Todenfeld

Todenfeld
Stadt Rheinbach
Koordinaten: 50° 35′ N, 6° 57′ O
Höhe: 370 m ü. NHN
Einwohner: 337 (30. Juni 2025)[1]
Eingemeindung: 1. August 1969
Postleitzahl: 53359
Vorwahl: 02226
Lage von Todenfeld in Nordrhein-Westfalen

Todenfeld ist eine Ortschaft von Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Bis 1969 war Todenfeld eine selbständige Gemeinde. Mit der kommunalen Neuordnung wurde Todenfeld eine von neun Ortschaften der Stadt und ist mit über 400 m ü. NHN, gemessen am Hochbehälter, höchstgelegener Rheinbacher Wohnort.

Geographie

Der Ort liegt rund 6 km südlich der Rheinbacher Kernstadt an der L492 auf den Höhen der nördlichen Eifel im Ahrgebirge unmittelbar an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. Nachbarorte sind im Südosten Bad Neuenahr-Ahrweiler, Südwesten Bad Münstereifel, Nordwesten Euskirchen und Nordosten Meckenheim. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Rheinbach und Meckenheim an der Bahnstrecke der Voreifelbahn Bonn-Euskirchen, und die nächste Autobahnanschlussstelle ist Rheinbach/Meckenheim an der A 61.

Der Ort ist landwirtschaftlich strukturiert und zudem Wohnort für Pendler nach Rheinbach, Meckenheim, Bonn und in die Kölner Bucht.

In der Gemarkung Todenfeld entspringen der Schnellchesbach, Eulenbach und Hilberather Bach, die alle zur Swist entwässern.

Todenfeld wurde am 1. August 1969 in die Stadt Rheinbach eingegliedert.[2]

Erdbebenmessstation

In einem Gebäude, das die Universität Bonn über viele Jahre als Observatorium nutzte, ist seit 1996 auf 400 m Höhe eine Erdbebenmessstation des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen untergebracht. Der Geologische Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen ist u. a. zuständig für die Erdbebenüberwachung und die Bewertung der Erdbebengefährdung in Nordrhein-Westfalen. Todenfeld hat eine sogenannte Mikrobebenstation, die selbst kleinste Erderschütterungen mit Magnituden unter 0,5 auf der Richterskala registrieren kann, weshalb z. B. innerhalb eines Radius von 17,5 Kilometern um die Messanlage auf die Errichtung von Windenergieanlagen verzichtet werden soll, da die Rotoren Erschütterungen erzeugen, die sich im Boden ausbreiten und die Messungen stören können, denn Erdbeben und Windkraftanlagen senden Signale im gleichen Frequenzband aus.[3] Seit Ende 2022 ist im gleichen Gebäude auch ein Supraleitgravimeter installiert, mit dem winzige Änderungen im Milliardstel-Bereich der Schwerkraft gemessen werden können. Es ist eines von nur vier vergleichbaren Instrumenten in Deutschland. Damit lassen sich z. B. minimale Änderungen von Grundwasserständen (wichtig in Zeiten des Klimawandels), die Verformung der Erde aufgrund der Anziehungskräfte von Mond und Sonne, Bewegungen des Erdkerns sowie Erdbeben messen.[4]

Entwicklung der Einwohnerzahl

Einwohnerzahl ab 2019, gesamt mit Haupt- und Nebenwohnung.

Jahr Einwohner Delta
1816 72 1
1852 123 51
1905 105 −18
1939 90 −15
1946 104 14
Jahr Einwohner Delta
1969 179 75
1998 321 142
20..
2019 370
2020 365 −5
Jahr Einwohner Delta
2021 379 14
2022 383 4
2023 378 −5
2024 370 −8
Juni 2025 371 2
1 
Gerhard Martini: Die Ortschaften der Stadt Rheinbach. In: Festschrift (1298–1998) 700 Jahre Stadt Rheinbach. S. 86 (hier: Todenfeld Einwohnerzahl 1816–1998).
2 
Bürgerbüro Stadt Rheinbach, Einwohnerzahl Rheinbach 31. Dez. 2024 u. 30. Juni 2025, hier: Todenfeld mit Haupt- und Nebenwohnung.

Politik

Ratswahl – Stadt Rheinbach 2025

Stimmbezirk 162 – Todenfeld
Wahlbeteiligung: 80,07 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,18
12,22
15,38
11,31
14,48
5,43
Stimmbezirk 161 – Queckenberg
Wahlbeteiligung: 62,37 %
 %
50
40
30
20
10
0
44,53
13,63
21,90
8,27
6,81
4,87
Direktmandat Wahlbezirk 160[5]:
Partei Name, Vorname Nr.: Stimmbezirk und Wahllokal Ergebnis
CDU Pütz, Fabian Alexander 161 Queckenberg 44,53 %
162 Todenfeld 23,33 %

Ortsvorsteher

Nachstehende Ortsvorsteher wurden nach der kommunalen Neugliederung vom 1. August 1969 gewählt und ernannt:

Portrait Vorname Name Amtszeit
n. n.
Josef Bauer[6] 1998–2009
Ralf Richard 2009–2011
Reinhard Ganten[7] 2011–2025
Noah Möller CDU[8] seit 24. Nov. 2025
Anmerkung
Ortsvorsteher verbleiben lt. städtischer Satzung nach der Wahl jeweils kommissarisch im Amt, bis zur Neuwahl der Nachfolger durch den Stadtrat und Ernennung durch den Bürgermeister.

Siehe auch

Commons: Todenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Todenfeld. Stadt Rheinbach, abgerufen am 6. Oktober 2025.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 83.
  3. Mario Quadt: Störend für Seismographen: Geologen raten von Windrädern in Meckenheim und Rheinbach ab. In: General-Anzeiger. 31. Juli 2020, abgerufen am 13. September 2020.
  4. Millardstel Abweichungen der Schwerkraft messen. Universität Bonn, 22. Dezember 2022, abgerufen am 19. November 2024.
  5. wahlen.kdvz.nrw Wahlergebnisse in NRW … Rheinbach. Stadt – abgerufen am 15. September 2025
  6. Die Ortschaften der Stadt Rheinbach. In: Gerhard Martini (Hrsg.): Festschrift (1298–1998) 700 Jahre Stadt Rheinbach, hier: Todenfel. 1989, S. 86.
  7. Stadt Rheinbach „Kultur und Gewerbe in Stadt und Land“, Ausgabe Nov. 2024, S. 65.
  8. Berufung gemäß Wahl Stadtrat Rheinbach v.24. Nov. 2025