Todeskommando Russland 2 (2002)
| Film | |
| Titel | Todeskommando Russland 2 |
|---|---|
| Originaltitel | Звезда |
| Transkription | Swesda |
| Produktionsland | Russland |
| Originalsprache | Russisch |
| Erscheinungsjahr | 2002 |
| Länge | 97 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | ARK-Film, Mosfilm |
| Stab | |
| Regie | Nikolai Lebedew |
| Drehbuch | Alexander Borodjanski, Jewgeni Grigorjew, Nikolai Lebedew |
| Produktion | Karen Schachnasarow |
| Musik | Alexei Rybnikow |
| Kamera | Juri Newski |
| Schnitt | Lidija Milioti, Eduard Yermolin |
| Besetzung | |
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Todeskommando Russland 2 (russisch Звезда Swesda, deutsch ‚Stern‘) ist ein russischer Kriegsfilm aus dem Jahr 2002 unter der Regie von Nikolai Lebedew, ein modernes Großprojekt von Mosfilm. Er basiert auf der im russisch gleichnamigen Kurzgeschichte von Emmanuil Kasakewitsch, die von einer Gruppe sowjetischer Späher handelt, die während der Operation Bagration im Zweiten Weltkrieg hinter den feindlichen Linien arbeiten.
Handlung
Am 22. Juni 1944 nähert sich die Rote Armee allmählich der Staatsgrenze der UdSSR. Sie beginnt die Operation Bagration zur Befreiung des weißrussischen Territoriums.
„Stern“ ist das Rufzeichen von Leutnant Trawkins Gruppe, die aus sieben sowjetischen Spähern der 1. Weißrussischen Front besteht. Ihre Aufgabe ist es, hinter den feindlichen Linien die Befehle des Kommandos auszuführen. Der Leiter des sowjetischen Heeresnachrichtendienstes hatte den Divisionskommandeur beauftragt, eine Aufklärungsgruppe hinter die feindlichen Linien zu entsenden, da sich den vorliegenden Daten zufolge eine Umgruppierung anbahnte und das Vorhandensein von Reserven und Panzern festgestellt werden musste.
Die Gruppe von Leutnant Trawkin durchquert nachts die feindlichen Schützengräben und passiert Stellungen mit Tiger-Panzern. Dabei werden sie zufällig von deutschen Soldaten entdeckt. Am Morgen beginnt ein Überfall, vor dem sich die Späher in einem Sumpf verstecken können.
Am nächsten Morgen erreichen die Späher einen See, an dessen gegenüberliegendem Ufer sich ein deutsches Lazarett befindet. Auf dem Rückweg nehmen sie einen deutschen Gefreiten der Pioniereinheit der 131. Infanterie-Division der Wehrmacht gefangen. Aus der Aussage des Gefangenen geht hervor, dass sich in diesem Gebiet Kräfte der 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ befinden. Nach dem Verhör wird der Gefangene ermordet.
Später nimmt der Späher Mamochkin den SS-Hauptscharführer Willibald-Ernst Bennecke gefangen. Im Film wird Bennecke als „Stabsoffizier des Westland-Regiments“ bezeichnet. Der Deutsche entdeckt eine Karte mit Daten über den Standort seiner Einheit sowie über eine bestimmte Stellung, an der offenbar die Ausrüstung ausgeladen wird. Trawkin beschließt daraufhin, die Gefreiten Bykow und Worobjow zu dieser Stellung zu schicken. Unbemerkt steigen sie in das Heck eines deutschen Lastwagens der SS-Division „Wiking“ ein. Als die Lastwagen auf dem Bahnhof ankommen, entdecken die anderen Insassen die Späher. Ein sowjetischer Luftangriff beginnt jedoch, und den Spähern gelingt sogar die Flucht, wobei sie einen vorbeilaufenden deutschen Soldaten erschießen. Die Späher stellen fest, dass der Bahnhof mit hölzernen Panzermodellen ausgestattet ist und als Ablenkungsmanöver für die sowjetischen Truppen dient. Beim Versuch, den Bahnhof zu verlassen, kommt es zu einer Schlägerei zwischen dem Gefreiten Bykow und dem SS-Sturmbannführer Dille. Dille verwundet Bykow mit einem Messer, wird aber selbst von Worobjow erstochen. Worobjow nimmt dem toten Sturmbannführer die Dokumente ab und zieht den tödlich verwundeten Bykow zu sich, doch dieser stirbt an seinen Wunden.
Aufgrund der neuen Informationen schickt Trawkin Mamotschkin und Anikanow nachts zu einer anderen Station in der Nähe des Steinbruchs. Dort entdecken die Späher eine große Anzahl von Panzern, die gerade aus dem Eisenbahnzug entladen werden. Sie nehmen einen deutschen Offizier fest. Dieser verweigert die Aussage, doch die bei ihm sichergestellten Dokumente liefern genügend Informationen über die Kräfte und Absichten der deutschen Truppenverbände. Allerdings gibt es ein Problem bei der Übermittlung der gewonnenen Informationen an den Kommandostab. Just in diesem Moment taucht eine deutsche Patrouille auf, die von ihrem Kettenkrad Sd.Kfz. 2 aus einen Waldweg entlangfährt, und auf verdächtige Büsche feuert und dabei den Sergeant Braschnikow verwundet. Zudem wird das Funkgerät beschädigt. Um mit seinen eigenen Männern Kontakt aufzunehmen, beschließt Trawkin, eine deutsche Funkstelle zu überfallen. Dabei verwundet der deutsche Funker den Gefreiten Worobjow tödlich, der wiederum sofort von Mamotschkin getötet wird. Den Spähern gelingt es trotz aller Widrigkeiten, die Funkstation zu erobern. Eine Gruppe von SS-Leuten kommt hinzu und es kommt zu einem Feuergefecht. Bei dem Versuch, die Verfolger aufzuhalten und sie von der Hauptgruppe abzulenken, stirbt Braschnikow.
Veröffentlichung
Die Premiere des Films fand am 6. Mai 2002 in Russland statt. In Deutschland erschien der Film erstmalig 2009 auf DVD.
Kritik
Eddie Cockrell von Variety bezeichnete den Film als „ein waffenstrotzendes Kriegsepos“ und sagte, dass er gut gemacht sei und das internationale Publikum ansprechen könnte, aber dass „die westlichen Zuschauer diese Formel bereits in Spielbergs Werk gesehen haben“.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Todeskommando Russland 2. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, August 2011 (PDF; Prüfnummer: 128 873 V).
- ↑ Eddie Cockrell: The Star. In: Variety. 23. Juli 2002, abgerufen am 4. Juli 2025 (englisch).