Trifels-Schichten
Die Trifels-Schichten – alternativ Trifelsschichten geschrieben – sind eine Gesteinsschicht im Pfälzerwald, die zum Unteren Buntsandstein gehören und dessen unterste Schicht bilden.[1][2] Über ihnen liegen die Rehberg-Schichten.[3]
Charakteristika
Diese kompakten, vorwiegend fluviatil entstandenen Gesteinsschichten in einer Mächtigkeit von bis zu 145 Metern, die nach dem Felsenriff auf dem Sonnenberg des Trifels bei Annweiler benannt sind, bestehen aus violett bis hellrot gefärbten schräggeschichteten mittel- und grobkörnigen Sandsteinen, die im Korngefüge kieselig gebunden sind und daher eine besondere Festigkeit besitzen.[4] Aufgrund ihrer großen Vorkommen und ihrer Mächtigkeit wurden sie von allen Schichten innerhalb des Pfälzerwaldes am häufigsten als Baumaterial verwendet.[5]
Vorkommen
Sie nehmen vor allem im nordwestlichen und südlichen Teil des Pfälzerwaldes einen größeren Raum ein und bilden dort seine Oberfläche. Im Mittleren Pfälzerwald ist diese Gesteinsfolge durxh ihre Schrägstellung hauptsächlich in den östlichen Regionen zwischen Frankenweide und Rheingrabenrand anzutreffen, wobei sie vor allem in Tälern und Seitenhängen bis in mittlere Höhen aufgeschlossen ist. Ihre Mächtigkeit variiert; im Raum Trippstadt sind es 150 Meter, bei Landstuhl 120 Meter und im Bereich von Dahn sowie Annweiler 90 Meter.[6]
Die Trifelsschichten sind ebenso auf dem Asselstein, dem Hohenberg, dem Orensberg und dem Rehberg vorhanden.[7][8]
Eine besondere Bedeutung kommt den Trifels-Schichten im südöstlichen Pfälzerwald zu. Hier bilden sie aufgrund ihrer Härte zusammen mit den Rehberg-Schichten die oft kegelförmigen Bergformen des Wasgaus, die zwischen den Verebnungsflächen des Rotliegend und Zechsteins emporragen und häufig bizarre Felsgebilde tragen wie beispielsweise der Geierstein.[9][10]
Einzelnachweise
- ↑ Michael Geiger: Der Pfälzerwald. Wanderungen in die Erd- und Landschgaftsgeschichte. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau in der Pfalz 2022, ISBN 978-3-9812974-6-1, S. 81 f.
- ↑ Wolfgang Kurz: Geographie und Geologie im Gräfensteiner Land. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 59.
- ↑ Michael Geiger: Der Pfälzerwald. Wanderungen in die Erd- und Landschgaftsgeschichte. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau in der Pfalz 2022, ISBN 978-3-9812974-6-1, S. 84.
- ↑ Wolfgang Kurz: Geographie und Geologie im Gräfensteiner Land. In: Stadt Rodalben (Hrsg.): 750 Jahre Gräfensteiner Land 1237–1987. Mit der Geschichte von Rodalben. Adolf Deil KG, Pirmasens 1987, ISBN 3-926562-00-5, S. 60.
- ↑ Josef Hollinger: Pfälzer Werksandsteine. Vorkommen, Verarbeitung, Verwendung. In: zobodat.at/. 9. Januar 1990, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Michael Geiger: Der Pfälzerwald. Wanderungen in die Erd- und Landschgaftsgeschichte. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau in der Pfalz 2022, ISBN 978-3-9812974-6-1, S. 82.
- ↑ 17 Großlandschaft Haardtgebirge - 171.0 Trifelsland. In: landschaften.naturschutz.rlp.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Asselstein. In: suedlicheweinstrasse.de. 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Michael Geiger: Der Pfälzerwald. Wanderungen in die Erd- und Landschgaftsgeschichte. Verlag Pfälzische Landeskunde, Landau in der Pfalz 2022, ISBN 978-3-9812974-6-1, S. 79.
- ↑ Frohe Weihnachten und ein gesundes Wanderjahr 2021! In: spwv.de. 2020, abgerufen am 29. November 2025.