Tieschowitz von Tieschowa
Tieschowitz von Tieschowa ist der Name eines böhmischen briefadeligen Geschlechts, das auf Nikolaus Tiessowsky (auch Tieschowski) zurückgeht. Dieser war Herr auf Czieschawa im Kreis Lublinitz im Fürstentum Oppeln und erscheint urkundlich erstmals im Jahre 1542.
Adelsstand
Das Geschlecht erhält 1605 den Böhmischen Adelsstand für die Gebrüder Albrecht, Johann, Andreas und Martin Tieschowitz, sowie für ihre Vettern Matthäus und Johann Gralff. Albrecht und Johann von Tieschowitz erhalten den böhmischen rittermäßigen Adelsstand mit dem Namenszusatz von Tieschowa im Jahre 1625.
Wappen
Das 1605 verliehen Wappen zeigt in Blau auf grünem Dreiberg einen vorwärtsgekehrten schwertumgürteten Geharnischten, dessen Sturmhaube mit 2 goldenen Straußenfedern besteckt ist. Mit den Händen hält er vor sich 2 aufwärts-geschrägte goldene Lanzen. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken die geschrägten Lanzen zwischen 2 von Gold und Blau übereck-geteilten Büffelhörnern.
Namensträger
- Adolph Tieschowitz von Tieschowa, preußischer Landrat des Kreises Adelnau
- Adolph von Tieschowitz (1803–1862), Landrat im Landkreis Beuthen
- Theodor Leopold Tieschowitz von Tieschowa
- Bernhard Tieschowitz von Tieschowa (1841–1909), Landrat des Kreises Wetzlar (1874–1888), Regierungspräsident des Regierungsbezirks Königsberg (1894–1899)
- Hans Tieschowitz von Tieschowa (1872–1952), Generalleutnant, erster Kommandeur des Infanterie-Regiments 5 der Reichswehr (1921), Kommandant der Infanterieschule München (1923)[1]
- Bernhard von Tieschowitz (1902–1968), Kunsthistoriker.
- Hans Tieschowitz von Tieschowa (1872–1952), Generalleutnant, erster Kommandeur des Infanterie-Regiments 5 der Reichswehr (1921), Kommandant der Infanterieschule München (1923)[1]
- Bernhard Tieschowitz von Tieschowa (1841–1909), Landrat des Kreises Wetzlar (1874–1888), Regierungspräsident des Regierungsbezirks Königsberg (1894–1899)
Literatur
- Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1893. Jg. 18, Verlag Friedrich Irrgang, Brünn/Rudolstadt/München 1893, S. 613 f., dort bereits 1883, 1887.[2]
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1910. Jg. 4, Justus Perthes, Gotha 1909, S. 827 f. ff. 1910–1939.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1939. Jg. 31, Justus Perthes, Gotha 1938. Siehe: FamilySearch.
- Alfons Perlick: Das Geschlecht derer v. Tieschowitz auf Rokittnitz (heute Rokitnica). In „Mitteilungen des Beuthener Geschichts- und Museumsvereins“. 17/18, Hrsg. Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund, (Dortmund 1956/57). ISSN 0933-4564
- Walter von Hueck, Erik Amburger, Friedrich Wilhelm Euler, Johann Georg von Rappard, Detlev Schwennicke: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelige Häuser. B (Briefadel). Band XXVII, Band 89 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1986, ISSN 0435-2408, S. 469 ff.
- Christoph Franke, Klaus Freiherr von Andrian-Werburg, Moritz Graf Strachwitz von Groß Zauche und Camminetz: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XIV, Band 131 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2003, ISSN 0435-2408, S. 452.
Einzelnachweise
- ↑ Siehe FamilySearch: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil A (Uradel). 1938. Jg. 37, Justus Perthes, Gotha 1936, S. 10.
- ↑ Geschichtliche Nachricht und Stammreihe, In: GT/Brünn 1883, Jg. VIII, S. 524.; Des Weiteren: Wappenbeschreibung und Adelsdiplom-Exc., In: GT/Brünn 1887, Jg. XII, S. 471.