Tiefenthal (Gemeinde Großweikersdorf)
| Tiefenthal (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Tiefenthal | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Tulln (TU), Niederösterreich | |
| Pol. Gemeinde | Großweikersdorf | |
| Koordinaten | 48° 26′ 17″ N, 16° 0′ 5″ O | |
| Höhe | 204 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 147 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 4,18 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06267 | |
| Katastralgemeindenummer | 20034 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Tiefenthal ( 004) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Tiefenthal ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großweikersdorf im Bezirk Tulln in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 147 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 war Tiefenthal eine eigenständige Gemeinde.[2]
Geografie
Das Dorf südlich von Großweikersdorf liegt in einem linken Seitental der Schmida, das vom Hundsgraben entwässert wird. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 82 Adressen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 38 Häusern genannt, das nach Niederrußbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Grafenegg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Grafenegg, Tulln und St. Andrä sowie der Pfarre Niederrußbach.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Tiefenthal ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Pferdehändler, ein Schmied, ein Schuster und mehrere Landwirte ansässig.[5]
Mit 1. Jänner 1971 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Großwiesendorf, Kleinwiesendorf, Ruppersthal und Tiefenthal nach Großweikersdorf eingemeindet.[2]
Persönlichkeiten
- Hans Schuster (1866–1950), Politiker und Abgeordneter zum Landtag, war hier Lehrer und Schulleiter
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 106 (Tiefenthal – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 327.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 34. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 23. Januar 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 330 (Tiefenthal in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 473