Tiia Hautala
Tiia Erika Hautala (* 3. April 1972 in Pori) ist eine ehemalige finnische Leichtathletin, die international vor allem im Mehrkampf erfolgreich war. Sie nahm dreimal an Olympischen Spielen teil.
Sportliche Karriere
Die 1,71 Meter große Tiia Hautala startete für Porin Yleisurheilu. Hautala wurde 1999 in 13,46 Sekunden finnische Meisterin im 100-Meter-Hürdenlauf und gewann mit Windunterstützung auch den Titel im Weitsprung. Im Siebenkampf siegte sie bei den finnischen Meisterschaften von 1994 bis 1997 und von 2002 bis 2004.[1] In der Halle gewann sie 1996 und 1998 über 60 Meter Hürden. Im Fünfkampf siegte sie von 1996 bis 1999 sowie 2001 und 2003.[2]
Bei den Europameisterschaften 1994 in Helsinki belegte Hautala den 20. Platz im Siebenkampf mit 5630 Punkten. Sie war damit die drittbeste Finnin hinter Tina Rättyä auf dem achten Platz und der 15. Helle Aro.[3] Im Jahr darauf bei den Weltmeisterschaften in Göteborg erreichte Hautala mit 6135 Punkten den 13. Platz und lag damit drei Plätze und 40 Punkte vor Tina Rättyä.[4] Im März 1996 bei den Halleneuropameisterschaften in Stockholm belegte Hautala mit 4450 Punkten den fünften Platz.[5] Im Juli 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta war Hautala als einzige finnische Siebenkämpferin dabei. Mit 5887 Punkten erreichte sie den 21. Platz.[6]
1997 bei den Weltmeisterschaften in Athen übertrafen 15 Siebenkämpferinnen die 6000-Punkte-Marke. Hautala belegte mit 6026 Punkten den 14. Rang.[7] 1998 bei den Halleneuropameisterschaften in Valencia sammelte Hautala 4473 Punkte und wurde Vierte mit 50 Punkten Rückstand auf die drittplatzierte Deutsche Karin Specht.[8] Im August 1998 bei den Europameisterschaften in Budapest wurde Hautala Elfte mit 5851 Punkten.[9] 1999 bei den Weltmeisterschaften in Sevilla absolvierte Hautala den besten Siebenkampf ihrer Karriere. Mit 6369 Punkten erreichte sie den fünften Platz und lag 131 Punkte hinter der drittplatzierten Syrerin Ghada Shouaa.[10] Im Februar 2000 bei den Halleneuropameisterschaften in Gent folgte Hautalas bester Fünfkampf. Als Vierte mit 4580 Punkten hatte sie nur zehn Punkte Rückstand auf die drittplatzierte Polin Urszula Włodarczyk.[11] In Sydney bei den Olympischen Spielen 2000 waren zwei Finninnen dabei: Hautala wurde Achte mit 6173 Punkten, Susanna Rajamäki kam auf den 13. Platz.[12]
2001 bei den Weltmeisterschaften in Edmonton war Hautala wieder die einzige finnische Siebenkämpferin. Zehn Athletinnen übertrafen die 6000 Punkte, Hautala wurde Zehnte mit 6002 Punkten.[13] Anfang März 2002 bei den Halleneuropameisterschaften in Wien erreichte Hautala mit 4207 Punkten den elften Rang.[14] Im August bei den Europameisterschaften in München sammelte Hautala 5960 Punkte und belegte damit den elften Platz.[15] 2004 nahm Hautala bei den Olympischen Spielen in Athen zum dritten Mal an einem olympischen Siebenkampf teil. Nachdem sie im Weitsprung nur 4,39 Meter in die Wertung gebracht hatte, gab sie auf.[16]
Bestleistungen
(Angaben nach Hans van Kuijen: 2004 Annual Combined Events, Helmond 2005, und nach World Athletics)
Freiluft
- Siebenkampf: 6369 Punkte am 21./22. August 1999 bei den Weltmeisterschaften in Sevilla
- 100 Meter Hürden: 13,43 Sekunden am 3. Juni 2000 in Götzis
- Hochsprung: 1,84 Meter am 21. August 1999 in Sevilla
- Kugelstoßen: 13,98 Meter am 9. August 1998 in Oulu
- 200 Meter: 24,74 Sekunden am 3. Juni 2000 in Götzis
- Weitsprung: 6,52 Meter am 31. Mai 1998 in Götzis
- Speerwurf: 47,72 Meter am 21. Juli 2004 in Rauma
- 800 Meter: 2:13,98 Minuten am 4. August 1997 bei den Weltmeisterschaften in Athen
Halle
- Fünfkampf: 4580 Punkte am 25. Februar 2000 in Gent
- 60 Meter Hürden: 8,36 Sekunden am 25. Februar 2000 in Gent
- Kugelstoßen: 14,43 Meter am 8. März 1996 in Stockholm
Weblinks
- Tiia Hautala in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Tiia Hautala in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Fußnoten
- ↑ Finnische Meisterinnen bei gbrathletics.com
- ↑ Finnische Hallenmeisterinnen bei gbrathletics.com
- ↑ Siebenkampf 1994 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Siebenkampf 1995 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Fünfkampf 1996 bei worldathletics.org
- ↑ Siebenkampf 1996 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 30. Oktober 2025.
- ↑ Siebenkampf 1997 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Fünfkampf 1998 bei worldathletics.org
- ↑ Siebenkampf 1998 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Siebenkampf 1999 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Fünfkampf 2000 bei worldathletics.org
- ↑ Siebenkampf 2000 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 30. Oktober 2025.
- ↑ Siebenkampf 2001 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Fünfkampf 2002 bei worldathletics.org
- ↑ Siebenkampf 2002 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
- ↑ Siebenkampf 2004 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 30. Oktober 2025.