Triftlfing

Triftlfing
Gemeinde Aufhausen
Koordinaten: 48° 53′ N, 12° 16′ O
Höhe: 356 m ü. NHN
Einwohner: 165 (31. Dez. 2022)[1]
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 93089
Vorwahl: 09454
Kirche Sankt Johannes

Triftlfing ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Aufhausen und eine Gemarkung im Oberpfälzer Landkreis Regensburg.

Geschichte

Das Kirchdorf wird kurz vor 1000 im Traditionsbuch des Hochstifts Brixen erstmals erwähnt, und zwar als Trutliupinga,[2] abgeleitet von dem Personennamen Truhtliob und der bajuwarischen Endung -ing. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erscheint Trouhtiluoibingin, als es von Graf Gebhard III. von Sulzbach für sein Seelenheil dem Kloster Prüfening gestiftet wurde. Im späten 15. Jahrhundert sind die Stauffer von Ehrenfels Hofmarksherren in Triftlfing (und auch zu Köfering). 1726 wurde das Schloss Triftlfing nach einem Brand wieder aufgebaut; der ursprüngliche Charakter als Wasserburg mit Bergfried und donjonartigen Wohnturm ging dabei verloren.[3] Die katholische Filialkirche St. Johannes der Täufer wurde 1687 erbaut.

Bei den Gemeindegründungen im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern kam Triftlfing zur Gemeinde Hellkofen, die 1870 in Gemeinde Triftlfing umbenannt wurde. Auf dem 720,64 Hektar großen Gemeindegebiet (1964) lebten 350 Einwohner (1961) in 60 Wohngebäuden, davon 144 Einwohner in Triftlfing.[4] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 die Gemeinden Irnkofen, Petzkofen und Triftlfing nach Aufhausen eingegliedert.[5]

Baudenkmäler

Einzelnachweise

  1. Gemeindeteile. In: www.gemeinde-aufhausen.de. Gemeinde Aufhausen, abgerufen am 26. September 2025.
  2. Oswald Redlich: Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen vom zehnten bis in das vierzehnte Jahrhundert. (= Acta Tirolensia 1). Innsbruck 1886, S. 11, Urk. 25.
  3. Schloss Triftlfing, Hofmarksschloss in der privaten Datenbank Alle Burgen.
  4. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 597 (Digitalisat).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.