Treat (Band)

Treat
Allgemeine Informationen
Herkunft Stockholm, Schweden
Genre(s) Hard Rock, Melodic Rock, Glam Metal
Aktive Jahre 1981–1993; seit 2006
Auflösung
Website treatnews.se
Aktuelle Besetzung
Gesang
Robert Ernlund (bis 1991, seit 2006)
Keyboard (bis 1989),
Gitarre, Begleitgesang
Anders „Gary“ Wikström
Bass, Begleitgesang
Nalle Påhlsson (2006–2012, seit 2019)
Gitarre (seit 2006),
Keyboard, Synthesizer, Piano, Begleitgesang
Patrick „Green“ Appelgren (seit 1989)
Schlagzeug, Begleitgesang
Jamie Borger (seit 1987)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Thomas „Tomas“ Lind (1983–1984)
Schlagzeug
Mats „Dalton“ Dahlberg (1983–1985)
Schlagzeug
Leif Sundin (1985–1987)
Gitarre, Begleitgesang
Leif „Lillen“ Liljegren (bis 1988)
Bass, Keyboard, Begleitgesang
Ken „Siwan“ Siewertson (1984–1989)
Bass, Begleitgesang
Joakim „Joe“ Larsson (1989–1993)
Gesang
Mats Levén (1991–1993)
Bass, Begleitgesang
Fredrik Thomander (2012–2016)
Bass, Begleitgesang
Pontus Egberg (2016–2019)

Treat ist eine schwedische Hard-Rock-Band aus Stockholm, die von Sänger Robert Ernlund und Gitarrist Anders „Gary“ Wikström im Jahr 1981 gegründet wurde. Die Band hatte nationalen und internationalen Erfolg mit Liedern wie Get You on the Run, World of Promises, Party All Over und Ready for the Taking in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. Treat spielte auf Rock-Festivals wie Monsters of Rock 1988, als Vorband von Queen 1986 in Schweden und als Vorband von W.A.S.P. während deren erster Tour durch Schweden. Die Band stand zuerst bei Mercury Records und dann bei Vertigo unter Vertrag.

Bandgeschichte

Treat ist eine schwedische Melodic-Hard-Rock- und Glam-Metal-Band aus Stockholm, die 1983 von Sänger Robert Ernlund und Gitarrist Anders „Gary“ Wikström gegründet wurde. Zunächst unter dem Namen The Boys aktiv, erhielt die Gruppe einen Plattenvertrag bei Mercury Records und veröffentlichte 1985 ihr Debütalbum Scratch and Bite, das mit Songs wie Too Wild und Get You on the Run nationale wie internationale Aufmerksamkeit erregte.[1] Mit den Nachfolgealben The Pleasure Principle (1986) und Dreamhunter (1987) formten Treat ihren charakteristischen, melodischen AOR-Sound. Die Single World of Promises wurde vielfach im Musikfernsehen gespielt, und die Band tourte mit Acts wie Queen und W.A.S.P., ebenso trat sie 1988 beim „Monsters of Rock“ in Deutschland auf. Nach dem vierten Studioalbum Organized Crime (1989) und weiteren Tourneen löste sich die Band 1993 zunächst auf. 2006 erfolgte die Wiedervereinigung in der klassischen Besetzung mit der Compilation Weapons of Choice 1984–2006. In der Folge erschienen die Studioalben Coup de Grâce (2010), Ghost of Graceland (2016), Tunguska (2018) und The Endgame (2022), mit denen Treat ihre typische Kombination aus eingängigen Melodien, kraftvollen Gitarrenriffs und modernem Songwriting fortführte.[2]

Stil

Der Musikstil von Treat zeichnet sich durch melodischen Hard Rock mit ausgeprägten AOR-Elementen aus, beeinflusst von Bands wie Def Leppard, Journey, Foreigner und Whitesnake. Typisch für Treat sind hymnenhafte Refrains, harmonische Gitarrenriffs und eingängige Melodien, kombiniert mit kraftvollem Gesang und Keyboard-Arrangements. Besonders in den 1980er Jahren setzte die Band auf einen klaren, produktionstechnisch ausgefeilten Sound, der Glam-Metal-Elemente mit poppigen Strukturen verband. In späteren Jahrzehnten wurde das Songwriting moderner und abwechslungsreicher gestaltet, ohne die klassischen Melodic-Rock-Wurzeln zu verlassen; die Alben der Reunion-Phase wurden von Kritikern und Fans für diese Entwicklung gelobt.[3]

Besetzung

Diskografie

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  CH  SE
1985 Scratch and Bite
Mercury Records
SE36
(5 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 24. Februar 1985
1986 The Pleasure Principle
Mercury Records
SE17
(4 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: März 1986
1987 Dreamhunter
Mercury Records
SE44
(2 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: März 1987
2010 Coup de Grace
Frontiers Music
SE12
(4 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 19. März 2010
2016 Ghost of Graceland
Frontiers Music
CH40
(1 Wo.)CH
SE56
(1 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 15. April 2016
2018 Tunguska
Frontiers Music
DE82
(1 Wo.)DE
CH31
(1 Wo.)CH
SE35
(1 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 14. September 2018
2022 The Endgame
Frontiers Music
CH16
(1 Wo.)CH
SE60
(1 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 8. April 2022
2025 The Wild Card
Frontiers Music
CH35
(1 Wo.)CH
SE21
(1 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 21. November 2025

Weitere Studioalben

  • Organized Crime (29. Oktober 1989, Vertigo Records)
  • Treat (1992, Vertigo Records)

Kompilationen

  • 1989: Treat (UK Kompilation)
  • 2006: Weapons of Choice

Sonstige

  • 1993: Muscle in Motion (Bootleg/Studio leftovers)
  • 2008: Scratch and Bite (Remaster) + Live at FireFest (DVD)
  • 2017: The Road More or Less Travelled Digipack (DVD/CD)

Singles und Promos

  • 1984: Too Wild / On the Outside *
  • 1984: You Got Me / Danger Games *
  • 1985: We Are One / Hidin‘
  • 1985: Get You on the Run / Hidin‘ (Nur in Japan)
  • 1985: Ride Me High / Steal Your Heart Away **
  • 1986: Rev It Up / Fallen Angel
  • 1986: Waiting Game / Strike Without a Warning
  • 1987: Best of Me / Tush **
  • 1987: You're the One I Want / Save Yourself
  • 1988: World of Promises / One Way to Glory
  • 1989: Ready for the Takin‘ / Stay Away
  • 1989: Party All Over / Hunger
  • 1992: Learn to Fly / We’re All Right Now
  • 2006: I Burn for You

Hinweis: * = Kein Album, ** = Auf Wiederveröffentlichungen veröffentlicht

Quellen

  1. Tinu: TREAT – Nur ein Statement und nicht das letzte Album. METAL FACTORY™ - SWISS METAL MAGAZINE, 20. April 2022, abgerufen am 30. Oktober 2025.
  2. RoXX: TREAT melden sich mit dem neuen Song «Adam & Evil» zurück. In: METAL FACTORY™ - SWISS METAL MAGAZINE. METAL FACTORY™ - SWISS METAL MAGAZINE, 18. August 2025, abgerufen am 30. Oktober 2025.
  3. News, reviews and more. In: Red Guitar Music. Abgerufen am 30. Oktober 2025 (englisch).
  4. Chartquellen: DE CH SE