikanischen Streaming-Anbieter verkauft hat ohne sich im Scheidungsvertrag zu berücksichtigen. Sonja war vor ihrer Ehe mit Cornelius mit Markus Migutsch liiert. Migutsch hatte Sandra Schubert durchfallen lassen, sie hat damit ein Mordmotiv, ebenso wie Professor Tadelmann. Hinterher macht den Ripper auffindig, der sich als pensionierte Mitarbeiterin der Universitätsbibliothek herausstellt.

Bald darauf gibt es mit Sonja Tadelmann das dritte Mordopfer. Im Gegensatz zu den ersten beiden Opfern wurde sie nicht sediert. Im Buch findet sich dazu ein Fall, in dem eine Frau das Geld ihres Mannes durchgebracht hatte und ihn anschließend verlassen wollte. Der Ehemann hatte sie zuvor erstochen. Nach Professor Tadelmann wird daraufhin gefahndet, auch seine Geliebte Sandra Schubert ist verschwunden. Auf seinem Computer finden sich Flugbuchungen nach Havanna, Trost vermutet, weil Kuba nach Österreich nicht ausliefert. Im Buch wurde das Opfer mit 21 Stichen ermordet, in den Originalaufzeichnungen von Tadelmanns Assistenten dagegen mit 12 Stichen, so wie Frau Tadelmann mit 12 Stichen umgebracht wurde. Damit scheiden Nachahmungstäter aus und der Täter die Originaldokumente kennen musste. Das Buch sollte die Habilitation von Tadelmanns Assistenten werden, Tadelmann hatte ihn mit einer Einmalzahlung abgespeist. Dafür hatte er versucht, Tadelmann die Morde in die Schuhe zu schieben.

Rath vermutet aber, dass nur die ersten beiden Morde von Tadelmanns Assistenten begangen wurden. Vom dritten Mord zeigte sich dieser selbst überrascht, möglicherweise hatte Tadelmann seine Frau wegen der hohen Forderungen selbst ermordet. Auch wurde Sonja von einem Linkshänder ermordet, Tadelmanns Assistent ist aber Rechtshänder. Ein weiterer Verdacht ist, dass Tadelmanns Assistent auch Professor Tadelmann ermordet hat und die Flucht nur vorgetäuscht hat. In Gösting stürzt sich Tadelmanns Assistent vom Turm der Burgruine Gösting in den Tod. Nachdem Professor Tadelmann sein Buch mit der linken Hand signiert und nur er über das Insiderwissen über die ursprüngliche Anzahl der Stiche verfügt wird er als Mörder seiner Frau überführt und verhaftet.

Produktion

Die Dreharbeiten fanden vom 5. April bis zum 7. Mai 2024 in Graz und Wien statt.[1][2][3] Gedreht wurde unter anderem im Allianz-Gebäude in Hietzing von Architekt Harry Glück.[4]

Produziert wurde der Film von der Epo-Film der Produzenten Dieter Pochlatko und Jakob Pochlatko, unterstützt wurde die Produktion von FISAplus und dem Fernsehfonds Austria.[1][5] Die Kamera führte Hermann Dunzendorfer, die Montage verantwortete Bettina Mazakarini, die Musik schrieb Herwig Zamernik. Den Ton gestalteten Max Vornehm und Martin Löcher, das Szenenbild Christine Egger, das Kostümbild Caterina Czepek und die Maske Monika Puymann und Eliese Bernard.[6][2][7]

Veröffentlichung

Auf ServusTV sollte der Film ursprünglich am 31. Mai 2025 erstmals ausgestrahlt werden.[6][5][8] Die Erstausstrahlung wurde aufgrund der Live-Übertragung des Tennisspieles von Filip Misolic gegen Novak Đoković bei den French Open 2025 in Paris verschoben.[9][10] Ersatztermin für die Erstausstrahlung wurde der 20. September 2025 auf ServusTV.[11] Auf ServusTV On wurde die Produktion am 15. September 2025 veröffentlicht.[12]

Rezeption

Barbara Schuster meinte auf the-spot-mediafilm.com, dass beim zweiten Teil der unterhaltsamen Krimi-Reihe neben dem Duo Trost und Rath auch Reinhard Hinterher mehr Spielfläche als ziemlich unfähiger Ermittler erhalte. Es seien die kleinen liebenswürdigen Gesten, die den Charme ausmachten, oft auch nur Blicke, die das Kommissars-Duo zu echten Sympathieträgern machten. Aber die Show stehle dieses Mal eben Dominik Wartas „Graf“. Regisseur Leytner wahre immer einen liebevollen Blick auf seinen Figuren.[13]

Einzelnachweise

  1. a b c Drehstart für “Trost und Rath – Das große Schlachten“ (AT) (Memento vom 5. April 2025 im Internet Archive)
  2. a b Trost und Rath – Das große Schlachten bei crew united, abgerufen am 30. April 2025.
  3. Peter Temel: Dreh im verlassenen Hochhaus: "Zwischen Begeisterung und Depression". In: Kurier.at. 26. August 2024, abgerufen am 30. April 2024.
  4. Trost und Rath ermitteln. In: TV-Media, Ausgabe 18/2024, Seiten 6–7. Abgerufen am 30. April 2025.
  5. a b Trost und Rath – Das große Schlachten. In: servustv.com. Abgerufen am 30. April 2025.
  6. a b Trost und Rath – Das große Schlachten bei Fernsehserien.de
  7. TROST & RATH – DAS GROSSE SCHLACHTEN - TEIL 2 TV-PREMIERE am 20. September um 20:15 auf ServusTV! In: epofilm.com. Abgerufen am 20. September 2025.
  8. Franco Schedl: “Trost und Rath“: Zweiter Graz-Krimi mit Ostrowski kommt. In: film.at. 7. Mai 2025, abgerufen am 7. Mai 2025.
  9. ServusTV Livestream
  10. Filip Misolic vs Novak Djokovic - LIVE. In: servustv.com. 31. Mai 2025, abgerufen am 31. Mai 2025.
  11. PR & Kommunikation: Trost und Rath – Das große Schlachten. Abgerufen am 13. August 2025 (österreichisches Deutsch).
  12. Das große Schlachten. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 20. September 2025.
  13. Barbara Schuster: REVIEW TV: „Trost & Rath – Das große Schlachten“. In: the-spot-mediafilm.com. 23. Mai 2025, abgerufen am 31. Mai 2025.