Trierer Straße 67 (Weimar)

Das Haus Trierer Straße 67 ist ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in der Westvorstadt von Weimar.

Beschreibung

Der zweigeschossige Jugendstilbau entstand 1903/04 nach Plänen von Paul Werschy. Es wurde von dem Maurermeister Theodor Spangenberg errichtet. Es steht um die Breite des Vorgartens in der Tiefe des Grundstücks. Nur die Südseite hat ein weiteres Stockwerk, die als Risalit aus der Front heraustritt. Die Nordseite besitzt einen flachen Risaliten. Die Baumaterialien sind konventionell: im Keller- und Erdgeschoss Bruch- und Backstein, in den darüberliegendem Geschoss(en) Holzfachwerk mit Vorlagemauerwerk. An der Südseite lehnt sich eine Dachgaube mit zwei Rundbogenfenstern an. Die Risaliten sind mit pflanzlichen Jugendstilmotiven verziert. Das Fassadenbild bereichern die Wechsel der Fensterformen. Laut dem Kunsthistoriker Rainer Müller waren die Etagenwohnungen vom Anfang an mit einem Bad ausgestattet. Auch eine Mädchenkammer gehörte zum Raumprogramm. Von der bauzeitlichen Ausstattung blieben u. a. Außen- und Innentüren, die zweiläufige Podesttreppe mit Balustergeländer und die bleiverglasten Fenster des Treppenhauses. Auch die Schablonenmalerei an der Unterseite der Treppe ist zu erwähnen. Bemerkenswert ist zudem der filigrane Metallzaun, der das Grundstück an der Straße begrenzt.[1]

Einzelnachweise

  1. Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold, Erfurt 2009, S. 840.

Koordinaten: 50° 58′ 47″ N, 11° 18′ 59,1″ O