Trente-cinq minutes & vingt-trois seconds

Trente-cinq minutes & vingt-trois seconds
Studioalbum von Daunik Lazro / Jean-Marc Foussat

Veröffent-
lichung

17. Dezember 2023

Aufnahme

8./9. Oktober 2023

Label(s) Fou Records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Neue Improvisationsmusik, Elektroakustische Musik

Titel (Anzahl)

3

Länge

35:23

Besetzung

  • Elektronik: Jean-Marc Foussat

Studio(s)

Abbaye Le Thoronet

Chronologie
Daunik Lazro, Benjamin Duboc, Mathieu Bec: Standards Combustion
(2023)
Trente-cinq minutes & vingt-trois seconds Sophie Agnel, Olivier Benoit, Daunik Lazro: Gargorium
(2023)

Trente-cinq minutes & vingt-trois seconds ist ein Musikalbum von Daunik Lazro und Jean-Marc Foussat. Die am 8. und 9. Oktober 2023 in der Abtei Le Thoronet entstandenen Aufnahmen erschienen am 17. Dezember 2023 auf Lazros Eigenlabel Fou Records.

Hintergrund

Der Saxophonist Daunik Lazro spielte mit dem Live-Elektroniker Jean-Marc Foussat drei ausgedehnte Improvisationen in der Abtei Le Thoronet, einem ehemaligen Zisterzienserkloster im Département Var. Aufnahme, Mix, Schnitt, Mastering und die Cover-Fotografie besorgte Jean-Marc Foussat.

Titelliste

  • Foussat – Lazro: Trente-cinq Minutes & Vingt-trois Seconds (Fou Records FR – CD 62)[1]
  1. Cinq Minutes & Quatre Secondes 5:04
  2. Vingt-six Minutes & Quarante-six Secondes 26:46
  3. Trois Minutes & Dix-neuf Secondes 3:19

Die Kompositionen stammen von Daunik Lazro und Jean-Marc Foussat.

Rezeption

Auf den zwei kurzen und einem längeren Stück des Album würde die Synergie der beiden Musiker darin bestehen, dass Foussats Equipment Intonationen synthetisiere, die von konzentrierten Drones und vielstimmigen Grollen bis hin zu kaskadenartigen Echos und Samples von menschlichem Gemurmel und liedhafter Vokalisation reichen würden, schrieb Ken Waxman (JazzWord). Um sich im Kontrapunkt weiterzuentwickeln oder diesen Einwürfen gar zu widersprechen, würde der Saxophonist eine vielschichtige Strategie verfolgen. Angesichts synthetischer Fragmentierung und rauschender Geräusche könne sein Ton durchaus melodisch werden. Wenn die Maschine ruckartige, an eine Brandung erinnernde Vibrationen ausstoße, würde der Saxophonist mit schrillen, gespaltenen Tönen und Kreischen in der höchsten Lage antworten. Gedämpftes Spannungsrauschen und unterschwellige Live-Verarbeitung erzeugten ein sägendes Pfeifen, das die Kraft zu besitzen scheine, durch das Rohrblatt und das Mundstück des Saxophons zu dringen. Unpräzise und bearbeitete Sample-Stimmen würden mit entenartigen Quaklauten und hohen Schreien beantwortet. Trotz dieser Reaktionen sei das ständige Wechselspiel zwischen den Oszillationen und dem akustischen Klang faszinierend, da es sich permanent verändere und flexibel genug sei, um ausdrucksstarke Klangfarben beider Spieler hervorzuheben. Lazro würde beweisen, dass vergangene Klänge auf erfinderische Weise neu interpretiert und mit der gleichen Geschicklichkeit und Entschlossenheit an zeitgenössische Klangströmungen anknüpfen könnten, und bestätige damit seine ungebrochene musikalische Leistungsfähigkeit auf dem Weg zu seinem 80. Geburtstag.[2]

Einzelnachweise

  1. Trente-cinq Minutes & Vingt-trois Secondes. In: Discogs. Abgerufen am 1. Januar 2026.
  2. Ken Waxman: Daunik Lazro, Jean-Marc Foussat: Trente-cinq Minutes Vingt-trois Seconds. In: JazzWord. 6. März 2024, abgerufen am 30. Dezember 2025 (englisch).